Schon wieder ein Gehirn-Spiel mit Dr. Kawashima? Gab es da nicht erst vor wenigen Tagen eines?
Rechnen
Wechselgeld
Gehirn Joggen mit Dr. Kawashima
Bei Kindern ist der Kaufladen immer sehr beliebt. Die Kleinen spielen Kunde und Verkäufer und simulieren einen Einkauf beim Laden um die Ecke. So ähnlich funktioniert das auch bei dieser Übung. Es wird ein bestimmter Betrag angegeben, den man bezahlen muss (etwa 7,23€). In Form von Münzen und Scheinen wird einem das eigene Bargeld angezeigt (z.B. ein 5€-Schein und zwei 2€-Münzen). Nun muss man das Wechselgeld berechnen (in dem Fall 9€ - 7,23€ = 1,77€) und dieses mit möglichst wenigen Münzen anklicken (also 1x1€, 1x50Cent, 1x20Cent, 1x5Cent und 1x 2Cent).
Einfaches Rechnen
Zum einfachen Rechnen gibt es nun wirklich nicht viel zu erklären. Es werden einfache Mathematikaufgaben aus dem 1x1 gestellt, die es zu lösen gilt. Etwa 7 + 12 oder 3 x 8 usw...
Zahlen ordnen
Auf dem Bildschirm werden unterschiedliche Zahlen in Blasen dargestellt. Diese können bereits im Minusbereich beginnen (- 17, - 30...) oder auch einen positiven Zahlenwert beinhalten (49, 67, 3...). Es gilt nun die kleinste Zahl (- 30) als erstes anzuklicken und dann immer die nächstgrößere zu finden (- 17, 3, 49, 67...).
Sehen
Paare finden
Gehirn Joggen mit Dr. Kawashima
Wer kennt nicht das beliebte Memory? Beim Finden von Paaren ist das Prinzip zwar sehr ähnlich, doch die Karten sind nicht verdeckt. Man bekommt eine kleine Auswahl an Karten zu sehen, die bestimmte Symbole zeigen. Unter all diesen muss nun ein (oder auch mehrere) Paar(e) gefunden werden. Dieses muss allerdings exakt identisch sein. Eine ganze Zitrone und ein Zitronenschnitz sind beispielsweise kein Paar, auch wenn sie vom Inhaltlichen eigentlich gleich wären. Es geht einzig und allein um das 100% identische Bild.
Farbige Punkte
Es werden einem jede Menge Punkte präsentiert, die wild auf dem Bildschirm verteilt sind. Sie haben unterschiedliche Farben und sind auch unterschiedlich groß. Man muss nun auf einen Blick herausfinden, welche Farbe am häufigsten vertreten ist und diese dann mit dem Mauszeiger anklicken.
Richtiger Blickwinkel
Hier geht es um das räumliche Vorstellungsvermögen. Man sieht einige Objekte, die in einem bestimmten Verhältnis zueinander liegen (z.B. ein Ball im Vordergrund, links daneben ein Dreieck, dahinter ein Rechteck und ganz rechts ein Kreuz). Die gleiche "Szene" wird nun ebenfalls von oben dargestellt und man soll herausfinden von welcher Seite man die Objekte anschaut. Von Norden, Osten, Süden oder Westen? Süd-Westen oder Nord-Osten usw. ist allerdings auch eine mögliche Option.
Gehirn Joggen mit Dr. Kawashima
Es ist bei allen Aufgaben so gehandhabt, dass man für jede einzelne Teilaufgabe ein bestimmtes Zeitlimit erhält. Man bekommt also nicht insgesamt eine Minute, in der man dann möglichst viele Paare finden muss oder möglichst viele Rechenaufgaben lösen sollte, sondern für jede einzelne Teilaufgabe gibt es eine gewisse Anzahl an Sekunden. Wenn man beim Rechnen also 32 Aufgaben vorgesetzt bekommt, dann muss man auch wirklich ALLE 32 Aufgaben rechnen. Ist man bei der 17. Matheaufgabe zu langsam und überschreitet ihr Zeitlimit, dann gilt diese als falsch und es folgt die 18. Aufgabe. Dass einem bei der 24. Aufgabe aber die Zeit ausgeht und das Spiel vorbei ist, kann nicht passieren. Je schneller man am Ende ist, desto mehr Bonuspunkte gibt es im Bereich Zeit. Auch für korrekte Lösungen gibt es Bonuspunkte, wogegen falsche Antworten Abzüge bescheren. Hat man besonders gut abgeschnitten, so erhält man einen bronzenen, silbernen oder goldenen Pokal, der in den Statistiken gespeichert wird.
Pokale, Diagramme und kluge Schimpansen
Wie bereits angesprochen werden besonders gute Leistungen in Form von Pokalen gewürdigt. Diese lassen sich in den Statistiken einsehen. Hier hat man ebenfalls Zugriff auf Diagramme, die den Fortschritt des Spielers dokumentieren und in einem Kalender genau festhalten, an welchem Tag man welchen Pokal erhalten oder andere Leistungen erbracht hat. Wer immer wieder ordentlich Punkte scheffelt, der steigt außerdem auf und erhält einen bestimmten Rang. Angefangen bei der "emsigen Ameise" kann man sich immer weiter verbessern und sich etwa zum "klugen Schimpansen" entwickeln.
Gehirn Joggen mit Dr. Kawashima
Einen Alterstest und das damit verbundene "geistige Alter" werden Fans von Dr. Kawashima aber vergeblich suchen. Dieser ist im "Gehirntraining" nämlich nicht vorhanden. Es gibt aber dennoch genug zu tun. Wem die Übungen irgendwann auf die Nerven gehen, der kann bei einer Runde Sudoku entspannen oder eine Partie "Brainstorm" spielen, das vom Konzept her an Knobelhits wie "Zookeeper" und Co. erinnern. Es ist zwar nicht exakt das gleiche Prinzip, aber ein ähnliches. Man muss möglichst viele identische Farbplättchen so manipulieren, dass sie gegenseitig in Kontakt stehen. Tippt man dann auf eines dieser Plättchen, verschwinden sämtliche Plättchen dieser Farbe, die damit in Berührung standen. Je mehr davon mit einem Klick verschwinden, desto mehr Punkte gibt es.
Angepasste Steuerung, Sims-Musik und Hot-Seat
Für Gehirn-Spiele gilt generell, dass die Optik nur zweitrangig ist. Bei "Gehirntraining" hat man sich auf jeden Fall Gedanken um die grafische Darstellung gemacht. Dr. Kawashima kommt als (wenn auch nicht sonderlich hübsches) Polygonmodell daher und bringt gleich noch einen Roboterassistenten mit. Diese beiden stellen außerdem das Menü dar und können angeklickt werden. Die einzelnen Übungen kommen in einem modernen Look daher, könnten allerdings noch etwas fetziger oder einfallsreicher präsentiert werden. Doch in Anbetracht des Genres ist die Grafik absolut zweckmäßig und in Ordnung. Der Sound kann hingegen nicht punkten. Die dudelige Fahrstuhlmusik, die unheimlich stark an "die Sims" erinnert, nervt irgendwann tierisch. Noch viel schlimmer sind aber die Kommentare von Herrn Kawashima, der stets Töne wie "mhm, aha..." von sich gibt, wenn er euch etwas erklärt. Das ist wirklich unnötig! Auch die Übersichtlichkeit der Menüs ist zweifelhaft, da diese durch Denkblasen der beiden Charaktere (Dr. Kawashima und dieser merkwürdige Roboter) repräsentiert werden. Dafür ist die Steuerung gut gelungen. Man merkt, dass man sich nicht auf das DS-Vorbild konzentriert hat und den Mangel an Stylus und Touchscreen irgendwie auszugleichen versuchte, sondern direkt auf Maus setzte und das Spiel auch darauf ausgerichtet hat. Ein schnelles Herumgeklicke wie bei "Gehirn Joggen mit Dr. Kawashima" gibt es hier nicht (oder kaum).
Ein weiteres Goodie ist der Mehrspieler-Modus. Man hat die Wahl zwischen "Hot-Seat" und "Online". Während man beim ersten gemeinsam mit Freunden vor einem Rechner sitzt, kann man im Online-Modus ganz bequem gegen Freunde spielen, die selbst zu Hause am eigenen Rechner sitzen. Online ist es auch möglich die Übungen gleichzeitig auszuführen, was wirklich spaßig sein kann. Sicher gibt es Spiele deren Online-Modus deutlich spektakulärer ist und mehr zu bieten hat, aber eine nette Dreingabe ist er auf jeden Fall.
