Eine Art Adventure, welches mit dem Thema Tod ganz besonders morbide umgeht.
Michael Jean-Paul Jackson-Gaultier
Ghost Trick: Phantom-Detektiv
Dieses Vorgehen wiederholt sich in rund zwei Dutzend Kapiteln unterschiedlicher Länge. Auch wenn sich die gestellten Aufgaben an sich nicht mehr gravierend verändern, gerne nur trickreicher und komplexer werden, sorgen immerhin die vielen, sehr exzentrischen Charaktere für Abwechslung und zugegeben, keinem von ihnen - Sissel und die Schreibtischlampe mal außen vor gelassen - könnt ihr trauen. Lasst euch aber gefangen nehmen von den unterschiedlichen Protagonisten, die alle ein Stück weit ihre eigene Geschichte erzählen, die wiederum mit denen der anderen verbunden ist und am Ende das große Ganze ergibt. Hilfreich erweist sich auch die zu Grunde liegende Optik, die irgendwie als Comic-Stil bezeichnet werden kann, gesamt auf das Nötigste beschränkt ist und lediglich über Details, vermittelt durch die Figuren, eine gewisse Einzigartigkeit bekommt. Selbst Mimik, Gestik und dergleichen sind recht spartanisch ausgefallen, auf der Gegenseite jedoch wieder so akzentuiert, so dass eine vermeintlich starre Umgebung sehr lebendig wirken kann.
Ghost Trick: Phantom-Detektiv
Allen voran gestellt ist - nein, nicht Sissel - sondern der nicht leicht zu durchschauende Inspektor Cabanela, der gern große Auftritte liebt und stets unangemeldet auf seinem speziellen Radle ins Bild gefahren kommt. Offenbar vom erfolgreichen Designer Gaultier in Schale geworfen, scheint der Inspektor dem Tanzen verfallen, denn die Szene wird grundsätzlich mit legendären Tanzschritten Michael Jacksons begleitet. Auch in der x.ten Wiederholung weiß diese Animation zu gefallen. Das gilt auch für die vielen anderen, oftmals klitzekleinen Animations-Kleinigkeiten, die dafür sorgen, dass die eher grob gezeichneten Figuren, die auch einem einfach gestrickten Manga entsprungen sein könnten, dennoch sehr individuell auftreten.
Ghost Trick: Phantom-Detektiv
Gott sei Dank ... oder auch leider hat man einmal mehr auf eine Sprachausgabe verzichtet und die Dialoge ergehen pur im Wort. Somit ist viel lesen angesagt - manches Mal auch das wiederholte zu Gemüte führen bereits bekannter Texte, denn dank des "die & error" Prinzips müssen manche Passagen mehrfach fast schon ertragen werden. Ein weiter tippen/klicken bzw. Umgehen dieser Texte ist nicht bzw. nur bedingt möglich.
Bleibt noch die Erwähnung der Steuerung übrig, die - gleich in jeder Form - einwandfrei und ohne Mankos funktioniert. Wahlweise könnt ihr mittels Touchpen das Geschehen dirigieren oder ihr nutzt, wenn ihr das lieber mögt, Steuerkreuz und Aktionstasten.
