Ghostbusters: The Video Game im Gamezone-Test

Test Michael Sosinka

Auch in der PSP-Fassung versteckt sich jede Menge Witz, obwohl sie etwas zusammengestutzt wurde.

Geisterjagd im Comic-Look

Ghostbusters: The Video Game Ghostbusters: The Video Game Während Ghostbusters auf der Xbox 360, der PlayStation 3und dem PC noch einen realistischen Look hat, müssen sich Wii- und PSP-Spieler mit einer Comic-Optik begnügen, die bunter wirkt, während Charaktere und Geister überzeichnet dargestellt werden. Das ist zwar zunächst gewöhnungsbedürftig, dennoch darf man dem Stil den gewissen Charme nicht absprechen. Dadurch kann man außerdem die Leistung der Wii und der PSP gut kaschieren. Dennoch zeigen vor allem Innenräume sehr trist und eintönig. Lichteffekte, Texturen und Co. sind auf einem soliden Niveau, können gleichzeitig aber kaum hervorstechen. Nahezu schrecklich wirken die Laufanimationen der Spielfigur. Schade ist außerdem, dass das Hauptquartier der Ghostbusters viel an Federn lassen musste, das tut dem Fan-Herzen weh. Insgesamt wurden einfach zu viele, liebevolle Details eingespart. Dafür läuft zumindest die Wii-Version sehr flüssig, während die PSP zwar ihre Grafikmuskeln spielen lässt und erstaunlich nah an die Wii kommt, dafür aber mit vielen Rucklern und langen Ladezeiten zu kämpfen hat.

Ghostbusters: The Video Game Ghostbusters: The Video Game Die Dialoge des Spiels gehören unbestritten zu den besten, die man jemals in einem Lizenz-Videospiel gehört hat, zumal es die Autoren geschafft haben, den Wortwitz der Filme wunderbar in das Spiel einzuflechten. Man beruft sich hierbei nicht bloß auf altbekannte One-Liner, sondern definiert diese mitunter komplett neu. Wenn der Marshmellow-Man auftaucht beteuert Ray zum Beispiel, dass er dieses mal völlig unschuldig ist und auch die Wortgefechte zwischen Venkman und Peck erleben eine Renaissance allererster Güte. Das liegt unter anderem daran, dass die Schauspieler ihren virtuellen Abbildern die Stimme geliehen haben und so bekommen wir neben Bill Murray als Dr. Venkman auch Dan Aykroyd als Ray, Harold Ramis als Egon und Ernie Hudson als Winston zu hören. Die Synchronisation ist somit auf höchstem Niveau angesiedelt und passt wie die Faust aufs Auge. In der deutschen Version leisten sich die Sprecher der jeweiligen Schauspieler ebenfalls keine größeren Fehler, weswegen der Wortwitz, bis auf wenige Ausnahmen, immer noch vorhanden ist. Die vier Ghostbusters sind also komplett vertreten, ebenso wie Janine Melnitz oder Walter Peck. Lediglich Sigourney Weaver alias Dana Barrett ist nicht mit von der Partie und wird hier von Alyssa Milano ersetzt, welche in die Rolle der Doktorin Ilyssa Selwyn schlüpft, aber eher eine Nebenrolle bekleidet, da man sich ganz auf die vier Geisterjäger konzentriert. Der kultige Ghostbusters-Song von Ray Parker Jr. darf ebenfalls nicht fehlen und wurde extra für das Spiel neu abgemischt und etwas druckvoller produziert. Bei der Soundkulisse kann man auch auf der Wii und der PSP wenig meckern. Unschön ist allerdings, dass der Online-Modus weggefallen ist. Auf der Wii kann man die Story immerhin mit einem Kumpel an einer Konsole absolvieren.

Meinung

Wertung zu Ghostbusters: The Video Game (PSP)

Wertung:

7.1 /10
Pro & Contra
Ghostbusters-Feeling gut getroffenunkompliziertes und actionreiches Gameplaygelungene Boss-KämpfeGeister lassen sich leichter fangenangenehme Wii-Steuerungnetter Comic-Lookausgezeichnete Synchronisation mit OriginalsprechernKlassischer Soundtrack mit Ghostbusters Sound FXviel Witz und Charme der Filmebekannte CharaktereKoop-Modus
geringerer Umfanges wurde mehr weggelassen als hinzugekommen istkeine aufrüstbaren Waffen mehrweniger WaffenPräsentation ist schlichterunspektakuläre und teils langweilige Optikunschöne Animationensehr linearkurze Spielzeitkeine Online-Modus mehrstarke Rucklerunhandliche Steuerunglange Ladezeiten
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