Glimmerati ist nicht nur cool, es ist supercool, edel, sexy und gleichzeitig eines der besten Spiele für das N-Gage.
Das Intro mit dem Schattenspiel über dem weiblichen Körper lässt uns schon erahnen welche Zielgruppe Glimmerati im Visier hat. Ganz offensichtlich die männliche Bevölkerung die sich am glänzenden Blech der übermotorisierten Boliden ebenso erfreuen kann wie an den weiblichen Rundungen der Supermodels. So könnte man das Spiel fast als ein erwachsen gewordenes Micro Machines mit Playboy-Touch beschreiben, besteht unsere Hauptaufgabe doch darin den sogenannten Glimmerati-Club umzukrempeln und selbst den Chefsessel einzunehmen.
Glimmerati
Doch so einfach ist das nicht, denn als neureicher Erbe eines nicht unbeträchtlichen Vermögens mangelt es uns eigentlich an nichts, weswegen man uns auch keinen Respekt entgegenbringt. Diesen müssen wir uns erst im Club Glimmerati erarbeiten, wo es vor schillernden Persönlichkeiten nur so wimmelt. Allen voran der Chef des Clubs Maxwell, der uns in die High Society einführt und uns die wichtigen Leute vorstellt. Er ist es auch der die Rennen veranstaltet für die es die begehrten Punkte gibt, welche unseren Rang innerhalb des Clubs festlegen. Doch gibt es auch außerhalb der Meisterschaft viel zu tun wofür wir Respekt einheimsen können. Da gibt es Schauspieler vom Hotel abzuholen, Models vor den Paparazzis retten oder Filmaufnahmen zu tätigen, wie eine Flucht vor einem Hubschrauber. Oft benutzen wir dafür auch kein normales Auto sondern bedienen uns eines düsengetriebenen Gefährtes oder gleich eines Speedboats, je schneller desto besser scheint das Kredo des Glimmerati Clubs zu sein. Und wenn der Club einmal ein Rennen veranstaltet, dann macht er das nicht irgendwo, sondern ausschließlich in bekannten Orten. Genau genommen zieht man mit dem Club um die Halbe Welt. Beginnend in Milano, wo wir noch mit unserem eigenen Wagen versuchen die Rennen zu bestreiten, geht es schon bald nach Paris, wo wir uns in den Nachtclubs die Zeit vertreiben, dann in die Alpen und schließlich nach Monaco, wo die letzten Rennen stattfinden um sich für den geheimen und superexklusiven Ort zu qualifizieren.
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Die Meisterschaftsrennen selbst laufen immer nach demselben Prinzip ab. Man startet als letzter von acht Fahrern und muss es innerhalb der vorgegebenen Rundenzahl schaffen wenigstens Dritter zu werden um nicht auszuscheiden. Dabei dürfen wir sämtliche in unseren Besitz befindlichen Fahrzeuge benutzen, insofern es sich nicht um ein spezielles Rennen mit speziellen Fahrzeugen handelt. Um an neue Fahrzeuge zu kommen müssen wir die immer wieder angebotenen Herausforderungen bestehen. Das gute an ihnen ist, das man sie so oft man will wiederholen kann, bis man den Gegner geschlagen hat und sein Auto einkassieren darf. Das fiese daran aber ist der relativ hohe Schwierigkeitsgrad, denn auf Anhieb ist keine dr Herausforderungen zu bestehen. Ganz im Gegenteil muss man die Strecke und das Verhalten des Gegners genau studieren um eine Chance zu haben. Die normalen Meisterschaftsrennen sind da bei weitem nicht so anspruchsvoll. Umso wertvoller werden so die freigeschalteten Autos, weiß man doch wie viel Mühe man in ihren Erwerb gesteckt hat.
Wenn wir uns nicht gerade in einem Rennen befinden treiben wir uns meist in irgendwelchen Bars, Hotels oder Ähnlichem herum. Statt uns nämlich ein immer gleiches Menü zu bieten, navigieren wir in Glimmerati indem wir einfach verschiedene Personen ansprechen, die sich selbstverständlich in besagten exklusiven Orten aufhalten. Neben diesen steht uns auch immer unser Büro zur Verfügung, wo es die erspielten Prämien zu bestaunen gibt, ein Tagebuch zu lesen und nicht zuletzt die Herausforderungen auf uns warten.
Grafik & Sound
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Auf den ersten Blick etwas ungewöhnlich erscheint einem die recht hohe Verfolgersicht während der Rennen, die wirkt als würden wir das Geschehen vom Hubschrauber aus betrachten. Recht bald aber beginnt man die Vorteile dieser Sicht zu genießen, allen voran die angenehme Weitsicht die bei der hohen Geschwindigkeit der Fahrzeuge schon nötig ist, will man sie gekonnt durch die 90 Grad Kurven von Paris bugsieren oder die Haarnadelkurven in den Alpen überstehen ohne das Fahrzeug zu demolieren. Denn ist der Schadensmeter auf Null gesunken, war es das mit dem Rennen. Um uns aus der Gefahrenzone zu beschleunigen gibt es den Nitro, der uns einen kurzzeitigen Geschwindigkeitsschub verleiht. Dieser lädt sich aber nur sehr langsam wieder auf und ist auch nicht von der stärksten Sorte. Benutzen wir ihn gar wenn wir noch nicht auf Höchstgeschwindigkeit beschleunigt haben, verpufft er fast wirkungslos. Darum heißt es ihn möglichst bedacht und an der richtigen Stelle einzusetzen.
Für die Abwechslung zwischen den Rennen sorgen neben den Herausforderungen vor allen Dingen die vielen verschiedenen Fahrzeuge. Ganze 12 Stück hat man Glimmerati spendiert, von der Stretch-Limo über Düsenfahrzeuge bis hin zu den Powerboats, und alle steuern sich recht unterschiedlich.
Glimmerati
Einmalig gelungen aber ist die Soundkulisse, die mit zu dem Besten gehört was uns auf dem N-Gage begegnen kann. Denn neben den gelungenen Spielgeräuschen bekommen wir einen Soundtrack geboten der direkt aus einem James Bond Film stammen könnte. Ausschließlich hervorragende Musikstücke wurden verwendet, welche den hohen Anspruch des Glimmerati Clubs widerspiegeln sollen. Denn so hochwertig schon die Musikuntermalung im Intro ausgefallen ist, so hochwertig setzt sie sich im ganzen Spiel fort. Schade, wirklich schade, dass das N-Gage nur über eine Mono-Soundausgabe verfügt.
