Neben heftigen Gemetzeln und übergroßen Waffen bietet uns der Titel auch eine spannend erzählte Story voller Wendungen.
Vorwärts Kammeraden, ich folge euch
Gods Eater Burst
Das so geschilderte Geschehen werdet ihr, selbst bei Alleingängen, immer in der Gruppe erleben; Computergesteuerte Begleiter machen es möglich. Auch wenn vergleichsweise nichts über von Menschen gesteuerte Figuren geht, so ist die KI der euch folgenden NPCs doch recht gut ausgefallen. Nur recht selten werdet ihr das Gefühl bekommen, dass eure Teamkameraden keine Hilfe sind. Sie greifen selbständig in den Kampf ein und bei Bedarf werdet ihr auch geheilt. Abgesehen von den recht fitten Gruppen-NPCs bietet Gods Eater Burst ein weiteres, zweifelsfrei gelungenes Gimmick: Solltet ihr einmal mit einem echten Mitstreiter via Ad Hoc Modus in die Schlacht gezogen sein, merkt sich Gods Eater Burst das Profil eurer Mitstreiter. Zieht ihr dann bei Gelegenheit wieder allein durch die Prärie, kann das auf diese Weise gewonnene Profil auf einen euch begleitenden NPC angewendet werden, so dass dieser sich dann fast so verhält, als würde er von einem realen Spieler gesteuert.
Gods Eater Burst
Leider nicht so ganz ausgereift ist hingegen die Kamera-Steuerung, denn diese wird über das Steuerkreuz bewegt und somit ist ein gekonntes Ausweichen im Kampf mit gleichzeitiger Justierung der Kamera praktisch so gut wie unmöglich. Das ist definitiv mehr als nur schade, da durch diesen Fauxpas so manche Kämpfe unnötig hektisch werden, und richtig mistig wird es dann, wenn ihr einem Bildschirm füllenden Boss-Gegner gegenüber steht. Lässt man die verunglückte Kamera-Justierung außen vor, bleibt eine Steuerung übrig, die auf einem komplett belegten Tasten-Feld basiert. Die Handhabung dieser will aber auf jeden Fall erst einmal gelernt sein. Übung macht bekanntlich den Meister und somit sei euch nahe gelegt die vorhandene Tutorial-Mission abzuschließen, bevor ihr in die Schlacht zieht. Grundsätzlich, das sei auch gesagt, geht die Steuerung vollkommen in Ordnung; Sie verlangt allerdings auch eine entsprechende Einarbeitungszeit.
Ja schau mal einer guck
Gods Eater Burst
Viele von euch werden sich sicherlich schon fragen "wie schaut das Spiel denn jetzt eigentlich aus?". Und ja, ruhig Blut, keine Bange - auch diese Frage wird euch beantwortet werden und zwar wie folgt: Generell ist die Grafik sehr schick geworden, zumindest mal bezogen auf die Charaktermodelle. Besonders die recht vielfältigen Aragami-Monster sind wirklich ansehnlich und vor allem mit Fantasie als auch Liebe zum Detail gestaltet worden. Auch eure Protagonisten können sich sehen lassen, wenngleich die Animationen nicht ganz flüssig vonstatten gehen. Leider sind die Umgebungen mit matschigen und verwaschenen Texturen nicht gerade vorteilhaft geraten. Auch wirkt so manches Areal etwas öde, gar abwechslungsarm - aber das lässt sich durchaus und mit etwas 'good will' verschmerzen. Als Entschädigung winken dafür viele, schön anzusehenden Zwischensequenzen, welche zudem die komplexe Rahmenhandlung gekonnt weiter erzählen. Die ebenfalls vorhandenen, sehr schönen Lichteffekte, vor allem während der Kämpfe, können sich wahrlich sehen lassen. Sound-technisch gibt sich Gods Eater Burst - leider oder glücklicher Weise - nur teilweise die Blöße. Knackige, satte Kampfgeräusche gepaart mit einem recht passablen Soundtrack untermalen das Spielgeschehen. Vielleicht wäre auch hier ein wenig mehr Abwechslung gut gewesen. Ohne jeden Zweifel passend und gelungen ist die umfangreiche Sprachausgabe geraten, wenngleich diese aber nur mit englischer Tonspur brilliert. Zugehörige Texte im Spiel glänzen ebenfalls ohne deutsche Lokalisierung. Zumindest aber liegt das Handbuch in deutscher Sprachfassung der Packung bei.
