... schließt nahtlos an die Vorgänger an und landet zum dritten Mal in den höchsten Wertungsgefilden.
Aus klein mach groß
Golden Sun: Die dunkle Dämmerung
Das Spieldesign von Golden Sun ist erwachsen und verliert trotzdem den seit jeher etablierten jugendlichen Charme nicht. Im Gegensatz zum 2010er Klassenprimus Dragon Quest 9 werden die Spielfiguren im Kampfbildschirm groß und wirken wie wirkliche Menschen. Manche mögen dieses Phänomen beispielsweise aus Final Fantasy 7 kennen. Ebenso vereinen sich die Partymember im Leader wenn es darum geht die Welt zu bewandern. Und diese Welt ist äußerst facettenreich. Beeinflusst von der Elementarthematik zeigt sich der Titel von vielen verschiedenen Seiten, ohne sich zu wiederholen oder langweilig zu werden. Im einen Moment schwimmt ihr noch auf einem Floß durch einen Wassertempel, nur um im nächsten wieder Windkräfte zu spüren zu bekommen. Die Animation der Spielfiguren wurde mit comicartigen Symbolen wie Smileys umgangen, was dem Spiel aber seinen unvergleichlichen und eigenen Charme verpasst. Hinzu kommt das in den Dialogen wunderbar rüberkommende Verhältnis der Partymember und deren stark differenzierte Gemüter. Ohne Sprachausgabe kann diese Übertragung zwar nur über Lesearbeit von Statten gehen, allerdings schadete das der Konkurrenz ebenfalls nicht in ihrem überzeugenden Auftritt. Auch die Vertonung ist aller Rede wert. Die orchestralen Arrangements sind druckvoll, seicht, verspielt und bestimmend zugleich und herzerwärmend eingespielt. Passend begleitet sie euch auf Schritt und Tritt und lässt euch keine Bewegung ohne passende Untermalung tun. Ebenso weiß die Geschichte des Titels zu überzeugen. Sie führt die Erzählweise der ersten beiden Teile beinahe unverändert weiter und bietet so was man sich von einem Golden Sun erwarten darf.
