Grand Ages: Rome im Gamezone-Test

Test Sandro Odak

Grand Ages: Rome macht vieles besser, als sein Vorgänger. Doch kann er sich im wieder aufblühenden Genre beweisen?

Grand Ages: Rome Grand Ages: Rome Wenn man ein feindliches Dorf eingenommen hat, steht es einem frei zu wählen: Entweder kann man Einheiten künftig dort als Söldner rekrutieren und so die eigene Armee-Vielfalt erweitern, oder aber aus den Hüttensiedlungen Kleinholz machen. Auch neu ist der Multiplayer-Modus, der im Vorgänger nur durch eine Online-Rangliste angedeutet wurde. In GA:R gibt es erstmals einen echten online Mehrspieler-Part, der durch eine einfach zu bedienende Lobby und mehrere Modi zu unterhalten wüsste, wäre er gefüllt mit Spielern. Dem ist leider nicht so, während der gesamten Testphase fanden sich in den internationalen Lobbys nie mehr als eine Hand voll Spieler gleichzeitig. Schade eigentlich, bieten doch die sechs Modi massig Spaß im Netz oder LAN. Erst hier entwickelt der militärische Part eine gewisse Relevanz, neben "aggressivem Vorgehen" kann man aber sein Gegenüber auch wirtschaftlich schlagen.

Fortschritt nicht nur inhaltlicher Natur

Grand Ages: Rome Grand Ages: Rome Dass sich einiges getan hat bemerkt man jedoch nicht nur am gewachsenen und erweiterten Inhalt. Auch technisch hat sich Grand Ages: Rome extrem weiterentwickelt, was nicht zuletzt auch an der verfeinerten Grafik-Engine und dem Detailreichtum der Entwickler liegt. So hat man, wie auch im Vorgänger, der ganzen Stadt Leben eingehaucht und ein wahres Händchen für Details, egal ob es sich um imposante Wagenrennen im Circus Maximus oder lustige Schmierereien an den Hauswänden handelt. Doch auch die Bewohner selbst wuseln wieder hübsch animiert durch die Stadt und verrichten ihre Arbeiten, während man als Stadtvater zusehen kann.

Grand Ages: Rome Grand Ages: Rome An Effekten und Filtern hat man weiterhin nicht gespart, egal ob man nun aus der Zoomperspektive die ganze Karte überblickt oder seinen Untertanen beim Kühe melken zuschaut: Es bietet sich ein grafischer Hochgenuss. Dies geht zuweilen aber zu Lasten der Hardware, weshalb mitunter mit langen Ladezeiten und Rucklern im Mid-Techsegment zu rechnen ist. Weiterhin kämpft das Spiel in der "Schulterkameraperspektive" mit Clippingfehlern an Gebäuden und Hügeln sowie Tearing beim schnellen Scrollen über die Landschaft. Die Detailverliebtheit macht hier aber vieles wieder wett.

Grand Ages: Rome Grand Ages: Rome Am Interface hat man zwar gearbeitet, geändert aber nur weniges. Nach wie vor präsentiert sich uns eine runde Bau-Schnittstelle, die bei Rechtsklick eingeblendet wird und in mehrere sinnvolle Bautypen unterteilt ist. Das erspart ein allzu umfangreiches und damit auch platzeinnehmendes On-Screen Interface und erlaubt eine größtmögliche Sichtfreiheit auf die Karte. Wer die totale Übersicht braucht, kann dazu komplett rauszoomen und somit die Map aus einer allumfassenden Vogelperspektive betrachten, auf der wichtige Ressourcen mit Effekten hervorgehoben werden und somit sein Vorgehen planen.

Grand Ages: Rome Grand Ages: Rome An der Steuerung hat sich, wie zuvor schon erwähnt, vor allem im Bereich Militär viel getan. Während die Handhabung der kleinen Pixelsoldaten um einiges verbessert wurde, harkt es an der Kamerasteuerung leider nach wie vor. Da diese komplett mit der mittleren Maustaste gesteuert wird (Zoom, Perspektive, Höhe), gibt es entsprechend häufig Fehler und falsche Umsetzungen der Befehle, die sich wiederum in hektischen Situationen durchaus spielentscheidend auswirken können. Hektisch wird es in GAR aber glücklicherweise nur selten.

Meinung

Wertung zu Grand Ages: Rome (PC)

Wertung:

7.9 /10
Pro & Contra
tolle Grafiküberarbeitete Soldaten-Steuerungtiefergreifender Militärmodusgenialer Aufbau-Parthohe Anzahl an ProduktionskettenProduktionsstättenForschungselementen und Stadtelementenübersichtliches Zufriedenheitsmanagmentsechs Multiplayer-Modi
Kamerasteuerung hakeligClipping und Tearinglange Ladezeiten und in hohen Einstellungen sehr hohe Anforderungen an die hardwareMultiplayer so gut wie totMilitär nach wie vor irrelevanteinige Übersetzungs- und Tippfehler in den Interfaces
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