Auch die Playstation 3 Version verdient sich den Gold-Award redlich.
Grand Theft Auto IV: Lost & Damned
Insgesamt ist man im Singleplayer-Part maximal 15 Stunden in Liberty City unterwegs. Da wir dabei zusätzlich noch exzellent unterhalten werden, stimmt das Preisleistungsverhältnis zweifellos. Leider ärgert man sich immer noch über die träge Steuerung zu Fuß und die nicht ausgebügelten Grafikfehler wie Pop-Ups, Ruckler und Probleme bei der Schattendarstellung. Dennoch sieht Liberty City nichtsdestotrotz phänomenal aus, weswegen der Grafikstillstand zu verzeihen ist, zumal Rockstar Games einen optionalen Grafik-Filter eingebaut hat, der ein dezentes Rauschen (ähnlich Silent Hill) über den Bildschirm legt. Dadurch wirkt die Stadt irgendwie düsterer und dreckiger. Bleibt eigentlich nur noch zu erwähnen, dass Liberty City von Anfang an frei befahrbar ist und insgesamt 250 neue Gamerscore Punkte zur Verfügung gestellt werden.
Gemeinsam in Liberty City
Grand Theft Auto IV: Lost & Damned
Doch halt, The Lost and the Damned bringt gleichzeitig auch noch eine Reihe neuer Multiplayer-Modi mit ins Spiel, welche die alten Varianten passend erweitern. Natürlich wird die Online-Funktion erneut vom Handy aus aktiviert. In "Lone Wolf" übernimmt ein Spieler die Rolle des einsamen Wolfes. Ziel ist es, diese Rolle so lange wie möglich beizubehalten und derweil Checkpoints abzufahren. Alle weiteren Spieler müssen den Wolf jagen und versuchen ihn vom Motorrad zu schießen oder anderweitig aus dem "virtuellen Leben" zu befördern. Gleichzeitig können auch ganz normale Motorrad-Rennen absolviert werden, während man "Witness Protection" (deu.: Zeugenschutz) zunächst in zwei Teams aufgeteilt wird. Der eine Teil spielt Liberty Citys Sondereinsatzkommando N.O.O.S.E, der andere deren Widersacher der Lost Motorradgang. Ziel der N.O.O.S.E Einheiten ist es, drei Kronzeugen der Staatsanwaltschaft in einem schwer gepanzertem Gefangenentransporter in verschiedenen Polizeirevieren abzuliefern.
Grand Theft Auto IV: Lost & Damned
Einen äußerst interessanten Spielmodus stellt "Own the City" dar. Hier steht die Lost-Bande den Angels of Death gegenüber, beide Fraktionen haben Stadtteile für sich erobert und expandieren nun weiter. Man muss versuchen, die Kontrolle über so viele Teile der Stadt wie möglich zu erlangen. Gebiete werden übernommen, in dem alle dort vorhandenen Rivalen, einschließlich der K.I-gesteuerten Verstärkung des gegnerischen Teams, ausgeschaltet werden. Sein eigenes Gebiet verstärken kann man mit speziellen "Gun Vans", gepanzerten Wägen vollgestopft mit allerlei Waffen, die wiederum von der KI benutzt werden können. Besonders verrückt ist "Chopper vs. Chopper", da dabei ein Motorrad gegen einen Hubschrauber antreten muss. Ihr seht also, The Lost and Damned hat in Sachen Multiplayer ebenfalls einiges zu bieten.
