Lest bei uns den ersten deutschen Test zum wahrscheinlich besten Konsolenspiel des Jahres!
Technisch bleibt alles beim Alten
Grand Theft Auto San Andreas
Wenn wir nun zum Thema Grafik und technische Umsetzung kommen, werden vielen von euch die technischen Mängel des Vorgängers wieder einfallen, denn in dieser Hinsicht hat man ausnahmsweise keinen riesigen Schritt nach vorne gemacht. Das dreidimensionale GTA hat schon immer auf der Renderware Engine basiert, welche auch schon immer ein paar kleine Mankos hatte. Zum einen ist GTA nie gänzlich ruckelfrei und zum anderen fallen manchmal die recht kurze Sichtweite und die gelegentlich langsam erscheinenden Häuserfassaden auf. Dies war in den Vorgängern so, dies ist auch in San Andreas so. Doch hat es die echten Fans der Serie jemals empfindlich gestört? Nein! Wir zumindest konnten auch diesmal mit den gelegentlichen Rucklern und Popups leben, denn wir hatten ja immer im Hinterkopf, was die in die Tage gekommene PS2 bei diesem Spiel so alles leistet - nämlich eine ganze Menge. Es wird schließlich eine ganze Stadt, ja sogar ein ganzer Staat mit tausenden verschiedener Fahrzeuge und Bewohnern simuliert. Zusätzlich werkelt das Spiel im Hintergrund mit einer fast schon unfassbar großen Texturenmenge, Bergen von Sounddaten und elf verschiedenen Radiosendern herum - da darf es schon mal ruckeln, wir drücken auch diesmal gerne ein Auge zu. Vor allem deshalb, weil es trotz der deutlichen größeren Spielwelt überhaupt keine merklichen Ladezeiten mehr gibt. Nur zu Beginn einer Mission oder beim Betreten und Verlassen von Häusern wird kurz nachgeladen, während ihr aber durch die Städte düst, lädt das Spiel ständig im Hintergrund und völlig unauffällig nach. Aber selbst die kleinen optischen Macken der Engine hat man diesmal geschickt durch schmucke Effekte wie wunderschöne Sonnenuntergänge oder regnerisches und nebliges Wetter kaschiert und es gibt genau deshalb auch genügend Momente im Spiel wo ihr einfach nur die schöne Aussicht genießen werdet. Denn die Detailverliebtheit spielt auch diesmal eine sehr große Rolle, ganz besonders in Sachen Texturen: Die wurden nämlich äußerst sorgfältig gestaltet und platziert - von der einfachen Werbetafel bis hin zur haushohen Straßenkunst ist alles dabei und sorgt für die genau richtige Atmosphäre.
Die deutsche PAL-Version verfügt übrigens über keinen 60Hz Modus, wurde aber wie schon Vice City sehr gut an die hiesige Fernsehnorm angepasst. Um eine USK 16 Freigabe zu erlangen, wurden natürlich auch ein paar Dinge geschnitten, unserer Meinung nach aber in sehr gut erträglichen Dimensionen, denn bis auf ein paar extrafiese Tötungs-Animationen wurde alles in Sachen Gewalt und Blut beibehalten. Unserer Meinung nach sogar etwas zu viel, denn allein die Thematik dieses Spiels ist mit Sicherheit nicht für Minderjährige geeignet und wird garantiert wieder für einiges an Gesprächstoff in Sachen Videospiele und Gewalt sorgen. Die Fans der Serie hingegen freuen sich, denn Gerüchte über weggelassene Missionen oder geschnittene Cutscenes haben sich glücklicherweise als schlichtweg falsch erwiesen.
