Wenn Tetris auf Lemmings trifft, kommt eine ungewohnte Kombination heraus, die nicht jedem schmecken wird!
Gu Morning
Sechs Gebiete von der Farm bis zum Vulkan sorgen für optische Abwechslung, wobei das Gameplay aber immer dasselbe bleibt. Was anfänglich auch wirklich einfach ist und aufgrund der geringen Zeit, die man zur Lösung der Aufgabe investiert, volle drei Sterne einbringt, wird schon nach ein bis zwei Duzend Puzzles zur Geduldsprobe. Die Aufgaben werden deutlich schwerer und man muss recht geschickt stapeln, damit Gugu keiner Gefahr ausgesetzt ist. Leider trifft man ihn in der Hektik gerne mal und man muss den Level wiederholen, oder schafft es einfach nicht rechtzeitig, da der junge Hüpfer dann doch zu schnell unterwegs ist. Wer zu flott spielt, überfordert auch die Eingaben. Plötzlich liegen die Steine am Boden, wild und unbedacht gestapelt, weil zu empfindlich gewertet wurde. Nicht selten greift man zur Pause, um sofort die Wiederholung anzuordnen.
Gu Morning
Es kommt aber auch viel aufs Glück an, zum Beispiel welche Steine das Spiel ins Rennen schickt. Eine Vorschau links oben lässt uns noch planen, doch oft entscheiden schon die ersten Blöcke, ob man den Level erfolgreich abschließt oder nicht. Leider verliert jegliche Taktik und Planung dadurch ihren Sinn. Denken wir an Lemmings, so konnte man das scheitern auf die falschen Strategie oder die unzureichende Durchführung schieben. In Gu Morning fehlt aber dieser Einfluss und man muss mit den zufälligen Resultaten leben. Schade, denn dadurch verliert der Titel ein wenig seinen Reiz. Die Mischung aus Tetris und Lemmings geht nicht ganz auf. Dem Titel fehlt es schlicht an Fingerspitzengefühl, was aber nicht heißt, dass man unterwegs nicht auch mal ein paar Runden den Retter mimt und das Küken zum Papa führt.
