Guitar Hero 5 im Gamezone-Test

Test Alexander Winkel

Was geht mit Activision ab? Wir rocken die ganze Nacht! Die Guitar Hero Serie mutiert zum absoluten Partyknaller.

Wer die Herausforderung sucht ...

Guitar Hero 5 Guitar Hero 5 Man könnte sicherlich noch stundenlang über den herrlich unkomplizierten Partymodus schreiben und diesen weiter in den Himmel loben, doch die wahren Gitarrenhelden suchen ab und an auch eine Herausforderung und nicht den spontanen Spaß bei einer ausufernden Fete. Doch "Guitar Hero 5" weiß auch an anderer Stelle zu überzeugen. Mit von der Partie ist wieder ein ausführlicher und dieses Mal elend langer, aber ein nahezu nicht-linearer Karrieremodus. Auf eine stupide Story einer Garagenband, die zum Rockolymp aufsteigen möchte, hat man glücklicherweise vollkommen verzichtet. Zack auf zack stürzt ihr euch mit dem Instrument eurer Wahl auf eine der zum Schluss hin insgesamt vierzehn vorhandenen Bühnen und arbeitet dort die entsprechende Songliste ab. Hier und dort warten einige spezielle Events auf euch, die nicht nur den Alltag ein wenig auflockern, sondern meist die Wahl des Songs euch überlassen. Es handelt sich dabei um keinerlei Bossbattle, sondern normal zu spielende Songs.

Guitar Hero 5 Guitar Hero 5 Der Karrieremodus ist aber - eben wie auch das Partyspiel - sehr ungezwungen und vollkommen unkompliziert gehalten. Er kann im fliegenden Wechsel alleine, zusammen mit Freunden oder gar über das Internet gespielt werden. Für Onlinemusiker gelten die Erfolge auf allen Seiten. Sprich, werden bestimmte Aufgaben und Songs gemeinsam erfüllt, so werden die Highscores und Sterne pro Song auf jedem Konto gutgeschrieben - selbst wenn jeder Mitspieler einen anderen Karrierefortschritt aufzuweisen hat! Errungene Sterne, die wiederum bezogen auf den Highscore vergeben werden, sind von Nöten, um spätere Bühnen und somit Songs im Karrieremodus freizuschalten. Grundsätzlich seid ihr deswegen aber auch nicht auf einen Schwierigkeitsgrad oder gar auf ein Instrument festgenagelt und könnt frei Schnauze jederzeit wechseln oder das Spiel auf euer Können anpassen - der Karriere tut dies ohne Konsequenzen zu tragen keinen Abbruch. Leider geht dies nicht ganz so einfach von statten (vor allem online), als es sich nun anhört, denn ihr müsst aus dem Karrieremenü zurück ihn die Bandauswahl wechseln und nochmals alle Einstellungen für jeden Mitspieler durchziehen.

Import-Songliste Guitar Hero World Tour: “About A Girl (Unplugged) “ – Nirvana “Are You Gonne Go My Way” – Lenny Kravitz “Band On The Run” – Wings “Dammit” – Blink 182 “Demolition Man (Live)” – Sting “Do It Again” – Steely Dan “Everlong” – Foo Fighters “Heartbreaker” – Pat Benatar “Hollywood Nights” – Bob Seger “The Joker” – Steven Miller Band “The Kill” – 30 Seconds To Mars “L’Via L’Viaquez” – The Mars Vaita “Lazzy Eye” – Silversun Pickups “Livin On A Prayer” – Bon Jovi “Love Speads” – The Storm Roses “The Middle” – Jimmy Eat World “Never To Late” – The Answer “No Sleep Till Brooklyn” – Beastie Boys “Obstacle I” – Interpol “One Armed Scissor” – At The Drive In “One Way Or Anaother” – Blondie “Our Truth” – Lacuna Coil “Overkill” – Motörhead “Re-Education Through Labor” – Rise Against “Santera” – Subline “Shiver” – Coldplay “Soul Doubt” – NOFX “Spiderweb” – No Doubt “Stilborn” – Black Lable Society “Stranglehold” – Ted Nugat “Sweet Home Alabama” – Lynyrd Skynyrd “Today” – Smashing Pumpkins “Toy Boy” – Stack In The Sound “Up Around The Band” – Credence Clearwater Revival “You’re Gonna Say Yeah” – Hushpuppies

Die Karriere offenbart aber noch ein weiteres Schmankerl vor allem für Profispieler: Jeder Song wartet zusätzlich mit einer Herausforderung auf, welche euch mit Gold, Platin und Diamant-Scheiben drei unterschiedliche Auszeichnungen einbringen kann. Die Herausforderungen sind pro Song immer auf ein bestimmtes Instrument oder eben auf das Bandspiel festgezurrt und erfordern das Absolvieren von ganz speziellen Aufgaben innerhalb der normalen Performance. Zum Beispiel müsst ihr eine gewisse Anzahl an Noten ohne Fehler spielen, eine bestimmte Menge an Starpower ansammeln bzw. durch Anwendung dieser Highscorepunkte kassieren, als Schlagzeuger eine vorgegebene Zahl an Kick-Pedal Noten spielen oder einen Multiplikator für eine bestimmte Zeit lang halten. Es gibt noch zahlreiche weitere Missionen und jede kann euch bis zu drei weitere Karrieresterne sowie Cheats und zahlreiche freischaltbare Accessoires für den Charaktereditor einbringen. Denn neben Gasstars wie Garbage-Frontfrau Shirley Manson, Matthew Bellamy von Muse, Nirvana-Frontman und tragischer Musiker Kurt Cobain, Johnny Cash und Carlos Santana dürft ihr euch wieder im ausführlichen Editor eigene Rocker sowie individuelle Instrumente zusammenbasteln. Ein besonderes Schmankerl der Xbox 360 Version ist die Integration der Avatare, die zwar je nach Gestaltung etwas fehl auf der Bühne wirken, aber immerhin putzig süß versuchen, den Rocker heraushängen zu lassen.

Zugabe, Zugabe, Zugabe ...

Gestärkt durch den frischen Wind der Herausforderungen, die uns wirklich mächtig viel Laune machten und uns dazu motivierten, einige Songs mehrfach zu starten und herumzuprobieren, auf welchem Schwierigkeitsgrad es für uns machbar war, wurde auch an der Mehrspielerschraube ordentlich gedreht. Unter anderem erfuhr das Bandspiel eine kleine Runderneuerung. Patzende Mitstreiter können nach dem Versagen z. B. wieder zurück auf die Bühne geholt werden. Ein Feature, welches Rock Band Spieler schon lange kennen sowie schätzen und hier durch fehlerfreies Spielen der restlichen Bandmitglieder realisiert wurde. Ebenfalls nicht ganz unbekannt ist der Bonus unter dem Begriff "Bandmomente", welcher bei perfekt gespielten Noten aller Bandmitglieder einen zusätzlichen Multiplikator offeriert und somit satte Punkte verspricht.

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