Die bewährte Spaßformel auf den Pfaden von Brütal Legend: WoR bietet Metal und Spielspaß pur!
Guitar Hero: Warriors of Rock
Doch egal was uns die Story auch suggerieren möchte, ausbaden müssen es letztendlich die Spieler! Daher schnappt man sich kurzerhand einen der acht Recken und begibt sich auf dessen virtuellen Selbstfindungtripp! Jeder Rocker und jede Klampfenbraut offeriert dabei ein persönliches musikalisches Portfolio. Der coole Punker Johnny steht natürlich auf The Offspring, während der geschminkte Lars mit dem Besten von Rammstein, Slipknot und dazu die härtesten Klängen des Spiels von sich gibt. Doch der Weg ist steinig und hart, daher besitzt jeder Warrior of Rock spezielle Superkräfte - die so genannten Machtfähigkeiten. Diese sorgen unter anderem für unglaublich hohe Rekorde dank zusätzlichen Punktemultiplikatoren, andere Avatare wissen das Publikum einzuheizen und erhalten besonders viel Starpower. Die Mächte vereinfachen die Songs, ab der zweiten Hälfte des Abenteuers sorgen sie aber auch für richtig viel Laune. Im wirklich cool inszenierten Bosskampf werden diese gar kombiniert und sorgen bisweilen für einen 36-fachen Multiplikator, erlaubte Fehltritte, Wiederbelebung und machen damit das Finale auch für unerfahrene Spieler interessant!
Guitar Hero: Warriors of Rock
Schrubbel-Könige und Freaks, die "Through the Fire and Flames" quasi im Schlaf runter leiern, dürften nach zwei Abenden mit der Bestie abgerechnet und die Ehre des Halbgott des Rocks wieder hergestellt haben. Mit dem etwas enttäuschenden Abspann - kein exklusiver Song mehr parallel spielbar - ist aber nur die erste Hälfte des Abenteuers gemeistert! Sämtliche Bühnen werden nochmals freigegeben, die Supermächte entflammt und mit geballter Power gilt es nun alle Songs nochmals zu meistern. Hauptaugenmerk auf die gebündelten Supermächte und damit bis zu 40 erreichbare Sterne pro Song (wo vorher meist maximal 7-10 drin waren). Da bleibt vor allem für Erfolg-Sammler und Rekordjäger noch genug zu tun!
Schneller, härter ... besser ...
Guitar Hero: Warriors of Rock
Abgesehen von der wirklich toll inszenierten, insgesamt dann aber doch kurz ausfallenden Story erwartet euch das altbekannte Programm: Bis zu vier Spieler formieren sich mit dem Gitarrist, Bassist, Sänger und Drummer zu eine Möchtigern-Band und schrubbeln bzw. kreischen die Songs der Scheibe hoch und runter. Spielerische Neuerungen werden gute Detektive nur mit der Lupe finden, denn diese beschränken sich auf langgezogenen "leere" Noten beim Bassisten, die mit dem Tremolo herrlich quietschend verzerrt werden können. Spitzfindige Naturen erblicken darüber hinaus einen Zeitbalken, welcher den Fortschritt des Songs offenbart. Ansonsten ruht sich Neversoft auf dem mittlerweile ausgereiften System aus und kehrt musikalisch zu den Wurzeln zurück. Warriors of Rock will gar nicht mit dem Trend der Lehrprogramme mithalten, sondern schlicht Unterhaltung mit harten Klängen und wildem Gesang liefern - die guten klassischen Zeiten der Musik- bzw. Gitarrenspiele eben! Manch einem mag die Innovationslosigkeit vielleicht stören, den Fans dürfte dieser Schritt aber gelegen kommen und freuen sich auf puren Rock.
Quelle: Activision
Guitar Hero: Warriors of Rock
Die Trackliste an über 90 "shredding" Songs hat es tatsächlich in sich und macht dem Meister des Plastikklampfen-Vergewaltigens alle Ehre. Ohne irgendwelche Weichspülermucke wie noch zu "Band Hero"-Zeiten aufzutischen, wird ein breit gefächertes Spektrum an Genres und Songs aus über fünf Jahrzehnten Musikgeschichte offeriert. Wenn Children of Bodom, Avengard Sevenfold, Metallica oder Dragonforce den Metalhammer auspacken, wird eine derart deftige Mischung serviert, dass sensible Ohren unweigerlich die Flucht ergreifen! Wer mit wahren Metal-Hymnen nichts anzufangen weiß, sollte definitiv einen weiten Bogen um diesen Ableger machten und sich lieber "Guitar Hero 5" oder gar die Chart-Schnulzen von "Band Hero" genehmigen. Trotz einer Forcierung auf die harte Gangart wird Abwechslung groß geschrieben und macht "Warriors of Rock" somit zu einem hervorragendem Kompendium der Heavy Metal Geschichte.
Guitar Hero: Warriors of Rock
Die umfangreiche Plattensammlung wird aber nicht nur durch neue Download-Songs und dem altbekannten GH-Tunes angereichert, auch der Import der Vorgänger-Discs ist bis zu einem gewissen Grad möglich. Somit kann die Freundin auf der nächsten Party doch noch zu den Jackson 5 oder Coldplay abgehen. Ärgerlich stößt nur die Tatsache auf, dass man für die bereits gekaufte Spielediscs nochmals einen ordentlichen Obolus für den Download hinblättern muss - vor allem ärgerlich, da Activision dank aktueller In-Game-Werbung auch in Zukunft weiterhin kassieren und verdienen wird!
Rekordjäger und Sammler
Guitar Hero: Warriors of Rock
Zurück zu den Wurzen heißt bei Neversoft auch, dass man den Fans gerecht wird und wieder einen exorbitanten Schwierigkeitsgrad abliefert, zumindest wenn man nicht auf den läppisch einfachen Stufen spielt und die richtigen Songs aussucht. Satte zehn Schwergewichte im Stil von Dragonforce prägen des Berges Spitze, welche nur noch die wenigsten Guitar Heroes auf dem Profilevel erklimmen. Damit der Knoten im Finger wenigstens ein paar Früchte trägt, finden die Rekorde in weltweiten Ranglisten ihre Beachtung. Zahlen über Zahlen finden sich auch im privaten "Gemach" des Spielers: Wie viele Songs wurden gespielt? Was ist das Lieblingsinstrument? Welchen Durchschnittsmultiplikator hat man? Wie viele Stunden oder gar Tage hat man mit Guitar Hero verbracht? Es gibt unzählige Fakten, die zum Teil sogar mit Guitar Hero 5 und Band Hero kombiniert sind!
