Halo: Reach im Gamezone-Test

Test Sandro Odak

Wir waren auf Reach und haben den packenden Untergang des Planeten und der Spartans erlebt. Inklusive Videoreview!

"Willkommen auf Reach"

Halo: Reach Halo: Reach Sonderlich verändert hat sich Halo bestimmt nicht, nach wie vor steckt man in einer futuristischen SPARTAN-Ganzkörperuniform, die einen nicht nur schneller und stärker macht, sondern auch mit einem kleinen Schild beschützt. Zusammen mit unserem Trupp werden wir in einem Dorf in hügligem Gebiet abgesetzt und setzen unsere Reise im Warthog fort. Cool: Diesmal sind die Gebiete und Marschen um einiges lebendiger, schon auf der kurzen Fahrt vom Droppoint zum nächsten Dorf finden sich Sträuße, die durch die wuchernde Flora rennen - aus journalistischen Recherchegründen erschießen wir alle. Im Dorf dann die Überraschung... Die Bewohner verstecken sich, weil feindliche Aktivitäten in der Nähe geortet wurden; wir sollen da für Ruhe sorgen. Doch statt eher unorganisierten Rebellen erwartet uns eine Hand voll Covenant, die aber schnell ausgeschaltet sind. Was die Allianz auf Reach möchte, weshalb sie angreift und vor allem welche geheime Technologie wir schützen sollen, das alles erfährt der Spieler in knappen fünf bis sechs Spielstunden in der Kampagne. Und tatsächlich: Sie schließt die Lücke, die bisher geschichtlich immer offen blieb und beendet (vorerst) das Halo-Franchise.

Halo: Reach Halo: Reach Nach einigem Geballer stellt unser Trupp endlich Kontakt zum Headquarter her, wir können vom Allianz-Angriff berichten. Schnell kristallisiert sich heraus, dass unser Nobleteam eine der stärksten Waffen ist, welche Reach zur Verfügung steht. Vor einer großen Schlacht werden wir losgeschickt, um Antiair-Geschütze auszuschalten. Die Schwertbasis, Ausgangspunkt einiger Einsätze und einer der Standorte des Geheimsdienstes MND auf Reach, wird daraufhin von den Außerirdischen angegriffen. In einer Nacht und Nebel-Aktion sollen wir sie zurückerobern. Witzig: Zur Basis bricht man dadurch direkt zwei mal durch, dadurch dass aber Tageslicht fernbleibt, offenbart sich die Umgebung in einer ganz anderen Atmosphäre.

Halo: Reach Halo: Reach Ein weiterer Höhepunkt der Kampagne folgt fast direkt auf dem Fuße. Um einen feindlichen Angriff abzuwehren, sollen wir ein feindliches Schiff im Orbit zerstören. Um unsere Geheimwaffe einzusetzen, müssen wir im Weltall erst ein wenig aufräumen. Feindliche Banshees und Bomber gilt es in kleinen Raumgleitern abzuballern, erstaunlich agil ist man dabei. Die von vielen erwartete Weltall-Mission ist viel zu schnell vorbei. Schade, denn noch einmal bekommt man nicht die Gelegenheit Schwerkraft vergessen zu machen. Auch im Multiplayer findet sich die Gleiter-Mission nicht wieder, das schreit förmlich nach DLC.

Halo: Reach Halo: Reach Gespannt war ich natürlich auch auf die Flugmission in "Outer Space". Und siehe da, ich war direkt enttäuscht, als ich aus meinem Fluggerät wieder aussteigen musste. Die gewohnt präzise Steuerung setzt sich erstaunlicherweise auch in der Luft fort. Getrübt wurde diese einzigartige Erfahrung nur von meinem Teamkollegen Odak - spielt man die Kampagne kooperativ, sitzt jeder Spieler in einem Gleiter. Dieser ließ es sich einmal mehr nicht nehmen, meinen fliegenden Untersatz mit seinem Bord-MG und einigen großen Raketen zu pulverisieren. Alles was mir blieb, waren die Stille des Vakuums und Gelächter. Obwohl, um eines bin ich ihm dann doch dankbar: Ich durfte den schier atemberaubenden Blick auf den kompletten Planeten erhaschen! Wahnsinn!

Halo: Reach Halo: Reach Der Raumeinsatz soll aber bis zuletzt nicht der letzte bleiben, den man in einem fahrbaren Untersatz erlebt. Zum Schluss hin spielt man gar eine ganze Mission in Falcon-Hubschraubern, mit deren Bordgeschütz man Feinde auf den Dächern New Alexandrias ausschaltet. Generell gilt dabei: Die Steuerung der Fluggeräte ist erstaunlich gut gelungen, in normalen Bodenfahrzeugen aber gibt es die gewohnt schwammige Mixtur aus rechtem und linken Stick, die nur wahre Halo-Freaks lieben können. Nach nunmehr knappen acht Jahren hätte man wirklich über eine Überarbeitung der Fahrzeugsteuerung nachdenken können...

Halo: Reach Halo: Reach Das Ende der Kampagne ist leider so unausweichlich wie fesselnd: Der Planet wird "verglast" und somit fast komplett zerstört. Lediglich eine Geheimwaffe, um die sich später alles drehen wird, kann gerettet und mit der "Pillar of Autumn", einem USNC-Kreuzer ausgeflogen werden... Um was es sich dabei handelt, können sich zumindest Halo: Combat Evolved-Spieler schon denken! Der Rest der Bevölkerung Reachs, immerhin über 700 Millionen Zivilisten und einer der größten militärischen Stützpunkte der Menschen, geht unter - gepaart mit dem wahrlich superben Soundtrack ist das an Emotionalität nicht zu übertreffen!

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