Wir waren auf Reach und haben den packenden Untergang des Planeten und der Spartans erlebt. Inklusive Videoreview!
Halo: Reach
Obwohl sich Halo: Reach wirklich gekonnt in Szene setzt und die Mannen bei Bungie in der Tat Ahnung von dem haben, was sie da erzählen, wirken einige Szenenübergänge versaut. Es nervt etwa, wenn man gerade die totale Überwaffe (Raketenwerfer!) gefunden hat, von einer Cutscene unterbrochen wird, und plötzlich nur noch mit dem Standard-Gewehr rumläuft. Nach der nächsten Cutscene gibt es direkt eine andere Wumme, da switcht das Spiel leider viel zu schnell durch. Das tragische: All das wäre zu verschmerzen, wenn das Spiel es erklären würde. Und dafür reicht wie so oft ein Nebensatz wie "Oh, meine Wumme funktioniert nicht. Nehm ich doch lieber die hier am Boden!" Solche Anschlussfehler sind es, welche die Kampagne in Nuancen trüben, aber in der Gesamtübersicht doch gerne zu verschmerzen sind - immerhin müssen wir Redakteure nur spielen und schreiben, und nicht einen fernen Planeten retten!
Einzelgänger oder Teamplayer?
Halo: Reach
Nach knappen fünf Stunden waren Odak und Stadler mit der Kampagne durch, vom ersten Introvideo bis hin zum epischen Outro ein durchaus packendes Erlebnis. Wer alleine spielt wird vermutlich ein klein wenig länger brauchen, weil man kooperativ immer einen Spawnpunkt hat und das Spiel dadurch nicht dauernd neu geladen werden muss. Aber das hat Kollege Stadler vielleicht schon erzählt... Mit der Gameplay-Erfahrung stürzt man sich von nun an also am besten direkt auf die Mehrspieler-Schlachtfelder, die in unendlich vielen Formen und Variationen nach einem rufen!
Insgesamt 30 Modi gibt es, unterteilt sind sie in 12 Kategorien. Wählt man etwa Showdown aus, hat man immer noch die Wahl zwischen Elite-Showdown (spielt man mit Elites), Showdown-Pro, klassischer Showdown, SWAT (ohne Rüstung. Ein Treffer und man ist tot!) und dem normalen Showdown. Wer es als Host ganz ausgefuchst will, kann sogar Waffen(arten), Respawnzeit und wirklich jeden kleinsten Parameter ändern, man könnte Stunden alleine mit dem Erstellen eines Matches verbringen.
Halo: Reach
Jetzt, so kurz nach dem inoffiziellen Start, sind vor allem Team Slayer und Showdown beliebt, aber auch ein Deathmatch-artiger Modus, in dem Jeder gegen Jeden spielt, erfreut sich vieler Besucher. Noch eher zögerlich sind die Leute bei den Team-Modi mit Zielen. Darin muss ein Team beispielsweise die Basis der anderen einnehmen, was ein wenig an Battlefield erinnert. Natürlich steht einem auf manchen Karten auch der USNC-Fuhrpark bereit, man kann aber auch in Ghosts und Banshees einsteigen und Gegnern damit über den Jordan helfen.
Um den vollen Multiplayer-Umfang einzufangen bräuchte man eigentlich schon ein eigenes Review, weshalb wir uns heute kurz fassen. Er ist, mit einem Wort, episch. Aber eben auch absolut nichts neues. Nach wie vor wird in lustigen, bunten Rüstungen, die der Spieler mit Credits verändern kann, auf den Karten rumgesprungen, Granaten fliegen wild durch die Gegend und wenn man jemanden trifft, wird er danach noch schnell im Vorbeigehen ge-"tea bagged".
Kein Bock auf normalen Multirotz?
Halo: Reach
Wer keine Lust auf die typischen Spielmodi hat, findet in Halo: Reach auch ganz viele verrückte Dinge. Etwa den Zombie-Modus, in dem per Zufall ein Spieler zum Zombie erklärt wird und gegen alle anderen Spieler des Servers antritt. Er muss sie infizieren, gelingt ihm das, spielt der Infizierte nun auch als Zombie. Aus ODST ist der Firefight-Modus schon bekannt, wird jetzt aber sogar noch verbessert. Darin will eine unendliche Anzahl an Wellen aufmuckender Gegner besiegt werden. Euer Ziel ist eine möglichst hohe Wertung, die mit zusätzlichen Multiplikatoren für zum Beispiel Kopfschüsse oder günstig angepappte Plasmagranaten deutlich besser ausfällt. Außerdem kommen die bekannten Schädel zum Einsatz, die das eigentliche Spiel zu Gunsten der Allianz beeinflussen - je weiter ihr voran kommt, umso mehr und heftiger!
Halo: Reach
Mit der vollendeten Kampagne im Rücken schlug Odaks große Stunde: Der Multiplayer stand an. Wurde ich von der Fülle an Variationen und Spielmodi nicht erschlagen, holte das mein Arbeitskollege nach. Zwar hatten wir beide nicht die geringsten Chancen gegen den Abgesandten eines Printmagazins, jedoch suchten und fanden wir immer wieder unsere Chancen auf ein paar Kills. Kleiner Geheimtipp: Spielt mal eine Runde nur mit Golfschlägern - Extrem lustig! Was mir in diesen Sessions besonders ins Auge gesprungen ist, war das hervorragende Balancing. So sieht virtuelle Chancengleichheit in Perfektion aus! Und auch wenn ich nach 5 Stunden intensivsten Multiplayer-Shootouts ziemlich platt war, konnte ich mich nur schwer von meiner Konsole verabschieden. Nicht zuletzt Kalauer wie beispielsweise "Mach ma' SWAT mit One Shot, One Tod" machen diesen Modus für mich unvergesslich!
