Wir waren auf Reach und haben den packenden Untergang des Planeten und der Spartans erlebt. Inklusive Videoreview!
Technisch aufgebohrt, aber doch entfernt von Perfektion
Halo: Reach
Und schon sind wir beim größten Manko der gesamten Halo-Reihe angekommen - der Technik. Halo: Reach basiert nach wie vor auf einer aufgebohrten Halo 3-Engine, die auch in ODST schon zum Einsatz kam. Klar, man hat sie ordentlich aufgebrezelt und holt alles raus, was geht, nichtsdestotrotz hinkt Halo grafisch schon immer etwas zurück. So zweischneidig ist es leider auch diesmal. Zwar ist die Umgebung viel belebter und bewegter, wunderschöne Panoramen grüßen am Horizont, aber das Geschehen im Kampf wirkt leider dennoch nicht ganz zeitgemäß. Mit dem leicht comichaften Auftreten versucht man dem Herr zu werden und allein durch die düstere Optik schafft man eine ganz andere Atmosphäre, man sieht der Engine ihr hohes Alter aber mittlerweile doch an. Das kann man verschmerzen, immerhin ist Halo: Reach der vorerst letzte Teil des Halo-Franchise. Ein kleines Team wird weiterhin bei Bungie arbeiten, um Patches und DLCs zu entwickeln, was die anderen Mitarbeiter solange machen, bleibt vorerst geheim.
Halo: Reach
Was das Spiel grafisch nicht kann, macht der imposante Soundtrack wieder wett. Mit orchestralen Melodien im Ohr kämpft man da verzweifelt gegen einen überstarken Gegner, von dem man schon zu Beginn des Spieles weiß: Er wird gewinnen! Es grenzt an ein Selbstmordkommando und läuft vielleicht sogar darauf hinaus, die musikalische Einfassung macht dies ganz deutlich. Vor allem der Main-Theme, bekannt aus vielen Trailern, ist so gelungen, dass man Martin O'Dunnells Werk direkt als Platte kaufen würde. Ein bisschen gepennt hat man aber bei der Übersetzung der Dialogzeilen. Wenn ich noch einmal einen Protagonisten sagen höre "In dein Gesicht!", werde ich weinen! Sorry, Microsoft Deutschland, aber Zeilen wie "in your face" wirklich Wort für Wort zu übersetzen ist einfach typisch deutsch und der Grund dafür, weshalb man lieber zu einer englischen PEGI-Version greift. Schnitte gibt es natürlich keine.
* Kursive Schrift: Michael Stadler, sonst: Sandro Odak
