Halo: Reach im Gamezone-Test

Test Sandro Odak

Wir waren auf Reach und haben den packenden Untergang des Planeten und der Spartans erlebt. Inklusive Videoreview!

Technisch aufgebohrt, aber doch entfernt von Perfektion

Halo: Reach Halo: Reach Und schon sind wir beim größten Manko der gesamten Halo-Reihe angekommen - der Technik. Halo: Reach basiert nach wie vor auf einer aufgebohrten Halo 3-Engine, die auch in ODST schon zum Einsatz kam. Klar, man hat sie ordentlich aufgebrezelt und holt alles raus, was geht, nichtsdestotrotz hinkt Halo grafisch schon immer etwas zurück. So zweischneidig ist es leider auch diesmal. Zwar ist die Umgebung viel belebter und bewegter, wunderschöne Panoramen grüßen am Horizont, aber das Geschehen im Kampf wirkt leider dennoch nicht ganz zeitgemäß. Mit dem leicht comichaften Auftreten versucht man dem Herr zu werden und allein durch die düstere Optik schafft man eine ganz andere Atmosphäre, man sieht der Engine ihr hohes Alter aber mittlerweile doch an. Das kann man verschmerzen, immerhin ist Halo: Reach der vorerst letzte Teil des Halo-Franchise. Ein kleines Team wird weiterhin bei Bungie arbeiten, um Patches und DLCs zu entwickeln, was die anderen Mitarbeiter solange machen, bleibt vorerst geheim.

Halo: Reach Halo: Reach Was das Spiel grafisch nicht kann, macht der imposante Soundtrack wieder wett. Mit orchestralen Melodien im Ohr kämpft man da verzweifelt gegen einen überstarken Gegner, von dem man schon zu Beginn des Spieles weiß: Er wird gewinnen! Es grenzt an ein Selbstmordkommando und läuft vielleicht sogar darauf hinaus, die musikalische Einfassung macht dies ganz deutlich. Vor allem der Main-Theme, bekannt aus vielen Trailern, ist so gelungen, dass man Martin O'Dunnells Werk direkt als Platte kaufen würde. Ein bisschen gepennt hat man aber bei der Übersetzung der Dialogzeilen. Wenn ich noch einmal einen Protagonisten sagen höre "In dein Gesicht!", werde ich weinen! Sorry, Microsoft Deutschland, aber Zeilen wie "in your face" wirklich Wort für Wort zu übersetzen ist einfach typisch deutsch und der Grund dafür, weshalb man lieber zu einer englischen PEGI-Version greift. Schnitte gibt es natürlich keine.

* Kursive Schrift: Michael Stadler, sonst: Sandro Odak

Meinung

Wertung zu Halo: Reach (X360)

Wertung:

8.6 /10
Pro & Contra
unwahrscheinlich packend inszeniertschließt endlich die Lücke in der Halo-Story und überbrückt die fehlnden Ereignisseemotionaler Soundtrack, der wirlich begeistertkompakt erzählte fünf bis sechs Stunden Spielspaß im Singleplayer, kein Leerlaufmit über 30 Mehrspielermodi so umfangreich wie zwei SpieleFinishing-Moves im Einzel- und MehrspielerKampagne kooperativ spielbar (leider nur zu viert)geniale Weltraum-Mission, davon hätten wir gerne mehr!Multiplayer-Matches werden jetzt allesamt aufgenommen und können im "Kino" angesehen werdenmit dem Forge-Modus ein Multiplayer, in dem man seine Umwelt erst schafft und dann damit aufeinander losgehtunendliche viele Parameter in MP-Sessions
Grafisch kann die Engine langsam aber sicher einfach nicht mehr mithaltenAnschlusfehler nach Cutscenes, nervig!schwammige FahrzeugsteuerungSpielersuche nicht optimal, bisher wartet man einfach zu lange (wird definitiv mit der Zeit und mehr Spielern gefixt)man verliert in den weitläufigen Arealen gerne mal den Überblick und reagiert eher, als das man bewusst steuertÜbersetzung, in dein Gesicht! Argh!gelegentliche Ruckler, auch in der Retailfassungkaum Neuerungen
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