Werden dich die Menschen lieben und anbeten wie einen Gott? Oder würde man dich fürchten? Wie entscheidest du?
Hard to be a God
Schade ist weiterhin der Aufbau von Arkanar. Denn statt einer frei begehbaren Welt erwartet uns eine Map die in viele kleine Areale unterteilt ist. Diese wiederum sind teilweise abgesperrt und nur mit langwierigem Ladebalken erreichbar. Positiv an der ganzen Ladearbeit ist, dass wir uns von jedem Punkt der Karte in eine beliebige Stadt weiter "teleportieren" können, ohne erst den Rest der Welt zu durchlaufen. In den Städten, die wir so bereisen, treffen wir schließlich einige hundert Personen, die wir löblicherweise allesamt ansprechen können. Doch sobald man feststellt, dass viele entweder nichts zu sagen haben oder nicht mit uns reden wollen rückt auch dieses Feature in den Hintergrund, denn viel interessantes erfahren wir von den NPCs nicht.
Technik
Hard to be a God
Graphisch kann der Titel nicht mal annähernd mit vergleichbaren Spielen mithalten. Texturen sehen matschig aus und wirken irreal, Effekte sind während des gesamten Spieles eigentlich kaum auffindbar und auch die Bewegungen wirken sehr ungelenkig und unmenschlich. Einziger Lichtblick, im wahrsten Sinne des Wortes, ist der recht gelungene Tag-Nachtwechsel, der jedoch keine weiteren Auswirkungen auf die Umgebung hat. Bürger sind nachts genauso aktiv und präsent auf der Straße anzutreffen wie tagsüber, egal zu welcher Zeit wir jemanden angreifen, einen taktischen Vorteil haben wir nicht. Dafür wird jedoch unsere Sicht ein klein wenig eingeschränkt und die eh schon matschigen Texturen verschwimmen noch mehr zu einem dunklen Einheitsbrei an Pixeln.
Hard to be a God
Die Vertonung hat man beim russischen Entwickler "Burut" leider total verschlafen, denn aus den Boxen schallt es uns nur auf Englisch entgegen. In Dialogen wurden weiterhin nur die Textstellen der Dialog-Partner vertont, was wir selbst sagen flimmert nur über den Schirm aber nicht aus den Boxen. Die Textpassagen in den Dialogen sind zwar meist recht passend übersetzt, einige Male haben sich jedoch kleinere Unstimmigkeiten gezeigt. Allen voran geht die Meldung "Dieser Körper ist leer", hier hat man wohl "body" mit Körper statt mit Leichnam übersetzt. Musikalisch bekleckert sich Hard to be a God leider auch nicht mit sonderlich viel Ruhm, im Hintergrund dudelt permanent ein recht gleich klingendes Lied, das schon sehr schnell an den Nerven zehrt. Eine sonstige Geräuschkulisse ist eigentlich kaum vorhanden, Wälder sind nicht adäquat vertont und auch in den Städten gibt es kaum passenden Geräuschquellen.
