EA hat DS Spielern ein neues Abenteuer spendiert, das viel zu leicht ausgefallen ist
Technisches
Selbst das Ratespiel fällt für Harry Potter Fans sehr einfach aus
Aufgrund der technischen Möglichkeiten des Nintendo DS wurde für die Darstellung eine Mischung aus 2D und 3D Elementen gewählt, wobei allerdings das Grunddesign der anderen Umsetzungen beibehalten wurde. Die Grafik wurde an verschiedenen Stellen quasi "abfotografiert" und blättert daher ohne Dynamik weiter, sobald ihr mit den Spielfiguren, die in Polygongrafik realisiert wurden, den Bildschirmrand erreicht. Durch die günstig gewählten Perspektiven und einige bewegliche Objekte wirkt die Umgebung aber noch immer lebhaft, daher empfanden wir diese Lösung als angemessen. Angesichts des technischen Fiaskos auf der PSP war dies sicherlich der bessere Weg.
Allerdings stellen die zwar übersichtlichen, aber doch unbeweglichen Bildausschnitte manchmal der Spielbarkeit ein Bein, denn die Übergangspunkte, an denen zum nächsten Bild geblättert wird, wirken oft unbedacht platziert. Hin und wieder kommt es sogar vor, dass man zwischen zwei Bildern "feststeckt". Da mit der geänderten Kameraperspektive eines neuen Raums auch die Laufrichtung angepasst wird, läuft man gelegentlich zwischen zwei Bildern hin und her, obwohl man nur in eine Richtung drückt. Dieser Lapsus wäre vermeidbar gewesen.
Grafisch wie akustisch hat sich EA dennoch wirklich viel Mühe gegeben, den Filmumsetzungen nahe zu kommen, auch wenn es aufgrund mangelnden Speichers keine Sprachausgabe gibt und die Musik über die dudeligen Samplekanäle des NDS generiert wird. Im Vergleich mit den "großen" Versionen für die Heimkonsolen wirkt Hogwarts auf dem DS jedoch geradezu verlassen. Nur selten werdet ihr andere Schüler in den Hallen des Schlosses finden, die wahrscheinlich nur im Spiel gelassen wurden, damit ihr die Möglichkeit zum Duellieren bekommt. Letztere werden im Übrigen in rundenbasierten Kämpfen ausgetragen, die ein wenig an klassische Rollenspiel-Fights erinnern.
