Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 2 im Gamezone-Test

Test Sandro Odak

Im zweiten Teil des letzten Harry Potter Abenteuers stellt man sich dem Dunklen Lord höchstselbst!

Wenn Electronic Arts in den letzten Jahres etwas in den Sand gesetzt hat, dann war es definitiv das Harry Potter Spielefranchise (na ja, und vielleicht diese lächerliche Cut-Version von Bulletstorm... Aber sprechen wir nicht darüber!) Die vormals gut bewerteten Spiele konnten in den beiden letzten Teilen nur mittelmäßige bis schlechte Kritiken einfahren. Nun steht das letzte Spiel im Handel - denn der siebte Teil wurde kurzerhand in zwei Filme und dadurch auch zwei Spiele gesplittet. Wir haben gecheckt, ob man am desaströsen letzten Teil etwas geändert hat.

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 2 Quelle: Ladenzeile.de Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 2 Pünktlich zum achten Film (was wir davon halten, könnt ihr hier nachlesen: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 2 - Filmkritik) spendieren EA und das Studio Bright Light dem Zauberlehrling Harry Potter ein finales Videospiel. Und machen darin einiges besser, als noch in Teil 1: Lächerliche Kinect-Level werden abgeschafft, das Spiel somit zu einem reinem "Third Person Shooter" für Gamespads umgewandelt. Nicht umsonst muss Gears of War häufig für Vergleiche herhalten: Auch in Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 2, das wir fortan ganz gerne mit Harry Potter 7.2 abkürzen würden, hechtet man von einer Deckung zur nächsten und muss versuchen, seine Waffen... Pardon, Zauber, gut getimet einzusetzen.

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 2 Quelle: Ladenzeile.de Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 2 Insgesamt hat Harry bis zu acht davon auf Lager, erlernt sie aber erst im Lauf der Kampagne. Inhaltlich ergibt das eigentlich keinen Sinn, denn im siebten Jahr hat Harry eigentlich schon "ausgelernt", um dem seichten Handlungsverlauf aber wenigstens eine kleine Steigerung zu verpassen, hat man sich dazu entschieden. Und auch sonst haben die Spells nur annähernd etwas mit den Zaubern der Bücher zu tun: Expulso ist eine Art Maschinengewehr, Petrificus Totalus statt einer Körperklammer wie ein Snipergewehr. Expelliarmus ist nicht mehr Harrys "Signature-Move", nicht mal mehr ein Zauberstab-Entreißer, sondern nur noch ein reiner Schildbrecher. Im Prinzip macht der Mix aber Sinn - spielerisch halt, nicht inhaltlich.

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Shooter... Okay. Aber wo ist die Story?

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 2 Quelle: Ladenzeile.de Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 2 Das aus Harry Potter ein reiner Shooter geworden ist, damit kann man leben. Man kann es sogar cool finden, denn endlich kehrt damit auch ein wenig Action in die Zaubererwelt ein, während es in den ersten Spielen eher eine Art Action-Adventure-Rätselspaß war. Traurig aber ist, dass man trotz der einfachen Vorlage keinerlei Story in das Spiel gepackt hat. Wie im ersten Teil fehlen Verknüpfungen zwischen aktuellem Spiel und den Vorgängern und selbst im Verlauf der Geschichte gibt es Sprünge, die ohne das Hintergrundwissen aus Buch und Film einfach nicht erschließbar sind. Warum sind Harry, Hermine und Ron in die Zaubererbank Gringotts eingebrochen? Und was suchen sie in Hogsmead? Der Spieler erfährt es nicht, und einige Szeneriewechsel haben es echt in sich.

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