Haze bietet uns ein fast schon vergessen geglaubtes, recht unkompliziertes und schnelles Gameplay.
Haze
Dafür bietet das Spiel dem Käufer einen kooperativen Modus, der sich entweder mit bis zu vier Spielern online daddeln lässt oder mit zwei vor dem Splitscreen. Das relativiert die kurze Spielzeit etwas, da man Haze gerne noch mal mit einem Freund durchspielt. Ein Online-Multiplayer für bis zu 16 Teilnehmer ist ebenfalls an Bord. Mit Deathmatch, Team-Deathmatch und Teamangriff sind zwar nur drei Varianten vorhanden, dafür dürfen auch Fahrzeuge eingesetzt werden. Spielt man keine Ranglistenspiele kann man sogar Bots hinzuschalten. Es ist sogar möglich nur mit Bots zu spielen. Der Online-Modus läuft überwiegend stabil. Für zwischendurch sind die kurzweiligen Partien gut geeignet, doch schnell wendet man sich wieder den Genre-Größen zu.
Unspektakuläre Technik
Haze
Es fängt schon damit an, dass Haze eigentlich nur eine Auflösung von 576p bietet und die PS3 lediglich hochskaliert. Wenn man von diesem Umstand jedoch nichts weiß, wird man auch nicht unbedingt darauf kommen. Dennoch wirkt die Optik insgesamt recht angestaubt. Die Texturen sind schwammig, besonders spektakuläre Explosionen sind nicht vorhanden und auch Licht- und Schatteneffekte werden kaum genutzt. Dies führt dazu, dass einige Abschnitte schlicht unfertig und leer wirken, was vor allem auf Innenräume zutrifft. Zwar bekommt ihr teils recht hübsche Dschungelabschnitte und einige imposante Bauwerke zu sehen, doch insgesamt wirkt die Optik steril und detailarm. Lediglich die Charaktere sind auf einem aktuellen Niveau, was auch auf die akzeptable Mimik in den Ingame-Sequenzen zutrifft. Die Engine ist unspektakulär, doch dafür hat sie mit nur wenigen Darstellungsproblemen zu kämpfen: Sie läuft stets flüssig, kaum Tearing, keine Clippingfehler und auch das Kantenflimmern hält sich in Grenzen. Zudem sind einige Areale recht groß und die hohe Sichtweite ohne weitreichende Pop-Ups (bis auf einige Auffälligkeiten während der Fahrabschnitte) ist ebenfalls eine Erwähnung wert. Free Radical ging also klar in die Richtung, dass man zwar weniger Effekte, dafür aber eine saubere Grafik wollte.
Haze
Die Hintergrundmusik ist unauffällig, treibt das Geschehen jedoch akzeptabel voran. Die deutsche Sprachausgabe hat ihre guten Momente, vor allem in den Videosequenzen, doch die markigen Sprüche der Soldaten, die übrigens alle die gleiche Synchronstimme verpasst bekamen, wirken oft unfreiwillig komisch, ob gewollt oder nicht, denn den Humor haben die Jungs von Free Radical an einigen Stellen durchaus nicht vergessen. Insgesamt gehört die Synchro jedoch zu den Besseren ihrer Art.
Haze braucht wie viele aktuelle PS3-Spiele eine Installation. Diese dauert knapp acht Minuten und verbraucht 3,8 GB auf der Festplatte. Dafür lädt Haze quasi nur einmal das Spiel. Danach gibt es zwischen den Leveln keine Ladepausen mehr. Nur beim Ableben wird komplett neu geladen, was eigentlich etwas schneller vonstatten gegen müsste. Nach dem einmaligen Laden brauchen die Texturen allerdings einige Sekunden, um sich komplett aufzubauen. Dies passiert nur zu Beginn einer Spielsession.
