Wieder einmal haben die Schweden eine Schippe draufgelegt und den Möglichkeitenreichtum gesteigert.
Diplomatie mit anderen Mitteln
Hearts of Iron 3
Nun aber endlich zur schönsten Nebensache der Welt für jeden Hobbystrategen: Krieg! Wer sich nicht entschließt, nach eigenem Ermessen vorzugehen und beispielsweise schon 1937 einen Angriff auf Österreich und Schweiz zu starten, weil ihm der Sinn gerade danach steht, der wird von zahlreichen Events, ausgestattet mit einem geschichtlichen Hintergrund, an den Scheidewegen der Geschichte vor die Wahl gestellt: Polen angreifen oder verschonen? Ein Bündnis mit Japan schließen oder nicht? Den Hitler-Stalin-Pakt unterzeichnen oder nicht? Heran misst sich, ob man gewillt ist, in die Fußstapfen der tatsächlichen Geschichte zu treten oder eigene Wege zu gehen - die dann mitunter kuriose Blüten treiben. Dass die KI nicht immer gleich reagiert tut dabei sein Übrigens und schafft zahllose unterschiedliche Szenarien und ein fast unerschöpfliches Wiederspielpotential. Auch wenn gesagt sei, dass die Anzahl der Ereignisse stark zurückgegangen ist, mit dem Prequel verglichen.
Hearts of Iron 3
Die Weltkarte, wie bereits angesprochen nunmehr auf beinahe 15000 Provinzen zergliedert, hat eine grafische Kraftspritze erhalten: Die Spielsteine, die die Divisionen symbolisieren, werden bei näherem, stufenlosem Heranzoomen durch wenn auch etwas grobschlächtige 3D-Animationen ersetzt. Selbiges macht auch aus der Provinzansicht eine große, geographisch schön anzusehende Weltkarte, die in verschiedenen Ansichten auch allerlei strategische Relevanz mit sich bringt: Terrains, Wetterlagen, Tageszeiten - nichts sollte bei der Angriffsplanung außer Acht gelassen werden. Jederzeit kann der Zeitfluss reguliert oder gestoppt werden, um durch die Missionsfunktion großangelegte Manöver vorzubereiten, die dann pünktlich losbrechen. Treffen dann an Provinzgrenzen Truppen aufeinander, informiert eine Tafel über Faktoren wie beispielsweise Regen, die den Kampf beeinflussen, sowie den derzeitigen Stand der Dinge, die noch vorhandenen Truppen, deren Moral und vielerlei mehr.
