Mit dem Titel feiern Jak & Daxter ein gelungenes, wenn auch nicht grandioses Comeback auf der PSP.
Jak and Daxter: The Lost Frontier
Im Verlaufe des Spiels trifft Jak immer wieder auf seltsame Statuen, sogenannte Precursor-Götzen, die unseren Helden mit speziellen Eco-Kräften ausstatten. So können wir zum Beispiel die Zeit einfrieren, beziehungsweise mit Überschallgeschwindigkeit bewegen, Raketensprünge ausüben oder auch einen Schutzschild erzeugen, mit dem über tödliche Eco-Lava laufen können. Die interessanteste Spezialfähigkeit ist dabei ein Energieball, den wir wie alle Spezialfähigkeiten, mit dem Drücken der unteren Richtungstaste aktivieren, und durch einen Schuss auf das Zentrum, eine gigantische Explosion hervorrufen, welche nicht nur sich in der Nähe befindliche Gegner erheblichen Schaden zufügt, sondern auch brüchige Wände zerschmettert. An einigen Stellen des Spieles kommt es sogar vor, dass mehrere Superkräfte gleichzeitig oder nacheinander aktiviert werden müssen und die Fähigkeit des Teleportierens, bei der wir unsere Position mit Götzenstatuen tauschen, in manch kniffliges Türschalterrätsel mündet. Neben Superkräften kann zusätzlich Jak's Charakter wie in einem RPG aufgelevelt werden. Dazu bedarf es nur genügend dunklen Eco, welches wir von gekillten Gegnern erhalten und dann von Keira in buntes Eco umgewandelt wird. So können wir Jak entweder mit mehr Gesundheitspillen ausstatten, ihm wirkungsvollere Faustschläge und Fußtritte verpassen oder auch die Einsatz- und Regenerierungszeiten der Eco-Kräfte verlängern, beziehungsweise verkürzen.
Daxter mutiert zum Wer-Wiesel
Jak and Daxter: The Lost Frontier
Auf den Einsatz von Jak als dunklen und bösen Helden werden Fans der Serie diesmal allerdings verzichten, da das Ungleichgewicht zwischen hellen und dunklen Eco, eine Umwandlung nicht ermöglicht. Dafür trifft es allerdings hin und wieder den pelzigen Freund Daxter, der dann wie eine wilde Sau seinem Eco-Rausch freien Lauf lässt. So können wir uns unter anderen in eine Art Tornadozustand verwandeln, der alles von der Platte fegt, was sich uns in den Weg stellt. Zudem werden Spinnentiere des Öfteren als Lückenfüller für Löcher missbraucht oder auch die Batteriepole eines Laserstrahls umgepolt, will man denn spezielle Hindernisse aus dem Wege räumen, um voranzuschreiten. Grundsätzlich sind die vereinzelten Missionen mit Daxter nicht wirklich anspruchsvoll, sondern enden meist in konfuser Haudrauf-Action, Jump'n Run Elemente finden hier überhaupt nicht statt. Das ist wirklich schade, denn gerade die Hüpfpassagen im PSP-Spiel Daxter waren die Highlights des Spiels. Doch dafür bekommen wir diesmal eine fest installierte Kameraführung geboten, die das Geschehen aus einer seitlich-isometrischen Perspektive aufzeigt. Gelegentlich wird das orangefarbene Wiesel übrigens auch seine Fähigkeiten als Saboteur unter Beweis stellen. Während wir mit einem Luftfahrzeug unterwegs sind, können wir Daxter mittels Kreistaste auf andere Flugzeuge schicken, wo er dann die Mechanik mit einer kurzen Tastenabfrage lahmlegt.
Jak and Daxter: The Lost Frontier
Neben den einzelnen Hauptmissionen, die die Story vorantreiben, gibt es zudem einige Sidequest, denen man sich jederzeit nach Lust und Laune widmen kann. So gibt es unter anderen einige Luftfahrtmissionen, bei denen wir Rennen fliegen oder auch eine Art Tontaubenschießen ausüben können, bei dem wir einer Drohne folgen müssen, die dann die einzelnen Zielscheiben abwirft. Selbstverständlich absolviert man solche Wettbewerbe nie allein, die Konkurrenz, vor allem in der Luft, ist groß und die Spitze so dünn, wie die Luft in besonders hohen Gefilden. Geht man als Sieger dieser Wettbewerbe hervor, so wird man wie auch schon in den Spielen mit Jak & Daxter zuvor, mit Precursor-Kugeln belohnt. Mit den Eiförmigen Murmeln, die man auch in besonders guten Verstecken vorfinden wird, lassen sich dann diverse Extras frei schalten. Ihr wolltet Jak schon immer einmal einen Bart verpassen? Kein Problem, ebenso wie die Möglichkeit die Piratenwelt mit einem Western-Szenario zu tauschen.
Abschließender Technik-Check
Jak and Daxter: The Lost Frontier
Wer bereits solch Spiele wie Ratchet & Clank: Size Matters oder auch Daxter auf der PSP gesehen hat, wird mir zustimmen, dass die Messlatte im Science-Fiction-Fantasy Genre in punkto Grafik sehr hoch gelegt wurde. Über die bereits eingangs erwähnten Rendersequenzen, gibt es in punkto Qualität absolut nichts zu kritisieren. Ein wenig anders schaut es dagegen bei der Spielgrafik aus, die speziell in Sachen Konturenschärfe im Vergleich zu oben genannten Spielen ein wenig das Nachsehen hat. Ebenso trifft man vereinzelt auch auf Stellen im Spiel, bei denen die Texturen sehr matschig zu erkennen sind, speziell in den Luftfahrtmissionen, wenn Daxter zum Sabotageakt ansetzt, wird diese deutlich sichtbar. Doch trotz dieser kleinen Defizite haben die Macher von High Impact Games das Duo recht ordentlich auf den Handheld gezaubert. Zum Teil geniale Lichteffekte oder auch die mit viel Liebe zum Detail ausgeschmückten, kuriosen Schauplätze, wie zum Beispiel eine Insel, eine Forschungsanlage oder auch eine Kaserne, sprechen für die positiven Aspekte.
