Jam with the Band im Gamezone-Test

Test Joesie

"Jam with the Band" ist durchaus unterhaltsam. An manchen Punkten hätte jedoch besser gearbeitet werden können.

Goldkehlchen

Jam with the Band Jam with the Band Nach dem ersten Auftritt wird auch der Karaoke Club vorgestellt. Hier kann man eine Stimmanalyse durchführen, oder einfach das Singen üben. Hier kommt das DS-Mikrofon zum Einsatz. Leider muss man sehr laut singen oder sehr nah an das Mikrofon gehen, damit die Stimme überhaupt erkannt wird. Bei Letzterem wird es dann mitunter schwer, den Text des Liedes zu lesen. Während man bei der Stimmanalyse an einem Beispiel-Lied seine Gesangsqualitäten unter Beweis stellt, wird bewertet, welches der Musikgenres am besten zum Sänger passt. Bei mehreren Durchgängen wechselte bei mir jedes mal das Genre. Sonderlich ernst nehmen,sollte man diese Auswertung also eher nicht. Beim "Singen üben" hat man freie Wahl über alle Songs und kann sich somit darauf vorbereiten, dass in späteren Gigs auch der Einsatz der Stimme gefragt wird. Beim Singen wird, in etwa wie bei Singstar, angezeigt, welche Töne man für wie lange halten muss. Hinterher wird dann ausgewertet, wie gut oder schlecht man mit Rhythmus und Tonhöhe mithalten konnte. Außerdem, wird man noch in den Rubriken "Vibrato", Tremolo", "Timbre" und "Stimmlage" bewertet. Leider wird dazu nicht viel erläutert, der Musikunerfahrene wird also diverse Nachschlagewerte zurate ziehen müssen, um zu erfahren, was seine Auswertung eigentlich zu bedeuten hat. Ein positiver Aspekt ist auf jeden Fall, dass beim Singen einen Widerhall gibt, der ein stimmiges Karaoke-Gefühl vermittelt.

Sei kreativ!

Jam with the Band Jam with the Band Nun zum eigentlichen Höhepunkt des Spiels. Im Studio- Menü kann man zwischen dem Einfachen Modus und dem Experten-Modus wählen. Der einfache Modus bietet die Möglichkeit, durch Summen oder das Einspielen auf einer Klaviatur mit dem Touchpen eigene Lieder aufzunehmen. Diese kann man später speichern und sogar mit Freunden austauschen oder per WIFI veröffentlichen. Das Einsummen funktioniert wie vorher beim Singen eher kläglich. Wenn man sich schließlich das Endergebnis anhört, kann es eine große Überraschung geben, weil die Melodie fast nicht damit übereinstimmt, was man eigentlich aufgenommen hat.. Teilweise wurden die Noten nicht übertragen (wahrscheinlich weil das Mikrofon die Stimme wieder nicht erkannt hat), an anderen Stellen tauchen Noten auf, die man nicht gesungen hat, andere wurden zu oft verdoppelt. Und das bei einem einfachen "Testsummen" zu "La-le-lu". Summen funktioniert also sehr schlecht. Wenn man die Melodie allerdings per "Lalala" nachsingt, klappt es ein klein wenig besser, zwar hapert es hier an den Übergängen, dafür gibt es keine Aussetzer.

Jam with the Band Jam with the Band Wenn das Lied fertig ist, kann man es entweder so abspeichern, wie es ist, oder eine automatische Begleitmusik generieren lassen, die es entsprechend der verschiedenen Musikgenres zur Auswahl gibt. Wähle ich "Ballade" zu meinem La-le-lu aus, passt das ganz gut. Die Auswahl an verschiedenen Genres könnte etwas größer ausfallen, damit man eine breitete Palette hat. Es ist aber eine ganz putzige Spielerei, die an der einen oder anderen Stelle allerdings sehr schief klingt. Eine höhere Treffsicherheit hat man da bei der Klaviatur. Hier berührt man mit dem Touchpen die einzelnen Tasten. Es ist nicht möglich, zwei oder mehrere Tasten gleichzeitig zu spielen, was sehr schade ist, so ist auch die hier kreierte Musik ein eher eintöniges Unterfangen. Im Expertenmodus sieht das schon etwas anders aus. Hier sind Menschen mit Musikverständnis gefragt. Der Expertenmodus erlaubt es, bis zu 8 Spuren gleichzeitig aufzunehmen, allerdings muss man dafür, die Noten direkt mit dem Touchpen aufs Blatt ziehen. Man kann für jede Spur ein anderes Instrument auswählen und auch, ob man einzelne Noten spielt, oder Akkorde. Für Spieler, die weder Noten lesen können, noch ein Instrument beherrschen, ist dies weniger interessant, bzw. sehr kompliziert. Für Spieler, die ein Tool zum Kreieren von Musik möchten, quasi die Zielgruppe des Expertenmodus, ist es allerdings auch eher ungeeignet, weil sich damit nichts ordentliches anstellen lässt. Fürs Kreieren eines netten Liedchens im Midi-Stil reicht es allemal, dafür ist allerdings der Aufwand schon beinahe wieder zu groß.

Meinung

Wertung zu Jam with the Band (NDS)

Wertung:

5.5 /10
Pro & Contra
schöner Karaoke-Effekt beim Singen50 weitere Songs als Downloadeigene Songs können gespeichert und mit anderen ausgetauscht werdenSpaßiger Mehrspieler-Modus
schlechter Soundzu schwierige Steuerung beim Spielen der Songsfrustrierender KarrieremodusMikrofon erkennt Stimme schlechtwenige Musikgenres zur Auswahl
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 08/2026 PCGH Magazin 08/2026 play5 08/2026 N-Zone 08/2026 Linux Magazin 08/2026 LinuxUser 08/2026 Raspberry Pi Geek 09/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk