Jam with the Band im Gamezone-Test

Test Joesie

"Jam with the Band" ist durchaus unterhaltsam. An manchen Punkten hätte jedoch besser gearbeitet werden können.

Spiele wie "Guitar Hero" haben es vorgemacht, Musikspiele können auch auf dem Nintendo DS begeistern, obwohl sie den technischen Grenzen des DS unterliegen. "Jam with the Band" ist ein neuer Vertreter des Genres, der sich dadurch auszeichnen soll, den Spieler nicht nur durch Minispiele in seinen Bann zu ziehen,sondern ihm auch die Möglichkeit zu geben, Freiheit und Kreativität beim Erschaffen neuer Musik zu erleben, zu singen, und sogar mit anderen Spielern zusammen zu musizieren.

So geht es los:

Jam with the Band Jam with the Band Man betritt GB Music, ein ehemaliges Geschäft für Instrumente, das sich nun zum Treffpunkt für Musiker und Musikliebhaber aller Art gemausert hat. Drinnen begegnet man Barbara The Bat, der Chefin von GB Music. Eine nicht besonders freundliche junge Dame, die einem jedoch mit Rat und Tat zur Seite steht, um die neue Musiker-Karriere schnellstmöglich in erfolgreiche Bahnen zu lenken. Um gleich durch zu starten, muss man sich als Mitglied bei GB Music anmelden und sein persönliches Profil erstellen. Dafür sucht man sich einen eigenen Künstlernamen und unterschreibt auf dem Touchscreen. Für spätere Aktivitäten mit anderen Spielern über die WIFI-Connection wird man darauf hingewiesen, sich nicht mit allzu persönlichen Daten dort zu verewigen. Danach wird man sofort für den ersten Test-Auftritt auf die Bühne geschickt.

Lampenfieber?

Jam with the Band Jam with the Band Der erste Song ist noch im leichtesten Modus. Das heißt, es gilt sich nur auf einen Knopf zu konzentrieren. Indem du im üblichen Guitar Hero-Stil die angezeigten Knöpfe über der laufenden Musikspur drückst, spielst du dich durch die rund 50 Songs, die mitgeliefert werden. Weitere 50 Songs können kostenlos über die WIFI heruntergeladen werden. Wenn du ein Lied durchgespielt hast, wird dein Rang bewertet. Bei späteren Auftritten gibt es bis zu drei Zugaben, die ebenfalls gespielt werden müssen, um den Auftritt zur vollen Zufriedenheit deiner Chefin abzuschließen. Die Songs sind leider ein wenig enttäuschend. Während die Musikwahl recht bunt von Oldies über Klassik-Stücke bis hin zu aktuellen Popsongs durcheinander gewürfelt ist, um sicher zustellen, das für jeden etwas dabei ist, erinnert der Sound jedoch leider stark an polyphone Klingeltöne. Da wäre sicher mehr drin gewesen. Auch,wenn die Steuerung einfach zu verstehen ist, sind die Auftritte teilweise doch etwas zu schwierig zu meistern und dadurch demotivierend. Wer ein Lied gut kennt, hat in jedem Fall bessere Chancen, es auch tatsächlich zu schaffen,wenn auch an der einen oder anderen Stelle manche Töne etwas überraschend angelegt sind.

Jam with the Band Jam with the Band Völlig verwirrend wird es, wenn man ein Lied überhaupt nicht kennt. Da kann es schon ein Weile dauern, bis man es wirklich ausgetüftelt hat. Nur ärgerlich, dass das bei einem Auftritt auch erst die dritte Zugabe sein kann. Läuft der erste Auftritt gut und man erhält einen höheren Rang, kann die dritte Zugabe kniffelig werden und im Falle des Scheiterns dafür sorgen, dass man den kompletten Auftritt wiederholen muss. Hier wäre die Möglichkeit, einfach das Lied, an dem man gescheitert ist, zu wiederholen, sinnvoller und weniger frustrierend gewesen. Der Karrieremodus, in dem man nur weiter kommt, in dem man Auftritte mitsamt der drei Zugaben erfolgreich beendet, ist einfach zu anstrengend und wird erst nach langem Üben und Einstudieren auf die Dauer machbar. Das ist es fraglich, ob man mit diesem Spiel genug Leute für eine Jam-Session zusammen bekommt.

Komm spielen!

Jam with the Band Jam with the Band Im Menü "Spielen" im Shop entscheidet man sich, ob man "Allein Spielen" oder eine "Jam Session" abhalten möchte. Allein zu spielen unterscheidet sich nur in wenigen Punkten von Spielen bei einem Auftritt. Man wählt ein Level aus, das man sich zutraut und anschließend das Lied, welches man spielen und welchen Part man darin spielen möchte. Im Anschluss erhält man von Barbara The Bat ein paar Informationen über das Instrument, das man sich ausgesucht hat, die man auch später im Lexikon nachschlagen kann. Zum Üben für die späteren Auftritte ist es hier also ganz nett. Weiter im Menü kann man sich für "Jam-Sessions" mit weiteren Spielern, entweder über den DS oder auch über die Wii anmelden. Eine weitere ganz schöne Option ist hier der Soundcheck. Hier kann man aus 51 verschiedenen Instrumenten auswählen, ob man sie auf einer Klaviatur, Gitarrensaiten oder ganz normal mit den DS-Knöpfen spielen möchte und kann dann einfach tun und lassen,was Spaß macht. Ein angenehmer Zeitvertreib, um ein bisschen vor sich hin zu klimpern. Leider ist ein großer Teil der Instrumente sound-technisch ziemlich missraten.

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