James Bond 007: Blood Stone im Gamezone-Test

Test Michael Sosinka

Mehr als gelungene Fahrsequenzen, etwas generische Schußwechsel ohne Highlights und eine sehr kurze Spielzeit.

Bizarre Creations ist vor allem für seine hervorragenden Rennspiele bekannt. Zuletzt veröffentlichten die Entwickler Project Gotham Racing 4 (damals noch für Microsoft) und in diesem Jahr Blur für den neuen Eigentümer Activision. Mit James Bond: Blood Stone wagt sich Bizarre Creations nun in den Bereich der Third Person Shooter. Ob dieses Unterfangen gelungen ist?

Die Lizenz zum Töten...und zum Fahren

James Bond 007: Blood Stone James Bond 007: Blood Stone Erzählt wird eine typische Bond-Story, die mit einem Bösewicht aufwartet, der mal wieder die Weltordnung bedroht. Superagent James Bond muss da natürlich möglichst schnell intervenieren. Obwohl erzählerisch eher Standardkost geboten wird, trotz der einen oder anderen durchaus interessanten Wendung, sind es vor allem die bekannten Schauspieler wie Daniel Craig und Judy Dench, die dem Spiel das passende Bond-Flair verschaffen. Zudem ist auch Sängerin Joss Stone als Bond-Girl dabei, die auch den Titelsong zum stylischen Intro singt. Leider wirken die viele Zwischensequenzen auf der anderen Seite nicht besonders glaubwürdig. Das liegt vor allem an der steifen Mimik der Charaktere, die dadurch extrem hölzern wirken. Mittlerweile ist man viel besseres gewohnt.

Empfohlener redaktioneller Inhalt [EMBED_URL] An dieser Stelle findest du externe Inhalte von [PLATTFORM]. Zum Schutz deiner persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn du dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigst: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Externe Inhalte Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

James Bond 007: Blood Stone James Bond 007: Blood Stone Den Third Person Shooter-Teil, der rund 80 Prozent des Spiels ausmacht, kann man im Prinzip mit einem Wort beschreiben: Grundsolide: Auch wenn es spielerisch keine großen Highlights gibt, läuft die Action flüssig und sehr gut spielbar über den Bildschirm. Mit dabei ist ein funktionierendes Deckungssystem, das man nicht nur dazu benutzen kann, um gezielt und blind daraus zu schießen, sondern sich auch den Stealth-Elementen hinzugeben. Blood Stome lässt uns vielerorts die Wahl, ob wir uns durch die Terroristen schießen oder im Stile eines Sam Fishers agieren. So kann sich James Bond an den Feind heranschleichen, ihn über die Deckung ziehen und grundsätzlich lautlos ausschalten. Wenn es aber dann doch zum Schusswechsel kommt, freut man sich über das intuitive Deckungssystem und die präzise Steuerung samt leichtem Auto-Aim. Und wenn uns ein Kollege Mal zu nah kommt, schalten wir ihn im Nahkampf mit einem Takedown aus, der situationsbedingt immer wieder anders aussieht, jedoch ähnlich simpel wie bei dem Bourne Komplott ausfällt. Man muss also lediglich eine Taste drücken, was ein wenig zu übermächtig wirkt.

Ohne meine Smartphone läuft nichts

James Bond 007: Blood Stone James Bond 007: Blood Stone James Bond verschlägt es an viele Orte der Welt: Das nächtliche Monaco samt Kasino, Istanbul, Bangkok, Sibirien usw., hier wird jede Menge Abwechslung geboten, im Gegensatz zum eigentlichen Spielverlauf. Dennoch kommt kaum Langeweile auf, da uns durchweg rasante Action geboten wird. Bond trägt übrigens maximal zwei Waffen bei sich, die jedoch bei Gelegenheit gewechselt werden können. Ab und zu bewegt man sich jedoch gewaltfrei durch die Missionen, um zum Beispiel wichtige Daten mit dem Smartphone zu sammeln. Mit dem schicken Telefon hacken wir allerdings nicht nur Computer und Kameras, es ist auch dazu gedacht, um geheime Sammelgegenstände zu suchen. Immer wenn eines davon in der Nähe ist, wird am Bildschirm angezeigt, dass wir doch bitte in den speziellen Sichtmodus des Handys schalten sollen.

James Bond 007: Blood Stone James Bond 007: Blood Stone Ist dies geschehen, erblicken wir so ziemlich alle wichtigen Informationen, die nötig zum Überleben sind. So ist es sogar möglich, durch Wände zu schauen, um heraus zu finden wie viele Gegner sich dahinter aufhalten und welche Waffen sie tragen. Zudem werden praktischerweise explosive Gegenstände markiert, ebenso wie der nächste Wegpunkt. Feinde lassen sich demnach also leicht erspähen, was das Spiel nicht gerade schwerer macht. Immerhin verhalten sich unsere Kontrahenten einigermaßen clever: Sie gehen in Deckung und versuchen uns manchmal sogar zu flankieren. Zu oft Rennen sie jedoch in den Tod, während der gute James hinter der Ecke lauert, um einen tödlichen Takedown anzubringen. Da wir schon bei den vielen Erleichterungen im Gameplay sind: Durch im Nahkampf besiegte Feinde kann man sich bis zu drei Fokus-Attacken verdienen, mit denen man drei Opponenten zielgenau innerhalb von Sekunden ausschalten kann, ohne großartig dafür etwas zu tun. Ein ähnliches System kam schon bei Splinter Cell: Conviction zum Einsatz.

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 07/2026 PCGH Magazin 08/2026 play5 08/2026 N-Zone 07/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk