Wer auf vibrierende Motoren, treibende Rhythmen und stinkenden Gummi steht, der kommt um Juiced nicht herum.
Grafik & Sound
Was uns Juiced auf dem Schirm präsentiert bietet vor allen Dingen eins, nämlich jede Menge Geschwindigkeit. Bereits wenn wir den ersten Gang Hochbeschleunigen, verengt sich unser Sichtfeld und die Autos scheinen wie am Gummiband gezogen nach Vorne zu schnellen. Je schneller wir dann werden, desto mehr versinkt das Geschehen rund um uns herum in einer sehr gelungenen Bewegungsunschärfe, die einen tatsächlich glauben lässt mit über 200 Sachen durch die Stadt zu fetzen. Zünden wir zusätzlich noch den Nitro, steht dem Tunnelblick nichts mehr im Wege.
Die Umgebung
Vom Detailgrad aber kommt Juiced nicht ganz an die Tuningkonkurrenz heran, wobei die Betonung auf "nicht ganz" liegt. Denn das Gezeigte muss sich keineswegs verstecken und besonders die Autos selbst sind sehr gelungen. Derweil muss sich auch das gezeigte Umfeld nicht verstecken, das durchaus gelungen ist und uns Flugzeuge am Himmel ebenso bietet wie Hubschrauber und jubelnde Zuschauer neben der Strecke, uns lediglich nicht ganz so viele Details bietet wie die angesprochene Konkurrenz, dafür einen Geschwindigkeitseindruck der wirklich für nasse Hände sorgen kann.
Die Soundkulisse hingegen fiel spitzenmäßig aus und stellt das i-Tüpfelchen auf dem Juiced-Geschwindigkeitsrausch dar. Nur selten gibt es eine so gelungene Kombination aus aggressiven Motorensounds und treibenden Musikstücken zu hören. So kostet man die drei Sekunden vor dem Start bereits voll aus, um den Subwoofer an seine Grenzen zu treiben und im Moment des Starts dann bereits im roten Bereich des Drehzahlmessers zu sein, auf dass uns die Bassrhythmen zu neuen Höchstleistungen antreiben.
Online & Multiplayer
Auch für den Spaß mit mehreren Spielern ist Juiced bestens ausgestattet. So können wir im lokalen LAN ebenso Rennen mit maximal sechs Spielern gleichzeitig austragen wie auch über das Internet, wozu das Gamespy-Tool integriert wurde. Dies funktioniert im Grunde auch ganz gut, allerdings wurde es wie üblich auf die schlampige Art und Weise ins Programm integriert. Denn wer Sonderzeichen in seinem verdeckt angezeigtem Passwort verwendet, wird dank des amerikanischen Tastaturlayouts ziemliche Schwierigkeiten bekommen, denn die Sonderzeichen liegen nicht dort wo sie hingehören.
Umso schöner, dass wir einzelne, völlig frei gestaltete Rennen ebenso online austragen können wie unsere Karriere fortführen. Ähnlich wie in Forza nämlich dürfen wir unsere Karriere-Rennen um die wichtigen Respekt-Punkte auch online fahren, ebenso wie die mehr als spannenden Duelle, bei denen man auch online um den eigenen Wagen spielt. Allerdings sollte man nur mit Autos die in ihrer Klasse maximal aufgetunt sind online antreten, da man ansonsten schon verloren hat. Denn die Fahrzeuge die wir bereits offline aufgerüstet haben, dürfen wir auch online verwenden. Dabei spielt die reine Motorleistung weniger eine Rolle als der zur Verfügung stehende Nitro. Denn mit einem Fahrzeug ohne Nitro anzutreten, egal wie weit es aufgemotzt wurde, hat nur wenig Sinn. So kommt es, das man online nur in den Klassen eine Chance hat die man offline bereits kräftig aufgerüstet hat. Zwar kann man durchaus an solchen Rennen teilnehmen, die machen einen aber schneller arm als man den Gang einlegen kann.
