Just Cause 2 im Gamezone-Test

Test Goreminister

Topagent Rodriguez ist zurück, veranstaltet ordentlich Ramba- zamba auf Panau und kann dabei in großem Maße überzeugen.

Eine Steuerung die erlernt werden muss

Just Cause 2 Just Cause 2 Die erste halbe Stunde ist sichtlich behäbig, weil die überladenen Steuerung erst einmal entsprechend studiert werden muss. Jeder Button auf dem Pad wird ausgereizt und findet Verwendung in vielerlei Hinsicht. So muss man unterscheiden, ob man zu Fuß oder in einem Vehikel unterwegs ist, da sich die Steuerung je nach dem in kleinen Teilen voneinander unterscheidet und entsprechende Optionen bietet. Hat man aber erst einmal die sogenannte "Einarbeitungsphase" überwunden, dann schwingt man sich schon bald, und vielleicht sogar wesentlich eleganter als in Bionic Commando, durch den Dschungel und die anderen Gebiete Panaus. Kommt es zu Auseinandersetzungen mit den Militär muss man sich zusätzlich an die etwas schwammige Zielerfassung gewöhnen, da diese quasi "halbautomatisch" funktioniert. Das Fadenkreuz richtet sich zwar auf den entsprechenden Gegner aus, visiert diesen aber nicht fest an, so dass man in schneller Bewegung manchmal Probleme hat, den Feind exakt zu erfassen. Dieser Umstand ist nicht gerade schön, fällt aber nicht so schwer ins Gewicht, da die KI der Feinde praktisch unterirdisch ist und diese mit etwas Geschick keine größere Gefahr darstellen.

Die Ein-Mann-Armee und ihre Hilfsmittel

Just Cause 2 Just Cause 2 Wer sich über die Insel bewegen möchte, der benötigt natürlich einen entsprechenden, fahrbaren Untersatz und auch in dieser Beziehung bietet Just Cause 2 ganz großes Kino. Über 100 Fahrzeuge stehen zur Verfügung, so dass man zu Land, zu Wasser und in der Luft zuschlagen und sich fortbewegen kann. Angefangen von einem kleinen Roller, den man einem einheimischen Dorfbauern klaut bis hin zum schwerbewaffneten Kampfhelikopter bietet das Spiel eine riesige Palette unterschiedlichster Fahrzeuge. Roller, Autos, Fischkutter, Panzerwagen, Schnellboote, Sportwagen, Kampfjets- und Helikopter laden dazu ein, fröhlich herumzuexperimentieren, um Panau zu erkunden. Wer jedoch keine Lust darauf hat, minutenlang in einem Auto oder sonstigen Gefährt von einer zur anderen Mission zu düsen, der kann jederzeit den "Exfiltrationsservice" anfordern. Dieser befördert Rico schnell von einem zum anderen Ort, doch müssen diese Orte zuvor erst entdeckt werden, bevor man sie mittels Lufttaxi ansteuern kann.

Just Cause 2 Just Cause 2 Und womit sorgt man am besten für Chaos? Natürlich mit jeder Menge Sprengstoff, Kanonen, Granaten, Knarren und sonstigem Kriegsgerät. Selbstverständlich kann man einen schwerbewaffneten Kampfhelikopter kapern und seiner Zerstörungswut über einer gegnerischen Basis freien Lauf lassen. Man kann aber auch versuchen möglichst unbemerkt einzudringen, um an den richtigen Stellen entsprechende Sprengsätze zu platzieren, damit der Laden anschließend in die Luft fliegt. Das Militär hält man sich dabei mit einer üppigen Auswahl an Handfeuerwaffen vom Leib und schickt diese gleich reihenweise über den Jordan. Mit Intelligenz sind die Truppen Panays aber leider nicht sonderlich gesegnet und bestechen vielmehr durch ihr zahlreiches Auftreten. Da das ganze Gameplay jedoch ohnehin wenig mit Realismus zu tun hat und eindeutig auf rasante Action setzt, sollte dies nicht wirklich stören. Die besagte Action wurde aber vortrefflich inszeniert und bietet die ein oder andere äußerst spektakuläre Szene.

Just Cause 2 Just Cause 2 Wer auf zusätzliche Waffen und Fahrzeuge zurückgreifen und diese nicht erst erobern möchte, der kann den Schwarzmarkt-Händler bemühen, damit dieser für Nachschub sorgt. Praktischer Weise kann man den Waffenhändler an jedem Fleck der Insel anfordern und bekommt sogleich entsprechende Ausrüstung geliefert. Natürlich nur, wenn ihr genügend Bares zur Verfügung habt und die gewünschten Objekte mit Hilfe der angesprochenen Chaospunkte bereits frei geschaltet wurden. Und weil Waffen in ihrer Standardausstattung nur halb so spaßig sind wie modifiziertes Mordwerkzeug, kann man alle Waffen und Fahrzeuge entsprechend upgraden. Dazu sollte man sich auf die Suche nach den Upgrade-Kisten begeben die überall auf der Insel verstreut wurden und die Eigenschaften der Waffen und Fahrzeuge entscheidend verbessern können. Auch sorgen diese Kisten dafür, dass wir mehr Energie erhalten, denn in bester Zelda-Manier gibt es diverse Rüstungskisten, so dass man nach dem einsammeln von fünf solcher Kisten mehr Lebensenergie spendiert bekommt. Sammelwütige kommen hierbei in jedem Fall auf ihre Kosten und auch wenn man das komplette Spiel absolviert hat man sicherlich noch lange nicht alle Gegenstände eingesammelt, geschweige denn zu Gesicht bekommen.

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