Es ist wieder Zeit für Superhelden, denn eine Reihe böser Buben treibt in Metropolis sein Unwesen, und du musst sie aufhalten.
Metropolis aus der Vogelperspektive
Justice League Heroes
Wer in die virtuelle Haut der bekannten Superhelden schlüpfen mag, wird fortan die Welt von oben betrachten können. Die Justice League Heroes gewähren euch eine astreine Iso-Ansicht, welche aber zu keiner Zeit unübersichtlich zu werden scheint. Ihr wisst immer genau wo ihr seid, habt einen guten Überblick und Gegner lassen sich trotz der anderen Ansicht immer rechtzeitig ausmachen. Die dabei zum Vorschein kommende Umgebungen, angefangen bei Straßenschluchten über U-Bahn-Schächte oder das innere einer Bienenwabe sowie verschiedenen Fabrikgebäuden, können sich sehen lassen. Zwar wenig detailreich und gesamt eher grob strukturiert, muss sich die Optik dennoch nicht verstecken. Saubere Texturen geben sich ein Stelldichein mit glücklicherweise nicht vorhandenen bzw. nur sehr geringen Grafikfehlern und/oder Blitzern. Einzig die PlayStation 2 Version liefert partiell auftretende und klar erkennbare Pop Ups, die sich allerdings in Grenzen halten. Dem ganzen Auftritt hätte vielleicht ein wenig mehr Farbe gut getan, da vieles doch in einem einheitlichen eher grau/braun/trüben Outfit gehalten worden ist, dass nur gelegentlich mit ein paar frischen Farbklecksen aufgehellt worden ist. Aber dafür ist es in sich recht glatt gestrickt und liefert keinen nennenswerten Grund zu meckern.
Gleiches gilt auch für die Animationen der Figuren als auch die vorhandenen Effekte. Je nach Superheld marschieren bzw. fliegen die Kollegen recht flüssig über den Bildschirm, wobei sie jederzeit auch auf ihre Kräfte als auch schlagenden Argumente zurückgreifen können. Dabei stellt sich die Handhabung als überaus einfach dar, da z.B. die einfachen Haudrauf-Attacken per einfachem Tastendruck sofort zur Verfügung stehen. Die stete Wiederholung - was am Ende als Button Smashing erscheint - schickt die Gegner recht schnell und ohne Umschweife über den virtuellen Jordan. Vorhandene und damit ausführbare Kombo-Möglichkeiten, wenn auch nur im geringen Umfang, mildern den Eindruck des Tastenhämmerns allerdings relativ gut ab.
Justice League Heroes
Hübsch anzusehen sind auch die verschiedenen Extra-Aktionen, welche mit den Helden ausgeführt werden können. So glänzt Supermans Eisatem mit kleinen blauen Kristallen in weiß gefärbtem Wind und Zatannas Feuerkugeln glühen herrlich rot und wechseln sich mit gelb ab. Auch die verschiedenen Schläge sind mit passenden Lichteffekten garniert und geben so der Szenerie ein Stück mehr Lebendigkeit, womit auch der eher grau/braun anmutende Gesamteindruck einen netten Anstrich erhält. Witzig sind auch die Möglichkeiten mit den jeweiligen unterschiedliche Gegenstände, z.B. Laternenpfähle, Autos, Parkbänke & Co. aufzuheben. Selbige lassen sich dann als Waffe, wahlweise auch Wurfgeschoss, missbrauchen. Das Verwenden von Gegenständen als auch der Einsatz von Attacken und Spezialmoves geht dabei einfach und intuitiv von der Hand. Die Belegung der gegebenen Möglichkeiten ist logisch und vor allem eingängig ausgefallen und gilt für beide Versionen gleichermaßen. Und angemerkt sei auch, dass die Entwickler durchaus kreative Ideen in Sachen Gegnerdesign hatten. Recht abwechslungsreich huschen die Widersacher über die Mattscheibe und verfügen dabei gleichfalls über unterschiedliche Waffen. So setzen sich einige finstere Burschen lediglich mit Faustschlägen und Tritten zur Wehr, während andere Laserkanonen oder gar Flammenwerfer einsetzen.
Deutsch oder Englisch oder was denn nun?
Justice League Heroes
Wer sich einmal mehr als Held beweisen möchte, muss sich zu Beginn nicht nur die Frage nach dem System stellen, stehen ja immerhin PlayStation 2 als auch Xbox zur Wahl. Ihr solltet euch auch selbst überprüfen, wie gut oder auch nicht gut eure Englischkenntnisse sind. Schulenglisch reicht im Zweifelsfall grundlegend aus, auch wenn an dieser Stelle die Frage gestellt werden muss, warum PlayStation 2 Spieler eine durchaus gut in Deutsch synchronisierte Fassung spendiert bekommen haben, Xbox Spieler hingegen beweisen müssen, was sie während dem Englischunterricht gelernt haben? In beiden Fällen kann der Sprachausgabe allerdings kein Vorwurf gemacht werden: Die Dialoge sind eingängig, verraten immer wieder ein Stückchen über die Geschichte und sie sind leicht zu verstehen. Verschiedene Stimmen und auch vorhandenen Nuancen verleihen den Charakteren Individualität, so dass dem Spiel ein relativ gute Atmosphäre verpasst wird. Hinsichtlich der Umgebungs- als auch den Kampfgeräuschen sowie die Intonation der Gegnerarten gibt es nichts auszusetzen. Zwar wiederholen sich die Sounds mit der Zeit und geraten damit eher in den Hintergrund als das sie auffrischend zur Action beitragen, aber die Geräuschkulisse nervt wenigstens nicht, und das ist schon einmal ein großer Vorteil.
