Du kannst singen? Du kannst tanzen? Nun ist es an der Zeit zu beweisen, dass du auch beides gleichzeitig kannst!
Welche Modi zur Auswahl stehen, hängt mit der Anzahl an vorhandenen Mikrofonen zusammen. Ein Duett mit einem einzigen Mirkofon wäre zwar denkbar, aber doch etwas unhandlich für die Gesangspartner. Von daher benötigt ihr zwei USB-Mikrofone, um gemeinsam im Team einen Titel zu singen, oder aber gegeneinander und zur gleichen Zeit anzutreten. So könnt ihr zum Beispiel K.O. Runden veranstalten oder ein sehr unterhaltsames "Sing-Off"-Turnier starten. In der zuletzt genannten Variante versuchen sich zwei Spieler gegenseitig zu überbieten, in dem sie abwechselnd die Zeilen und anschließend gemeinsam den Refrain singen. Aber auch wenn nur ein Mikrofon vorhanden ist, bleibt der Spaß nicht aus. Ihr könnt einzelnen Songs hintereinander Trällern, versucht euch im Sing & Tanz Modus oder spielt kleine und mit der Stimme gesteuerte Minispiele. Nach absolvierter Aufgabe müsst ihr dann nur das Mikrofon dem nächsten Spieler überreichen.
Das 2-Spieler Duett
Bereichert wird die Auswahl noch mit der Option eines Medleys. Kurze Ausschnitte von drei Songs werden in einer recht schnellen Folge wiedergegeben, welche ihr nachsingen müsst. Das besondere Schmankerl stellt zum Schluss die KS-Herausforderung dar, welche sowohl mit nur einem Mikrofon, als auch mit zweien gespielt werden kann. Hier stellt euch die Software unterschiedliche Modi per Zufall als Aufgabe und ihr müsst als Solist oder im Team um die Punkte kämpfen. Ein vor allem mit eingestellter Zufallssongwahl durchaus lustiger Modus. An Vielfalt mangelt es dem Titel wahrlich nicht, doch fehlt noch das gewisse Etwas. Spaßige Wiederholungen der Gesangeskünste, auch wenn es sich wie bei "Singstar" nur um Ausschnitte handeln würde, fehlen gänzlich. Konami hätte hier noch ein wenig mehr Bemühungen in die Endauswertung und somit dem Fun-Faktor legen sollen.
Kannst du nun gleichzeitig auch tanzen?
Dazu auch noch tanzen?
Kurz wurde er ja schon erwähnt, die Rede ist vom "Sing & Dance" Modus - der wohl größten Herausforderung von "Karaoke Stage 2". Zu den normalen Einblendungen von Text und Noten gesellt sich noch eine dritte Zeile hinzu, in der verschiedene Pfeile auftauchen. Ganz nach dem Prinzip der "Dancing Stage" Spiele gilt es nun auch den Körper in Bewegung zu bringen und die entsprechenden Tasten auf einer Tanzmatte zu betätigen. Ihr werdet der Präzision nach bewertet, was genauso Einfluss auf die Gesamtperformance hat, wie euer hoffentlich zeitgleich abgegebener Gesang. Zur Auswahl stehen unterschiedliche Schwierigkeitsstufen, welche je Höher auch mehr Tanzschritte von euch abverlangen. Aber selbst auf niedrigster Stufe werden die meisten ins Schnaufen kommen. Das Lesen aller angezeigter Informationen angefangen vom Text, über die Tonhöhe und den Tanzschritten erfordert fast schon ein Übermaß an Konzentrationsfähigkeit. Wer den Text auswendig kann, hat hier definitiv Vorteile. Für engagierte Sänger und Künstler aber eine motivierende und zugleich auch komplexe Herausforderung, welche viele Trainingsstunden beinhalten wird.
Paradebeispiel der Technik
Zu verstehen ist hier ein hoher technischer Aufwand, welcher betrieben werden kann. Selten hat ein Spiel eine derartige Anzahl an unterstützen Peripheriegeräten im Angebot. Ein Mikro und für das Duett gleich ein zweites ist Pflicht, ansonsten habt ihr keine Möglichkeit einer Gesangsauswertung - der Rest ist nun optional! Die EyeToy Kamera wird ebenfalls unterstützt - und das nicht nur bei der Erstellung eures Ebenbildes als Cameo-Modell - ihr könnt euch auch beim Singen live bewundern. Geschickt wurden die Videos in die Bühnenbauten integriert. Auf unterschiedlichen Monitoren und Videoleinwänden sind die EyeToy Bilder zu sehen. Mittlerweile haben wir aber die maximale Anzahl an USB-Ports der PS2 überschritten, so dass ein USB-Hub schon von Nöten ist. Zusätzlich kann nun eine Cameo-Datei von der Memory-Card geladen werden und mit dem "Tanz & Sing" Modus schießt Konami letztendlich den Vogel ab. Statt herkömmlicher Controller schließt ihr zwei Tanzmatten an - nun ist der "Informationsoverkill" für die betagte Hardware besiegelt - dennoch läuft das Spiel stets flüssig und ohne irgendwelche Problem!
Optisch muss sich der Titel aber ebenfalls nicht verstecken. Die unzähligen Bühnenbilder von großen Hallen bis hin zu Straßen- und Strandkonzerten gefallen durch viele liebevolle Details, effektvollen Leuchten und Videoleinwände, sich bewegende Objekte und einer jubelnden Menge. Dazu gesellt sich ein nettes Charakterdesign, an dem ihr sogar selbst Hand anlegen dürft. Entsprechend dem Song spielen die virtuellen Superstars in den Gesangspausen Luftgitarre oder schwenken die Arme, wenn gerade ein Liebeslied angesagt ist. Besonders positiv fällt die Lippenbewegung auf, welche synchron mit dem Text erscheint - selbst das eigene Cameo-Kopfmodell müht sich beim Singen ab!
Hier spielt die Musik
Das 2-Spieler Duett
Die Songauswahl lässt sich durchaus sehen, ihr habt die Qual der Wahl aus bis zu 50 Titeln, wobei einige erst erspielt werden müssen. Vor allem klassische Musikstücke wie auch Balladen und Lovesongs findet ihr reichlich im Angebot, aber auch einige fetzige und neuere Songs buhlen um eure Gunst. Ob man nun die Auswahl als gelungen bezeichnen kann, obliegt auch hier wieder dem ganz persönlichen Geschmack - insgesamt ist sie aber sehr abwechslungsreich ausgefallen. Auf die Ohren bekommt ihr letztendlich nur das, was ihr in den Optionen einstellt. Der eigene Gesang lässt sich genauso stumm schalten, wie die Originalstimme - das ist mitunter wohl auch der Hauptgrund, warum alle Songs nochmals neu eingespielt wurden. Das hat die WaveGroup aber nicht mit den original Interpreten, sondern dem hauseigenen Musikerteam. Deswegen klingen manche Songs etwas anders, vor allem die gewählten Sänger oder Sängerinnen können stark vom Original abweichen. Insgesamt wurde aber eine recht gute Leistung abgeliefert.
