Kid Icarus: Uprising im Gamezone-Test

Test Michael Stadler

Wer auf schnelle Action, große Endgegner und knackige Herausforderungen steht, liegt hier genau richtig.

Lang, lang ist's her seit wir den Namen Kid Icarus auf einer Videospielverpackung lesen durften. Fast zwanzig Jahre mussten ins Land ziehen bis wir in Kid Icarus: Uprising erneut in die Rolle des Cherubin schlüpfen dürfen. Aus 2D-Look und grau in grau wird 3D in allen Facetten des Farbspektrums!

Medusa ist los!

Kid Icarus: Uprising Quelle: Nintendo Kid Icarus: Uprising Für Pit, seines Zeichens treuer Ergebener der Lichtgöttin Palutena, könnte das Leben als Engel so schön sein: Inmitten hübscher Frauen dem Ambrosium fröhnen und das allzeit gute Wetter genießen. Würde ihm, dem Himmel- sowie dem Menschenreich nicht die wieder auferstandene Medusa die Stimmung verhageln. Die gute ist nämlich auf Rachefeldzug und mächtig angefressen, was natürlich nicht gerade auf Verständnis im Reich der Perfektion trifft. Wir machen uns in der Rolle des Pit nun also auf, der Schlangen-Lady wieder in den Ruhestand zu helfen und bekommen es dabei mit so einigen schrägen, mythologischen und mysteriösen Gestalten zu tun. Stets an unserer Seite wissen wir jedoch immer Palutena selbst, die uns nicht nur mit Ratschlägen und wichtigen Informationen im Gefecht Beistand leistet.

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Kid Icarus: Uprising Quelle: Nintendo Kid Icarus: Uprising Denn obgleich Pit sehr wohl über die Flügel eines Engels verfügt ist ihm das Flugtalent anscheinend noch nicht über den Weg gelaufen. Somit ist der Gesandte des Himmels auf die zauberhafte Unterstützung seines weiblichen Patrons angewiesen, auch wenn diese immer nur fünf Minuten andauert. Ist die Flugzeit verstrichen müssen wir per pedes unserem Ziel entgegen marschieren. So erhalten wir also einen leicht zum Bodenkampf tendierenden Spielablauf der stets mit einer Flugsequenz beginnt. Die Steuerung besteht dabei aus drei Elementen. Während ihr mit der linken Schultertaste feuert was eure Waffe hergibt, bewegt ihr euch mit dem Analogstick und visiert per Stylus eure Widersacher an. Das mag zunächst ein wenig nach Fingerakrobatik klingen, geht aber schon nach wenigen Minuten flüssig von der Hand. In Sachen Dynamik hätten wir uns die Gewichtung allerdings mehr zugunsten der Flugeinlagen gewünscht. Was hier in einer irrsinnigen Geschwindigkeit über den Bildschirm flimmert sucht auf dem 3DS bislang Seinesgleichen.

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Kid Icarus: Uprising Quelle: Nintendo Kid Icarus: Uprising Dagegen fühlen sich die Abschnitte auf beiden Beinen besonders kurz nach dem Wechsel richtig träge an. Zwar kommt auch hier ein gewisses Spieltempo auf, dies bleibt jedoch weit hinter der Luft-Action zurück. Ebenso haben wir zu Fuß mit einer durchaus bockigen Kamera nebst nicht mehr allzu komfortabel zu bedienender Steuerung zu kämpfen. Viel zu oft brauchen wir zu lang um uns beispielsweise dem Geschehen in unserem Rücken zuzuwenden und können nicht ohne einige Falscheingaben schnelle Ausweichmanöver, Nahkampfattacken und Drehbewegungen vollführen. Dies liegt allerdings auch daran, dass wir in den Flugpassagen geleitet werden, wohingegen wir am Boden selbst unseres Weges Schmied sind. Grafisch befinden sich die Areale allerdings auf höchstem Handheld-Niveau. Schöne Farbkombinationen, stimmungsvolle Licht- und Schattenspiele, epische Ausblicke gehören ebenso zur Ausstattung wie ein wirklich ausgefallenes Gegnerdesign, welches mit abstrusen einäugigen Gestalten sowie etlichen schrägen Fratzen überzeugt und beweist dass der Vorstellungskraft im Entwicklungsprozess keine Schranken den Weg versperrten. Allgemein fängt der Grafikstil den steten Wechsel zwischen gut und böse perfekt ein und verstreut sogar etwas Retro-Charme wenn Gegner in klassischer 16-Bit-Manier vorgestellt und animiert werden.

Kid Icarus: Uprising Quelle: Nintendo Kid Icarus: Uprising Auf die Ohren bekommt der Spieler zwar eine einwandfreie Synchronisation, diese ist jedoch auf Englisch. Wer dieser Sprache also nicht allzu mächtig ist wird eventuell viele Sprüche und Storyfetzen nicht mitbekommen, weil der Spielverlauf gerade in der Luft wenig Zeit für's Lesen der Untertitel bietet. Melodisch überzeugt Kid Icarus: Uprising mit epischem Orchesterklang und dudeligen Ohrwurm-Melodien und fiedelt sich so ins Herz des Spielers. Sonderlob kommt dem 3D-Effekt zu, der seit langem mal wieder beweist, welche Spieltiefe diese Technik vermitteln kann. Zwar schmerzen nach etwas Spielzeit aufgrund des Effektfeuerwerks die Augen ein wenig, das hält uns jedoch nicht davon ab den Regler wieder hochzuschieben wenn der Schmerz nachgelassen hat.

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