Die Helghast haben ihren Kampf nicht aufgegeben und sie wollen mit einem gemeinen Plan doch noch den Sieg erringen.
Verständliche Synchronisation & verzogenes Zielsystem
Killzone: Liberation
Für alle jene, die in den zweiten Krieg gegen die Helghast ziehen wollen, zeigt sich die Kommunikation in Wort und Schrift in verständlichem Deutsch. Dabei haben die Synchronsprecher ihren Job recht gut gemacht und verschiedene Sprecher hauchen dem Spiel Leben als auch Atmosphäre ein. Ergänzend zum gesprochenen Wort erhaltet ihr Textfenster, so dass ihr relevante Befehle und/oder Informationen mitlesen könnt. Auch wenn die Felder dann und wann ein wenig klein erscheinen und dank der manchmal etwas unglücklichen Farbgebung - helle Schrift auf hellem Grund - schwer zu lesen sind, bleiben sie dennoch eine gute Hilfe; Vor allem im Tutorial, in welchem euch die Steuerung sowie deren Raffinessen näher gebracht wird. Die Umgebungs- und spielbestimmenden Geräusche wissen ebenfalls zu überzeugen. Fluchende Soldaten, schreiende Gegner, Angriffsparolen sowie peitschende Schüsse & Co. verleihen dem Spiel die nötige akustische Würze. Hier scheinen die Macher offensichtlich alles richtig gemacht zu haben. Einzige Ausnahme sind - quasi mal wieder - die Todesschreie der Helghast, die wirklich 1:1 vom damaligen Killzone für PlayStation 2 übernommen worden sind. Einzeln betrachtet ist das nicht weiter wild; Da aber im Bestfall möglichst viele bzw. alle Heghast über den virtuellen Jordan springen sollten, ist die stete Wiederholung dieses Schreis eine klarer Fall für ein robustes Nervenkostüm, wahlweise auch einfach ein Fall für den klassischen "Ignor-Modus on".
Killzone: Liberation
Sorgt die Sounduntermalung für ein durchaus gelungenes Ambiente und dient der Atmosphäre, neigt die Handhabung bzw. die Steuerung dazu, den einen oder anderen Fluch auszusprechen. Prinzipiell erscheint sie einfach, logisch und eingängig. Womit es auch nicht um die Beschaffenheit des Handlings an sich geht - vielmehr die Ausführung stellt nicht richtig zufrieden und gibt so manches Mal Grund frustig zu sein. Irgendwie Puddingartig, schwammig und wenig ausgeglichen, garniert mit teilweise nervigen Hackelungen ist die Steuerung mehr ein Geduldsspiel denn eine gut durchdachte Lösung. Selbiges gilt denn auch für das Auto-Aiming, welches sich recht widerspenstig zeigt und euch gerne ins Boxhorn jagt. Bei geringem Gegneraufkommen ist das zu verschmerzen; Wenn allerdings gar zu viele Helghasts auf dem Bildschirm rumhopsen, ist das schon arg ärgerlich. Zur Verteidigung sei allerdings noch erwähnt, dass u.a. ein integriertes Auto-Aiming die zahlreichen Schiessvorgänge vereinfacht und damit dem Spieler helfen wird, die vielen, vielen Helghast ins Jenseits zu befördern.
Statistiken, Belohnungen & Mehrspieler
Killzone: Liberation
Wie es sich gehört, führt das Spiel quasi "brav Buch" über eure Erfolge und in einem extra vorhandenen Bereich erhaltet ihr Auskunft darüber, wie gut ihr im Einzel- als auch im Mehrspielerbereich gewesen seid. Darüber hinaus bekommt ihr einen Überblick, welche Waffen bzw. Fähigkeiten ihr während des Spiels ergattern konntet. Dabei werden Waffen mittels gesammelter Vekkta-Dollars erworben; Hingegen lassen sich zusätzliche Fähigkeiten für eure Figuren durch das Abschließen verschiedener Herausforderungen einstreichen. Damit ihr für den Mehrspielerbereich richtig viel Auswahl habt, müsst ihr im Einzel- bzw. Koop-Modus richtig fleißig sein. Dazu gesellen sich gleichfalls Herausforderungen, die absolviert werden müssen, so dass verschiedene Online-Belohnungen freigeschaltet und genutzt werden können. Für den Onlinemodus, an dem bis zu sechs Spieler teilnehmen können, benötigt ihr mindestens einen weiteren Kollegen, der nicht nur einen PSP sondern auch die Killzone:Liberation UMD sein eigen nennt. Dann steht dem Mehrspielerspaß - zumindest im Koop-Modus - nichts mehr im Wege, wobei hier gilt, dass die spielbaren Level im Einzelspielermodus bereits erfolgreich erledigt worden sind. Um sich eine gepflegte Schlacht mit bis zu sechs Spielern zu gönnen, bedarf es indes einer WLAN Anbindung.
