Dieses Spiel erhält jeder Kinect-Käufer, motiviert dieses aber auch direkt zum Kauf der neuen Hardware?
Die Modi und Peinlichkeiten
Kinect Adventures
Kinect Adventures macht vor allem zu Beginn, nachdem man sich an das für manchen ungewöhnliche Timing gewöhnt hat, sehr viel Spaß und ist eine Gaudi für die ganze Familie, doch kann der Titel wie bei ähnlich kurzen Sammlungen kleiner Minispiele nicht auf Dauer überzeugen. Für den Adventure-Modus wird zumindest Durchhaltevermögen vorausgesetzt. Dort werden die Spiele mehrfach hintereinander aufgetischt, bieten aber unterschiedliche Ziele. Während zunächst einfach Münzen gesammelt werden, indem man mit dem Boot zum Beispiel über Schanzen springt und damit die begehrten Objekte in der Luft erreicht oder auf der Draisine entsprechend die Arme ausstreckt, gilt es später unter Zeitdruck das Ziel zu erreichen. Auch spezielle Vorgaben sorgen für die eine oder andere Knabberaufgabe. Wer Rekorde liebt, kann seine Ergebnisse auch in der Einzelauswahl verbessern oder gleich den speziellen Zeitmodus in Angriff nehmen. Die Minispiele nutzen sich aber recht schnell ab und werden trotz ihrer bis zu neun Level pro Variante recht schnell eintönig. Dasselbe gilt schlussendlich für die Aufmachung. Belohnungen zum Beispiel werden immer mit derselben Hubschrauber-Sequenz eingeläutet - da fehlt schlicht der Wille der Entwickler, den Spieler immer und immer wieder zu überraschen.
Wirklich erstaunt dürften die meisten aber aufgrund diverser Erinnerungen sein. Kinect Adventures schießt pausenlos Fotos und präsentiert diese nach Abschluss der Aufgabe. Witzig vor allem die Kommentare dazu, welche durchaus stimmig den Schnappschuss beschreiben. Solche Dinge tragen natürlich dazu bei, dass man vor allem in geselliger Runde immer wieder Spaß an den Minispielen findet - daher ist der Titel auf jeder Party sicherlich immer wieder gern gesehen und sorgt für Kurzweil. Wer möchte, kann die Errungenschaften auch der Onlinewelt präsentieren. Das Spiel ist übrigens über das Internet spielbar, wobei die Verzögerungen zwar spürbar, aber nicht wirklich nervig ausfallen. Ärgerlich ist eher, dass während der Ladepausen das Mikrofon der Kinect-Kamera abgeschalten wird und der Chat erst danach wieder fortgesetzt werden kann.
