Kinect Sports im Gamezone-Test

Test Alexander Winkel

Rare begeistert mit sportlichen Mitteln und einer gelungenen Atmosphäre – einer der besten Titel zum Start von Kinect!

Schon vor Jahren begeisterte Nintendo zum Start ihrer hauseigenen Konsole mit Wii Sports, was nun vor einigen Wochen imitiert als Playstation Move-Edition unter dem Namen Sports Champions seinen Weg ins Händlerregal fand. Im Zugzwang der Bewegungsspiele liefert nun Microsoft ihrerseits eine passende Sammlung diverser sportlicher Aktivitäten. Während die Konkurrenz spezielle Controller verlangt, kann Rare - ehemaliger Haus- und Hofentwickler von Nintendo - auf die neuartige Kinect Kamera zurückgreifen. Hat Kinect Sports das Zeug dazu, die Konkurrenz auszustechen und den ersten Platz auf dem Treppchen einzunehmen?

Kinect Sports Kinect Sports Kinect Sports lädt jung und alt dazu ein, einige runden auf der Rennbahn zu drehen, die Kugel zu schieben - egal ob nun auf Kegel oder in ein Tor - oder seinem Gegenüber mit einigen harten Schlägen mal ordentlich die Meinung zu sagen: Ohne Controller und ohne Ersatzperipherie werden dank der Kamera zahlreiche Freizeitbeschäftigung ins heimische Wohnzimmer transferiert und Couch-Potatoes zum schwitzen gebracht. In insgesamt sechs unterschiedlichen Sportarten kann man sich alleine gegen den Computer, online gegen den Rest der Welt oder mit bis zu vier Teilnehmern im privaten Kämmerlein austoben und um den Sieg ringen. Gespielt wird die deutsche Königsdisziplin Fußball, des Feuersteins Freizeitbeschäftigung Bowling, das wollig warme Beach-Volleyball, recht flottes Tischtennis und auch die Track & Field Freunde kommen mit der Leichtathletik auf ihre Kosten.

Absolut gelungene Präsentation

Kinect Sports Kinect Sports Nach dem Spielstart fällt vor allem eines sofort auf - in Kinect Sports ist Stimmung angesagt. Mit einem Wischer über das sichtbare Feld animiert euer Avatar die Menge und lässt eine La-Ola-Welle durchs Stadion tanzen sowie gleichzeitig ein Feuerwerk abbrennen. Die Menge tobt, sie kreischt und singt, wie es sich für einen ordentlichen sportlichen Wettkampf gehört. Das gilt aber nicht nur für das Hauptmenü, denn die Fans begleiten euch durch die komplette Karriere hindurch und bereichern euer Handeln mit fanatischen Chören oder missfallendem Buhen. In Sachen Atmosphäre läuft Kinect Sports dem mittlerweile arg betagtem Wii Sports definitiv den Rang ab. Jeder Sieg wird mit lautem Getöse gefeiert, über die Musikanlage scheppern Lady Gaga mit Just Dance, es wird We are the Champions gesungen oder zu zahlreichen weiteren Lizenzsongs getanzt. Denn das virtuelle Ebenbild ahmt in der Zeremonie stets eure Bewegungen nach und wirft ebenfalls siegesfreudig die Arme in die Luft, wenn die vermeintliche Niederlage doch noch abgewendet wurde.

Kinect Sports Kinect Sports Zugegeben, die Grafik ist eher zweckmäßig als dass sie die Xbox 360 ins Schwitzen bringt - denn eine feuchte Stirn sollte man nur vom Spieler erwarten, der im Angesicht der bewegungsintensiven Herausforderungen vor der Kamera herum hampeln muss. Dennoch gibt sich Rare mit der Optik wirklich Mühe, hat ein grafisch verspieltes und schönes, aber auch gut durchdachtes Menü geschaffen und sorgt mit Vorschau-Videos zu den sportlichen Events für die richtige Stimmung im Wohnzimmer. Was an dieser Stelle aber durchaus negativ auffällt, ist die recht ungenaue Abfrage der Handbewegungen bei der Wahl der Optionen. Der Zeiger neigt dazu über den Bildschirm zu huschen und damit der eigenen Entscheidung entgegen zu wirken. Man wollte wohl gezielt den Zeiger auf einen Button fixieren und keine flüssige Bewegung erzeugen, der Schuss ging aber ein wenig nach hinten los.

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