Eine immer währende Spannung, die einen trotz des Anspruchs dazu treibt dran bleiben zu wollen.
Automatisch oder nicht automatisch?
King Arthur The Roleplaying-Wargame
Das A und O eines Strategietitels dieses Ausmaßes ist natürlich das gekonnte Jonglieren der eigenen Truppen auf feindlichem Boden. Mit mehr oder weniger magischer Unterstützung gilt es seine vorrückenden Soldaten so zu stellen als auch ziehen zu lassen, dass der Gegner massiv Schaden nimmt und bisher feindlicher Grund zu den eigenen gezählt werden kann. Um dies zu erreichen bietet "King Arthur: The Role-Playing Wargame" einen interessanten Unterschied gegenüber den gängigen Genrevertretern - vor allem eine Abwandlung, die ihr - geschickt genutzt - voll zu eurem Vorteil ausspielen könnt. Damit seid ihr auch in der Lage, die vorhandenen Schwachstelle Schwierigkeitsgrad ein klein wenig auszubügeln.
King Arthur The Roleplaying-Wargame
Die Rede ist von der Wahlmöglichkeit des Geländes, welche euch vor dem Einzug in die Schlacht geboten wird. Je nachdem welcher kriegerische Akt auf euch wartet, könnt ihr festlegen, ob ihr beispielsweise lieber in hügeligen Passagen mit dem Gegner Versteck spielen wollt oder doch die offene Konfrontation mit dem Widersacher sucht. Passend dazu solltet ihr versuchen sogenannte Siegesstätten zu vereinnahmen. Diese sind auf den Schlachtfeldern zu finden und helfen euer Vorhaben - sofern die Besetzung von Erfolg gekrönt ist - zu unterstützen. Verliert der Feind nach und nach seine Siegesstätten, sinkt auch seine Moral, so dass ihr leichteres Spiel habt, den Gegner nachhaltig zu überrennen.
King Arthur The Roleplaying-Wargame
Für jede Schlacht trefft ihr überdies eine weitere Entscheidung und zwar die Frage danach, ob ihr eure Truppen selbst in das Getümmel führt und weiter dirigiert, damit ihr auch spontan und Situationsbedingt agieren könnt, oder ob ihr das dem guten, alten Computer überlassen wollt. Automatische Schlachten mögen vielleicht ein angenehmer Aspekt sein, angesichts dessen allerdings was ihr zu tun als auch zu beachten habt, ist die Wahl die Führung selbst zu übernehmen zwar um einiges schwerer, aber in jedem Fall auch weitaus effektiver. Generell verfahrt ihr in den großen Schlachten wie bei anderen Kalibern dieses Genretyps auch: Entscheidet ob ihr die ganze Mannschaft in eine Schlacht schickt oder ob ihr Truppen basiert zum Erfolg gehen wollt. Ganz gleich welche der Varianten die eure ist, müssen sowohl die Einzeltruppen als auch der Gesamtverbund dirigiert, navigiert als auch kontrolliert werden. Insbesondere die jeweiligen Anführer, welche natürlich ihre eigene Gesinnung, Loyalitäten als auch Klassen haben, müssen sozusagen überwacht werden. Deren Wirken, Schaffen und Vermögen ist für den Truppen- als auch für die Gesamtheit wesentlich und entscheidet mitunter über Sieg oder Niederlage. Behandelt ergo eure befehlshabenden Truppenspitzen gut - natürlich stets auf euren Vorteil bedacht.
Merlin rät: Triff eine weise Wahl
King Arthur The Roleplaying-Wargame
Neben den ganzen strategischen Schlacht-Elementen darf auch das Rollenspiel-Element nicht zu kurz kommen, welches nicht zuletzt maßgeblich für den Namen des Titels war. Verschiedene Queste, die ihr erfüllen müsst, zollen dem klassischen RPG Tribut und fordern euch auf u.a. in Dialogen, Aufeinandertreffen und Ähnliches Entscheidungen zu treffen, die nachhaltig Einfluss auf das weitere Spielgeschehen haben. Zwar sind diese Einheiten, in denen ihr Dialoge mit u.a. Multiple Choice Antworten erledigt, nicht gerade Intellektuell auf höchstem Niveau, aber sie stellen doch eine nette Abwechslung dar. Immerhin sorgen eure Auswahlen auch dafür, ob ihr am Ende als Held oder doch als Tyrann in die Geschichte eingeht. Ganz klar ist dieser Aspekt ein Plus wert, verleitet man euch auf diesem Weg das Spiel ein zweites, drittes oder auch viertes Mal zu spielen. Ärgerlich ist allerdings auch hier, dass ihr so manches Mal in eine Situation kommt, die euch eine Nummer zu groß sein wird. So frustig das auch ist, glücklicherweise helfen immer wieder automatisch generierte Speicherpunkte einer noch nicht lösbaren Aufgabe aus dem Weg zu gehen, so dass man sie später und damit dann gestärkter versuchen kann. Funktioniert zwar auch nicht immer, aber besser als nichts, solltet ihr euch einmal in einer nicht schaffbaren Aktion befinden.
King Arthur The Roleplaying-Wargame
Dann und wann dreht sich das Karussell auch einmal in eine andere Richtung und es wird von euch nicht Eroberung sondern Hilfe verlangt. D.h. benachbarte Könige anderer Reiche bitten euch sie zu unterstützen. Es obliegt euch, wem ihr eine Zusage oder eben auch eine Absage erteilt. Gleich wie ihr entscheidet, hat dies erneut Einfluss auf das weitere Geschehen als auch eure Entwicklung. Die Ausrichtung, welche ihr mit solchen Entscheidungen erlangt, sorgt dafür, dass ihr verschiedene Optionen und Anwendungen in Form von z.B. Zauber aber auch Items, Lebensmittel, Gold und dergleichen mehr freischalten bzw. erlangen könnt.
Knie nieder für den Ritterschlag
King Arthur The Roleplaying-Wargame
Um die Kampagne erfolgreich, gleich in welche Richtung, zu absolvieren, braucht es natürlich die Herren der Tafelrunde. Selbige bestimmt ihr, da ihr nicht nur die Wahl trefft sondern auch den Ritterschlag erteilt. Wie an wen ihr diesen erteilt, bleibt weitestgehend euch überlassen, so dass ihr auch die nicht ganz feine Möglichkeit des Kaufens benutzen könnt. Sagt euch ein potentieller Gefolgsmann zu, ist allerdings schwer zu überzeugen, nutz einfach euren Einfluss und schenkt dem Guten eine Frau seiner Wahl oder bereichert seinen Besitz. Seid ihr zufrieden mit eurer persönlichen Ritterrunde, helfen euch die Anführer und Lehnsherren beim Finden und Erfüllen von Questen. Dabei ergeht es euch mit euren Gefolgsleuten nicht anders als euch selbst mit König Arthur. Texte erschienen Situationsbedingt und ihr entscheidet anhand der Möglichkeiten, wie es weitergehen soll. Dabei spielt es natürlich einmal mehr eine Rolle, ob ihr eine Sache dezent oder brachial angehen wollt. So könnt ihr in ein Schloss einschleichen, indem ihr die Option der Verkleidung wählt oder doch die Klinge sprechen lasst. Gleichfalls werden euer Verhandlungsgeschick sowie eure Fähigkeit Diplomatie walten zu lassen auf die Probe gestellt. In manchen Situationen ist man gut bedient, Geld oder vielleicht sogar eine Frau zur Hand zu haben, die als Pfand bzw. Druckmittel oder Entscheidungshilfe eingesetzt werden können. Entscheidend im gesamten Handlungsprozess an sich ist außerdem welche grundlegenden Fähigkeiten die zu Ritter geschlagenen Herrschaften mitbringen. Selbige lassen sich dann nach erfolgreichem Erledigen des Queste weiter ausbauen und natürlich werden diese Erfolge gleichfalls mit Belohnungen geahndet.
