Netflix macht erneut Ernst: Neues Angebot für Warner Bros.- Übernahme

News David Fabricius
Netflix macht erneut Ernst: Neues Angebot für Warner Bros.- Übernahme
Quelle: Netflix

Netflix zieht im Übernahmepoker die nächste Karte. Der Streaming-Gigant hat sein Angebot für Warner Bros. Discovery vereinfacht und damit ein klares Zeichen gesetzt. Beobachter gehen davon aus, dass dieser Schritt den Entscheidungsprozess erheblich verkürzen könnte. Nun wächst die Spannung.

Im Ringen um Warner Bros. Discovery zieht Netflix den nächsten klaren Strich. Der Streaming-Riese hat sein Angebot auf eine reine Barzahlung umgestellt. Am Gesamtwert ändert sich nichts. Weiterhin stehen 27,75 US-Dollar pro Aktie im Raum. Neu ist jedoch, dass der zuvor enthaltene Netflix-Aktienanteil (4,50 US-Dollar je Aktie) entfällt. Ziel ist es, Unsicherheiten durch Marktschwankungen zu vermeiden und schneller zu einer Abstimmung zu kommen.

Netflix: Was sich am Deal ändert

Die Bewertung bleibt stabil und die Struktur wird einfacher. Laut beiden Seiten erhöht die Umstellung auf Cash die Planungssicherheit für Aktionäre von Warner Bros. Discovery. Der Deal behält seinen Gesamtwert von 82,7 Milliarden US-Dollar. Netflix will nicht den gesamten Konzern. Der Plan sieht weiterhin vor, dass Warner Bros. Discovery noch vor der Übernahme in zwei Unternehmen aufgespalten wird. Der Studio- und Streaming-Bereich soll an Netflix gehen. Discovery Global, also die Sparte mit Kabelsendern wie CNN, TNT oder Food Network, bleibt außen vor. Dieser Split soll innerhalb der nächsten sechs bis neun Monate erfolgen.

Durch die Vereinfachung rückt auch der Zeitplan näher. Eine Aktionärsabstimmung im April 2026 gilt als realistisch. Die Verwaltungsräte beider Unternehmen haben der geänderten Struktur bereits einstimmig vorbehaltlich regulatorischer Freigaben und des Abschlusses der Abspaltung zugestimmt.

Konkurrenzdruck durch Paramount wächst

Parallel verschärft sich der Wettbewerb. Paramount, unterstützt von Skydance, hat ein feindliches Angebot für den gesamten WBD-Konzern vorgelegt, inklusive der Kabelnetzwerke. Paramount wirbt mit 30 US-Dollar pro Aktie und hat angekündigt, notfalls einen Proxy-Kampf zu führen. Zusätzlich läuft eine Klage vor dem Delaware Chancery Court, um mehr Transparenz über den laufenden Deal-Prozess zu erzwingen. Die Cash-Variante von Netflix erhöht nun den Druck auf Paramount. Sie nimmt Volatilität aus dem Spiel und könnte den Entscheidungsprozess beschleunigen.

Für Aktionäre bedeutet das vor allem klare Alternativen und einen fokussierten Streaming-Deal mit Netflix oder einen umfassenden Medien-Zusammenschluss mit Paramount. Noch ist nichts entschieden. Aber mit dem Schritt zur Barzahlung zeigt Netflix, dass es den Abschluss konsequent vorantreibt. Nutzt gerne die angebotene Kommentarfunktion und teilt uns eure Meinung zum Thema mit. Beachtet beim Kommentieren aber bitte die Forenregeln und die allgemeine Netiquette im Internet. Solltet ihr noch keinen Account haben, könnt ihr über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Unsere Video-Inhalte findet ihr bei Youtube, Instagram und Tiktok.

Quelle: deadline

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