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Kann Kirby im Remake des SNES-Klassikers überzeugen und mit neuen, kreativen Ideen überraschen?
Andreas Keser
Kirby Super Star Ultra

Viel Farbe, wenig Anspruch

Kirby Super Star Ultra Kirby Super Star Ultra Solche strategischen Fragen stellen sich aber meist gar nicht, da es im Grunde egal ist, ob man überhaupt einen Partner an seiner Seite hat oder nicht. "Kirby Super Star Ultra" fordert den Spieler zu keiner Zeit so stark, dass man alles geben müsste und dennoch immer wieder scheitert. Im Grunde ist das ganze Spiel ein einziger Durchlauf, da der Schwierigkeitsgrad unheimlich niedrig angesetzt wurde. Ein Leben zu verlieren ist fast schon eine Kunst und kommt äußerst selten vor. Fordernde Abschnitte, die man mehrfach von vorne beginnen muss, bis man sie endlich meistert, gibt es gar nicht. Wer also ein klein wenig erfahren ist, der wird nicht ein einziges Mal auf Probleme stoßen oder sich an den fiesen Gegnern oder harten Levels stören.

Kirby Super Star Ultra Kirby Super Star Ultra Stören wird sich allerdings so manch einer an den quietschebunten Farben. Kirby gehört zu einem der Helden, die ganz besonders knuffig und kindgerecht sind. Er ist rosa, kugelrund und hat stets ein Grinsen auf den Backen. Genau das ist auch die Mentalität seiner Heimat, dem Dreamland. Ein strahlend blauer Himmel, der von zuckersüßen Wolken durchzogen ist, grüne Berge, bunte Landschaften und selbst die Bösewichte wirken friedlich - hier ist einfach alles zum Knuddeln. Spritzendes Blut, Pistolenschüsse oder fliegende Körperteile sind etwa so weit davon entfernt wie Australien von Europa (für alle Geographie-Experten: sehr weit!). Dass dieser Look nicht jedermanns Sache ist steht außer Frage. Allerdings macht er den gewissen Charme und das Flair eines jeden Kirby-Spiels aus. Da es sich bei seinem aktuellen DS-Abenteuer um ein SNES-Remake handelt, ist die Grafik ganz klassisch in 2D gehalten. Ein Highlight stellen die neu eingefügten Zwischensequenzen dar, die sehr gelungen sind. Auch insgesamt wurde an der Optik geschraubt. Neue Effekte, kleine Spielereien (Kirby hat im Wasser plötzlich eine Taucherbrille auf) und das gesamte Design lassen den Titel gut aussehen. Die Musik ist ebenfalls zuckersüß und unterstreicht das Flair, das durch die knalligen Farben und liebenswerten Gegner erschaffen wird.

Minispielfreude und Mehrspielerspaß

Kirby Super Star Ultra Kirby Super Star Ultra Nachdem es die Vorlage für dieses Spiel ("Kirby's Fun Pak" auf SNES) bereits seit über zehn Jahren gibt, hat man sich leider nicht sehr viel Neues einfallen lassen. Neben ein paar wenigen frischen Levels gibt es aber wirklich etwas, das komplett auf den Nintendo DS angepasst wurde: drei Minigames! Eines davon nennt sich Kirby's Kartenparty. Es stellt nichts anderes dar, als einen kleinen Reaktionstest. Dabei werden ein paar Karten auf dem Touchscreen angezeigt, die einen bestimmten Gegner aus dem Kirby-Universum abbilden. Nun erklingt ein kurzer Jingle und plötzlich öffnet sich auf dem oberen Bildschirm eine Tür, hinter der eine Karte zum Vorschein kommt, die mit einer der Karten auf dem Touchscreen identisch ist. Es gilt also möglichst schnell auf die gleiche Karte zu tippen. Nur der Schnellste bekommt den Punkt.

Auch im zweiten Minispiel, das sich Kirby am Zug nennt, geht es um Schnelligkeit. Wir befinden uns im Wilden Westen und es gilt mittels Stylus und Touchscreen verschiedene Ziele abzuschießen. Wer als Erster trifft erhält die Punkte, doch hier muss man nicht nur ein Ziel, sondern mehrere nacheinander abknallen. Sobald die Munition leer ist, muss eine Leiste am unteren Bildschirmrand angetippt werden. Man sollte außerdem vermeiden Bomben zu erwischen, da diese Minuspunkte bescheren.

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