Kirby und das magische Garn im Gamezone-Test

Test Sandro Odak

Kirbys Abenteuer auf der Wii halten viele für kindisch, wir finden das Grafikdesign trotzdem super!

Kirby und das magische Garn Kirby und das magische Garn Dass Kirby auch und vor allem für Kinder geeignet ist, zeigt das Spiel bei Fehltritten: Springt man mal zu weit, fällt die Klippen herunter oder berührt aus Versehen einen Feind, wird man von Woll-Engel Angie wieder raufgeholt. Man verliert lediglich ein paar Kristalle, die dann im Sonic-Stil um einen herumliegen und teils wieder aufgesammelt werden können. Ein Game Over ist so gut wie unmöglich. Selbst Endgegner können einen mehrmals treffen, im Zweifelsfall verliert man aber nicht mehr als seine gesammelten Punkte. Das ist zwar ganz praktisch, gleichzeitig unterfordert es aber erwachsene Spieler.

Optik, Look and Feel

Kirby und das magische Garn Kirby und das magische Garn Kirby und das magische Garn ist unser persönlicher Grafikfavorit als Spiel des Jahres. Nicht, weil es optisch neue Akzente setzen würde oder sonderlich mit Realität protzt, sondern eher, weil dieser eigenwillige Grafikstil etwas ganz besonderes ist. Man mag es kindisch nennen oder süß, aber das Setting, in das Kirby gesetzt wurde, passt perfekt! Die kleine rosa Kugel als Wollknäuel - man kann eigentlich nicht anders, als das lieben. Selbstverständlich ist das Spiel deshalb auch für Kinder gedacht und auch durchaus empfehlenswert, wenn man gerade etwas für die Kleinen sucht. Die Figuren sind allesamt aus Garn, die Level erinnern an einen Flickenteppich und selbst Interaktionen mit Gegnern oder der Umgebung haben etwas mit Nähen zu tun. Grandios!

Kirby und das magische Garn Kirby und das magische Garn Die Steuerung ist intuitiv und setzt nur selten auf den Wii-Pointer. Stattdessen hält man die Wiimote waagrecht und steuert mir dem D-Pad. Anders als in Mario wird auch der Neigungssensor nur selten benutzt. Besonders cool: Am Ende eines Levels gibt es häufig eine Fahrzeugmission, in der sich Kirby etwa in einen riesigen Plüschpanzer, ein Feuerwehrauto oder ein UFO verwandelt - natürlich in der knallig-rosanen Garnoptik. Insgesamt ist es zwar möglich, jedes Level in relativ kurzer Zeit zu absolvieren, der Entdeckertrieb aber bringt einen immer wieder dazu, auch die letzte versteckte Location zu finden. Das passiert etwa, wenn man mit seiner Garn-Peitsche Reißverschlüsse im Spiel öffnet und so zum Beispiel zwischen Ebenen wechseln kann.

Mini-Games und Housing

Kirby und das magische Garn Kirby und das magische Garn Wenn Kirby nicht gerade durch ein Level hüpft und Fäden aus Gegnern zieht, kann er bei einem Bekannten von Prinz Plüsch jederzeit seine eigene Wohnung mit Gegenständen schmücken, die er bei seinen Abenteuern findet. Macht er das im Auftrag des Vermieters auch bei fremden Wohnungen, gibt es sogar Punkte dafür. Hat man so eine Wohnung dann eingerichtet und es zieht ein Bewohner ein, kann man dort kleine Mini-Spiele absolvieren. Such-Michs etwa wollen sich dauernd verstecken, bei Perline geht es darum, möglichst viele Perlen aufzusammeln.

Kirby und das magische Garn Kirby und das magische Garn Vor allem das Housing-Feature ist zwar unnötig und die Aufträge des Vermieters, neue Wohnungen mit eigenem Geld aufzubauen und einzurichten, damit er sie dann vermieten kann, etwas unlogisch, aber es rundet das Spielgeschehen ab. Wie man es aus Nintendo-Spielen gewohnt ist, gibt es zwischen den Leveln kein tristes Menü. Man bewegt sich stattdessen in der gewohnten Grafik frei umher und bekommt je nach Fortschritt eine Welt nach der anderen "angenäht".

Wer übrigens will, muss Kirby nicht alleine spielen. Bei jedem Levelanfang wird man gefragt, ob man allein oder zu zweit spielen möchte, im Coop übernimmt Spieler 2 die Kontrolle über den blauen Wollknäuel Prinz Plüsch. Ganz besonders komisch: In Fahrzeugmission wird die Steuerung mitunter aufgeteilt. Einer der Spieler muss fortan fahren, der andere das Panzerrohr bedienen.

Meinung

Wertung zu Kirby und das magische Garn (Wii)

Wertung:

8.7 /10
Pro & Contra
Optimisten sehen ein ganz wundervoll innovatives SettingKirby verwandelt sich in ein Auto, U-Boot, Fallschirm und Co.Kirby kann man mit einem Freund an einer Konsole zusammen spielenviele Items und versteckte Orte zum Erkundenim Zweifelsfall sehr kinderfreundlich (für Erwachsene aber viel zu leicht...)am Levelende gibts meist noch eine Fahrzeugmission, etwa mit einem Riesenpanzer- interaktives Menü und Orte wie die eigene Wohnung bieten Abwechslungepische Bosskämpfe (aber auch viel zu einfach...)
zu einfach, denn man kann nicht verlieren. Wirklich nicht. Nie!Steuerungswechsel von waagrechter in senkrechte Position nervig und irgendwie auch unnötig, da nur sehr selten benutztan manchen Stellen etwas unlogisch...Pessimisten sehen ein sehr kindisches Setting
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