LEGO Herr der Ringe im Test: Umfang | Technik | Fazit & Wertung

Test Sandro Odak

"Du kannst nicht vorbei" an diesem Artikel, wenn du Herr der Ringe Fan bist. Und wer ist das nicht? LEGO Herr der Ringe ist eines der besten LEGO-Spiele aller Zeiten und mit Abstand das beste Spiel im Tolkien-Universum seit ewigen Zeiten. Warum wir so begeistert sind? Erfahrt es im Test.

Satter Umfang, Story aber nur knapp fünf Stunden lang

LEGO Herr der Ringe im Test (3) Quelle: Warner Bros. Interactive LEGO Herr der Ringe im Test (3) Wie seine Vorgänger bietet LEGO Herr der Ringe einen riesigen Umfang. 84 Figuren aus Mittelerde kann man freispielen und mit Münzen kaufen, darunter Helden der Buchreihe, Bösewichte und Nebencharaktere. Alle haben sie eigene Boni, zeitweise wird es aber chaotisch. Mit neun Gefährten bedient man im ersten Teil des Spiels so viele Figuren auf einmal wie noch nie zuvor. Das stört ein wenig, denn wenn man Y/Dreieck gedrückt hält, um zwischen die Figuren zu wechseln, passen die neun nicht gleichzeitig auf das Auswahlrad! Große Teile des Spiels erledigt man aber eh mit nur zwei oder mal maximal drei Charakteren gleichzeitig, die anderen übernehmen nur Statistenrollen.

Satte 20 Stunden kann man in Mittelerde verbringen, wenn man wirklich Wert darauf legt, alle Schatztruhen, rote und mithrilene Steine und Baupläne einzusammeln. Die Geschichte ist jedoch nach fünf bis sechs Stunden schon vorbei und damit deutlich kürzer, als die Special Extended Editions der Filme. Schade!

Auch wenn die Erzählung relativ ernst bleibt, Slapstick-Einlagen machen die düstere Geschichte immer wieder zu einem Lacher. Als die Nazgûl Arwen und Frodo durch den Bruinen folgen, erfasst sie im Film eine Welle, begleitet von Zauberpferden. Im Spiel schwimmt auch ein Surfbrett vorbei. Durch solche Gags werden entsprechend erwachsene Situationen auf lustig getrimmt und kitzeln aus Fans der Materie ein Lächeln hervor. Gleichzeitig bleibt das Gesamtwerk dadurch kinderfreundlich.

Ja nicht auf Deutsch spielen!

LEGO Herr der Ringe im Test (2) Quelle: Warner Bros. Interactive LEGO Herr der Ringe im Test (2) Im englischen Original hört man die Stimmen der Schauspieler aus Herr der Ringe. Dialoge und Erzählungen stammen 1:1 aus dem Film und das verleiht dem Game einiges an Authentizität. Zwar sind viele Dialoge so stark gekürzt, dass sie ohne Kenntnis des Films gar keinen Sinn ergeben, ein Riesenspaß ist KEGO Herr der Ringe aber trotzdem. Nur nicht auf Deutsch. Warner hat es, anscheinend aus Lizenzgründen, nicht geschafft, die Originalstimmen aus den Filmen zu verwenden und musste das komplette Spiel neu synchronisieren. Dafür wurden jedoch nicht die Sprecher der Filme herangezogen - das klingt einfach falsch! Wer kann, sollte auf jeden Fall auf Englisch spielen!

Grafisch offenbart sich ein typischer Lego-Titel: Die Effekte ganz nett, die Zwischensequenzen sogar richtig gut, aber mit der Kamerapositionierung tut man sich manchmal noch immer schwer. So springen unsere Minifigs gerne mal daneben und sterben. Die Steuerung in den Missionen und im freien Open World Modus unterscheidet sich übrigens erneut. Vor allem die Kamera ist in Missionen sehr starr, während man sie im freien Spiel beliebig drehen kann.

Meinung

Wertung zu LEGO Der Herr der Ringe (X360)

Wertung:

8.8 /10

Wertung zu LEGO Der Herr der Ringe (PS3)

Wertung:

8.8 /10
Pro & Contra
84 spielbare Charaktere aus Mittelerdeim Koop spielbarso viele gleichzeitig spielbare Charaktere wie noch nie zuvorNebenquests von NPCsLEGO-Effekt: Geschichte kindgerecht verpackt und trotzdem auch für ältere Semester unterhaltsamviele Slapstick-Gags versteckt
Steuerung und Kamera nicht immer optimalSteuerung in Mission und freiem Spiel unterschiedlichdeutsche Synchro nicht mit Originalsprechern, UNBEDINGT auf Englisch spielen!mit neun Charakteren gleichzeitig wird es manchmal unübersichtlichRätsel viel zu einfach
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