Nicht nur LEGO und Star Wars Fans können mit diesem Titel gehörig viel Spaß haben.
Niedlichkeits-Overkill & Lachtränen
Lego Star Wars 2: Die klassische Trilogie
Einer der schönsten Aspekte der "Lego Star Wars Reihe", ist der Humor, der vor allem, aber nicht nur in den Cut-Scenes zum Einsatz kommt. Natürlich wird davon ausgegangen, dass der Spieler die eigentliche Handlung schon kennt, denn viele Szenen werden nur verkürzt dargestellt und gesprochen wird auch nicht. Vielmehr erzählen überzeichnete Gestiken und viele Seitenhiebe einen verniedlichten Aufguss der Krieg der Sterne Story, bei dem man sich das Lachen hin und wieder nicht verkneifen kann. Endlich erfährt man zum Beispiel, warum der Bau des zweiten Todesstern nicht im Zeitplan lag, oder welche Badehosen Sturmtruppen im Whirlpool eines Sternzerstörers tragen. Noch schöner wird es jedoch auf Jabbas Segelbarke in Episode sechs, denn nach ausgiebigem Zusammenbasteln diverser Legosteine und Lösen kleiner Puzzles, merkt man plötzlich, dass man eine Disco-Tanzfläche zusammengebaut hat, auf der sich Gamorreanische Wachen zusammenfinden, um mit der Axt als Gitarre zu einer Hardrock-Version des "Imperial March" abzurocken - da sind Lachtränen garantiert. Doch auch der finster kichernde Imperator und der zusammengestutzte Darth Vader, die natürlich versuchen möglichst böse zu wirken, sorgen durch die niedlichen Darstellung eher für Lachfalten als Furcht und zeugen daher von hoher Familienfreundlichkeit.
Zur Technik
Lego Star Wars 2: Die klassische Trilogie
Vergleicht man alle erhältlichen Konsolenfassungen von Lego Star Wars 2 miteinander, so fällt auf, dass sich diese grafisch nur sehr geringfügig unterscheiden. So auch die Xbox Fassung, die sich trotz geringfügig feinerer Texturen nicht besonders stark von der PS2 Fassung abzuheben vermag, was aber am ehesten am gewählten Grafikstil liegt. Schließlich werden hauptsächlich Legosteine dargestellt, die nunmal keine außergewöhnlichen Details bieten, die noch weiter ausgeschmückt werden könnten. Am deutlichsten wird der Unterschied noch bei der Beleuchtung und Schattierung der Objekte und Charaktere, die den Plastikkriegern der Xbox den authentischsten Kunststoff-Look verpasst und zudem für einen etwas dynamischeren Eindruck sorgt. Im Audiobereich gibt es hingegen kaum erwähnenswertes, da es fast schon selbstverständlich ist, dass hier der Original-Soundtrack sowie Soundeffekte aus dem Film zum Zuge kommen. Die Tracks wurden jedenfalls glasklar in Dolby Digital abgemischt und passen immer zur aktuellen Spielszene - was will man mehr?
