Nachschub für Taktiker: Koei und THQ bringen uns das Prequel der preisgekrönten Nippon Ichi-Reihe
La Pucelle Tactics
Die Zusammensetzung und das Verwalten der eigenen Party umfasst in "La Pucelle Tactics" ebenfalls einige neue Elemente: Statt nämlich scharenweise willige Mitstreiter um sich zu sammeln, müssen die Gegner selbst dazu überredet werden, die Seiten zu wechseln und sich der eigenen Truppe anzuschließen. Die Vorgehensweise erinnert dabei unweigerlich an ATLUS' ruhmreiche "Shin Megami Tensai"-Reihe: Um ein Monster in den eigenen Reihen aufnehmen zu dürfen, muss es nämlich während einer Schlacht gezielt von einer der eigenen Spielfiguren angesprochen werden. Dies wiederholt man Runde für Runde, bis das jeweilige Monster endlich davon überzeugt ist, dem Bösen die kalte Schulter zu zeigen. Hat man dies geschafft, ist das entsprechende Monster ein vollwertiges Mitglied der Party und kann wie menschliche Charaktere auch mit Gegenständen ausgerüstet werden. Damit aus einem schwachen Monster mal ein großer Krieger wird, muss es zudem aber noch permanent trainiert werden: Dies geschieht mittels zärtlicher Zusprache oder aber auch durch gnadenlosen Drill - nur wer eine sinnvolle Balance zwischen Zuckerbrot und Peitsche hält, wird sein Monster kontinuierlich stärken können. Ist man irgendwann eines Monsters überdrüssig, schickt man es kurzerhand in die Tiefen der Hölle zurück; später darf man sich von einem dunklen Botschafter berichten lassen, wie sich sein Nachwuchs dort geschlagen hat. Mit etwas Glück gelangt man so zu weiteren, seltenen Items.
La Pucelle Tactics
Die Präsentation von "La Pucelle Tactics" zeigt sich erneut von einer eher zweckmäßigen Seite: Aufgeräumte Menüs, eine äußerst komfortable Handhabe sowie das angenehm zügige Spieltempo kommen dem Hardcore-Spieler klar zugute. Grafisch hingegen ist auch "La Pucelle Tactics" sehr spartanisch gehalten: Schlichte Kampfbildschirme, verwaschene Charaktersprites und etwas sterile Hintergründe erinnern an selige 32Bit-Zeiten. Musikalisch ist wieder austauschbares Japan-Gedudle präsent, welches zwar gut zum Spiel passt, aber sicherlich nicht für jedermanns Ohren bestimmt ist.
