Last Window ist knackige Rätselkost kombiniert mit guter Stimmung und Optik.
Last Window: Das Geheimnis von Cape West
Nach so gut wie jeder Unterhaltungen, die in ihrer Gesamtheit alle in Textfeldern erfolgen und somit aufmerksamen Lesen vom Spieler verlangen, fällt immer wieder eine Aktion an, in der man sein Geschick sowie Knobelgabe unter Beweis stellen muss. In jedem Fall positiv zu bewerten gilt die Tatsache, dass viele Aufgaben nicht automatisch ausgeführt werden, indem man sie schlicht antippt oder Ähnliches. Hier ist vielmehr der Einsatz des Spielers gefragt, und so manches Mal sind eher untypische Methoden gefragt. Ein wenig um die Ecke denken hilft oder aber man erinnert sich daran, wie man seinerzeit "Another Code" und/oder "Hotel Dusk" gespielt hat, beides Titel, die gleichfalls aus der Cings Entwicklerschmiede stammen.
Die Besonderheit liegt im Detail
Last Window: Das Geheimnis von Cape West
Da man mit Kyle einiges zu tüfteln hat und vieles genauestens unter die Lupe nehmen muss, braucht es ganz klar einen vernünftigen, optischen Auftritt. Und keine Frage, dieser wird auch ganz sicher geboten. Während der obere Screen in erster Linie eine zweckmäßige Aufgabe erfüllt, da man dort einen sozusagen Rundumblick serviert bekommt sowie ausmachen kann, wohin es des Weges gehen soll, bietet der Touchscreen ausreichend Optionen fürs Bewegen als auch Betrachten. Schicke 3D-Grafiken wissen zu gefallen und helfen so, den Geheimnissen im Detail auf die Spur zu kommen. Speziell bei der Untersuchung verschiedener Objekte ist dies ein großer Vorteil. Aber auch das grundlegende "näher holen" eines Gegenstandes, ohne gleich in die recht hoch auflösende Detailansicht zu gehen, überzeugt. Bilder mit Schriften oder Ähnlichem lassen sich gut erkennen und offenbaren ihren Inhalt, sofern er für den Spielverlauf von Bedeutung ist. Da das Spiel an sich nicht unterscheidet, welche Items wichtig sind und welche eben nicht, kann es dennoch passieren, dass ihr den Zoom nutzt und auf einmal eher breiartiges zu sehen bekommt. Das ist sicher nicht schön, gehört aber dazu und Gott sei Dank in die Kategorie "passiert weniger" und daher ist es lediglich der Ordnung halber erwähnt.
Last Window: Das Geheimnis von Cape West
Richtig top sind auf jeden Fall die vorkommenden Charaktere, welche schwarz-weiß skizziert auf den ersten Blick durchaus ein wenig grob erscheinen, auf den zweiten Blick allerdings mit Feinheiten punkten und schlichtweg gut aussehen. Vergleiche mit dem "Film Noir", die durchaus im gesamten optischen Auftritt zu finden sind, lassen sich nicht leugnen und passen überdies sehr gut in das Geschehen. Gleiches gilt auch für die akustische Untermalung, die je nach Situation und Stimmung, mehr oder weniger in den Vordergrund rückt und damit eine ideale Untermalung anstehender oder grad laufender Situationen liefert. Auf diese Weise baut sich auch das eine oder andere Mal gekonnt die Spannung auf, welche zudem in der Lage ist den Spieler richtiggehend hineinzuziehen. Das bei all der gelungenen Inszenierung sowie der gut gemachten Rätselspannung auch noch die Steuerung - Touchpen-Funktion ist je nach Bedarf wahlweise für Links- oder Rechtshänder einstellbar - ohne Probleme funktioniert, ist das Tüpfelchen auf dem "i". Wer lieber mit den Tasten agieren möchte, kann dies ebenso tun, da selbige auch unterstützt werden.
