Pirate Yakuza: Der Freibeuter mit der Panzerfaust

Special Dominik Pache
Pirate Yakuza: Der Freibeuter mit der Panzerfaust
Quelle: SEGA

Pirate Yakuza ist wahrscheinlich eines der unterhaltsamsten Piratenspiele seit Assassin's Creed Black Flag und verbindet das klassische Freibeutertum mit dem typischen Yakuza-Chaos. Eine wilde Mischung!

Wenn ihr ihnen genug Schaden zufügt, dürft ihr gegnerische Schiffe sogar entern. Auch hier ist es von Vorteil, wenn ihr eine ausgewogene Crew in der Boarding School ausgebildet habt, denn ihr kämpft Seite an Seite mit ihnen. Einige sind eher für die Offensive geeignet, andere können euch während des Kampfes heilen. Aber auch die gegnerische Crew kann auf verschiedene Fähigkeiten zurückgreifen.

Um der Besatzung anderer Schiffe so richtig Angst einzujagen, könnt ihr sowohl euch selbst als auch die Goromaru eindrucksvoll herausputzen, um schon bald als Schrecken der Meere zu gelten. Totenköpfe und schwarze Flaggen sind natürlich der Klassiker, aber ihr könnt euer Schiff ebenso mit rosa Segeln und Herzdekoration verzieren - und euch selbst mit Kinderschminke ein Katzengesicht auf die Visage malen. Wenn ein Pirat so etwas macht, dann muss er doch völlig verrückt sein, oder? Also lieber schnell das Weite suchen!

Neben all der kosmetischen Spielerei gibt es aber auch praktische Verbesserungen für euer Schiff. So könnt ihr ordentlich Geld in bessere Waffen investieren, die sich sogar mit verschiedenen Elementen upgraden lassen.

Da ihr auf hoher See keine Gefangenen macht und Geisterpiraten sich als denkbar schlechte Gesprächspartner erweisen, setzt ihr Kurs auf Madlantis. Die geheime Insel ist ein Treffpunkt für kriminelle Organisationen, die dort Seite an Seite agieren. In einer gewaltigen Höhle verbirgt sich ein ausgedehntes Vergnügungsviertel, das um eine Flotte riesiger Tanker herumgebaut wurde. Im Zentrum des beeindruckenden Schauplatzes wartet ein Kolosseum, in dem ihr euer Schiff, eure Waffen und euer Können in arrangierten Piratenkämpfen unter Beweis stellt.

Doch Madlantis hat noch mehr zu bieten. Das neue Gebiet ist zwar bei weitem nicht so groß wie Kamurocho oder Hawaii, versprüht aber dennoch echtes Piratenflair und bietet zahlreiche Aktivitäten. Es ist jedoch nicht das einzige neue Areal: Seefahrer stehen bekanntermaßen auf Island Hopping und deshalb steuert ihr mit der Goromaru mehrere kleine Inseln an.

Madlantis Eingang Quelle: SEGA Nele Island dürfte Spielern von Infinite Wealth vertraut sein. Auf der Insel leben Ex-Yakuza Seite an Seite mit den Überbleibseln des Palekana-Kultes, um den gefährlichen Müll zu beseitigen, den der ehemalige Anführer des Kultes hinterlassen hat. Dabei trefft ihr auch auf alte Bekannte aus der Majima-Familie.

Auf Rich Island beginnt eure Reise, denn hier wird Majima angespült. Die Insel dient außerdem als eure Basis, in der ihr euch und eure Crew erholen könnt. Ob an der Bar entspannen, eure Tiere und Pflanzen versorgen oder aus gesammelten und angebauten Zutaten leckere Gerichte zubereiten - hier findet ihr immer einen Ort, um euch auf die nächsten Abenteuer vorzubereiten.

Zwischen den verschiedenen Arealen reist ihr diesmal nicht wie in anderen Like-a-Dragon-Spielen per Taxi, sondern stilecht mit eurem Schiff. Dabei könnt ihr die Gelegenheit nutzen, die Umgebung zu erkunden. Neben feindlichen Schiffen und verlorenem Treibgut warten nicht nur die Hauptinseln, sondern auch kleinere Schatzinseln darauf, von euch entdeckt zu werden.

Die Schätze sind nicht einfach im Sand vergraben, sondern werden von zahlreichen Piraten bewacht, die ihr zuerst besiegen müsst. Hier erwartet euch eine gewaltige Rauferei, denn auch eure Crew will ordentlich austeilen und ihren Anteil am Schatz haben. Doch die gegnerischen Piraten lassen sich nicht so leicht unterkriegen und haben einige echte Brocken in ihren Reihen, mit einem ausgewachsenen Bosskampf am Ende des Gefechts. Wer den Schatz heben will, sollte sich und seine Crew also gut vorbereiten.

Eine weitere, nicht ganz so kleine Insel ist ebenfalls Teil des Spiels: Ihr dürft Hawaii aus Infinite Wealth vollständig erkunden. Hier könnt ihr schick essen gehen, eine der vielen skurrilen Substories erleben, oder euch auf andere Weise die Zeit vertreiben. Zum Beispiel mit Dragon Kart, dem Mario-Kart-ähnlichen Minispiel, das Fans bereits aus Yakuza 7 kennen. Aber auch andere Minispiel-Klassiker kehren zurück - manche davon mit einem speziellen Twist, passend zum Piraten-Setting. Crazy Delivery, Karaoke, Sicko Snap, Golf, Baseball, Kochen und Emulationen alter SEGA-Spiele, die ihr in der Arcade oder am SEGA Master System spielen könnt, sind wieder mit dabei. Unter anderem könnt ihr Poseidon Wars 3-D, Space Harrier 3-D, Star Jacker, Alex Kidd in Miracle World, Alien Syndrome, Penguin Land, Fantasy Zone und noch viele weitere Klassiker zocken, die ihr aber erstmal im Laufe des Spiels freischalten müsst.

Hawaii Strand Quelle: SEGA Was man schnell in Hawaii und auch an den Minispielen merkt: Hier wird ordentlich recycelt. Die Entwickler bestätigen im Interview, dass sie mehr aus der neuen Hawaii-Karte herausholen wollten, und da Hawaii nun einmal eine Insel ist, hat sich das Piraten-Setting geradezu angeboten. Letztlich sind jedoch nur die wenigen kleinen Inseln und die Schiffskämpfe wirklich neu. Das hätte man auch problemlos als DLC für Infinite Wealth verkaufen können. Like a Dragon: Pirate Yakuza in Hawaii (jetzt kaufen 82,03 € ) wird jedoch zum Vollpreis angeboten.

Was man jedoch nicht abstreiten kann: Pirate Yakuza ist wahrscheinlich eines der unterhaltsamsten Piratenspiele seit Assassin's Creed Black Flag und in Kombination mit dem typischen Yakuza-Chaos wird es sicherlich seine Zielgruppe ansprechen. Erwartet jedoch nicht einen vollwertigen Hauptteil der Like-a-Dragon-Reihe wie Infinite Wealth.

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk