Lika a Dragon Pirate Yakuza im Hawaii ist ein Volltreffer und versenkt im Test gnadenlos Skull and Bones

Test Olaf Bleich Benedikt Plass-Fleßenkämper Lukas Schmid
Lika a Dragon Pirate Yakuza im Hawaii ist ein Volltreffer und versenkt im Test gnadenlos Skull and Bones
Quelle: Medienagentur plassma / Olaf Bleich

Die Like-A-Dragon-Reihe wagt sich in ein Piraten-Crossover. Das Arrrgebnis: 1A-Freibeuter-Action mit Yakuza-Charme - unser Test!

Sie dienen als Schnellstraßen zu wichtigen Orten wie Häfen oder Inseln. Alternativ zünden wir per Knopfdruck den Raketenantrieb des Schiffes. In bester Need-for-Speed-Manier können wir mit dem Schlachtpott auch driften und ihn so blitzschnell in Position für die Kanonen bringen. Neben den Geschützen an Backbord und Steuerbord verfügt die Fregatte auch über ein MG am Bug.

Like A Dragon: Pirate Yakuza in Hawaii erhebt keinen realistischen Anspruch auf die Handhabung eines Schiffs. Es ist ein Arcade-Spiel und sollte auch als solches betrachtet werden.

Die gebotenen Möglichkeiten haben uns im Test aber sehr gut gefallen: So nehmen Schiff und Besatzung durch Beschuss Schaden. Fallen zum Beispiel zuvor zugeteilte Kanoniere aus, können wir danach nicht mehr angreifen. Dann verlassen wir per Tastendruck das Ruder und beleben den Kollegen wieder.

Auch können wir unser Ziel händisch aufs Korn nehmen und greifen aus der Third-Person-Perspektive zur Panzerfaust. Klingt wüst, ist aber bei den flotten Gefechten ein probates Mittel, um in den Feuerpausen noch einmal Schaden anzurichten.

Bootsfahrt Quelle: Medienagentur plassma / Olaf Bleich Die gegnerischen Schiffe auf der anderen Seite beschießen uns mit Flammenwerfern, legen Minen oder rammen uns sogar. Die wenigsten Kämpfe dauern länger als zwei Minuten, dennoch sind die Seeschlachten flott spielbar und unterhaltsam präsentiert. Taktischen Tiefgang sollte hier allerdings niemand erwarten.

Wer den Angriffen mit dem Boost ausweicht und die Goromaru ständig aufrüstet, wird kaum in Bedrängnis geraten. Die Feind-KI ist nämlich leider viel zu selten in der Lage, die zahlenmäßige Überlegenheit auf dem Wasser auszunutzen. Dadurch, dass es in den meisten Fällen völlig ausreicht, das Hauptschiff auszuschalten, sind viele Gefechte leider viel zu schnell vorbei und daher wenig dramatisch.

Bunt, laut, Yakuza!

Bei den besagten Landgängen bekommen wir dagegen das typische Like-A-Dragon-Gameplay. Und tatsächlich trübt dieses Wiedersehen den Spielspaß zunächst ein wenig. Dass wir wieder durch das bereits aus Like A Dragon: Infinite Wealth bekannte Honolulu rennen, ist für Serienkenner trotz neuer Möglichkeiten eher mäßig spannend.

Glücklicherweise fangen die Entwickler dies durch allerlei Skurrilitäten und Rückverweise wieder auf. Bei den Minispielen schießen wir zum Beispiel auf Madlantis explodierende Kisten ab, singen Karaoke an Bord der Goromaru oder kochen uns leckere Mahlzeiten. Diese Funktion ist deutlich präsenter als früher. Kein Wunder, gibt es doch auf hoher See weit weniger Shops, in denen man etwa Heiltränke einkaufen könnte.

Kampf am Boot Quelle: Medienagentur plassma / Olaf Bleich Drei Arten von Nebenmissionen stechen im Spiel hervor: Schatzsuche, Kopfgeldjagd und das Rekrutieren neuer Crewmitglieder. Bei Schatzsuchen steuern wir kleine Inseln an und arbeiten uns durch eine kleine, eher lineare Karte - am Ende wartet eine Belohnung. Die Beute bringt uns Rufpunkte und Credits, die wir wiederum benötigen, um die Goromaru und auch Majimas Fertigkeiten zu verbessern.

Kopfgeldjagden sind der schnellste Weg, um an Geld zu kommen. Hier nehmen wir es mit Gegnern oder ganzen Gruppen auf, die in fünf Schwierigkeitsstufen eingeteilt sind. Je härter die Brocken, desto größer die Belohnung.

Die Kämpfe wiederum sind geprägt von Goro Majimas wildem Stil. Neben dem "Verrückten Hund" gibt es die "Seebär"-Technik, bei der der Ex-Yakuza zwei Schwerter schwingt, eine Pistole zückt und sich sogar mit einem Enterhaken an seine Gegner heranpirscht. Mit letzterem hangeln wir uns auch an Knotenpunkten entlang, um versteckte Schätze und Extras zu entdecken.

Mehr noch als seine Vorgänger setzt der Piraten-Ableger aber auf Massenkämpfe. So tummeln sich nicht selten 20 und mehr Widersacher auf dem Bildschirm, die sich auch schon mal mit unserer Crew kloppen. Entsprechend ist es auch kein Wunder, dass hier gelegentlich die Übersicht im Chaos untergeht. Einher mit dem neuen Kampfstil gehen auch neue Heat- und Spezialaktionen mithilfe von Piratenrelikten. Warum die Feinde nicht einfach von einer Horde herbeigerufener Haie fressen lassen?

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