Lika a Dragon Pirate Yakuza im Hawaii ist ein Volltreffer und versenkt im Test gnadenlos Skull and Bones
Test
Die Like-A-Dragon-Reihe wagt sich in ein Piraten-Crossover. Das Arrrgebnis: 1A-Freibeuter-Action mit Yakuza-Charme - unser Test!
Die Rekrutierung neuer Crewmitglieder hingegen ist im Spiel mit unterschiedlichen Aufgaben verbunden: Mal müssen wir die Person einfach im Kampf besiegen, mal sogar auf der Ingame-Plattform Aloha Links Freunde sammeln oder bestimmte Gegenstände abliefern. Den Crewmitgliedern werden verschiedene Aufgaben an Bord der Goromaru zugewiesen.
Ihre Fertigkeiten steigen mit jedem Einsatz, und gerade die fünfköpfigen Entertrupps, die in den Kämpfen an Deck gegnerischer Schiffe zum Einsatz kommen, gewinnen mit der Zeit an Bedeutung. Außerdem müssen wir ihre Moral im Auge behalten.
Nach Niederlagen sinkt die Moral und damit auch die Einsatzbereitschaft. Deshalb kaufen wir Geschenke und muntern die Jungs und Mädels wieder auf. Schließlich muss es auch unter Piraten ein bisschen menscheln!
Spaßspirale und Balancing-Probleme
Like A Dragon: Pirate Yakuza in Hawaii bezieht seine Motivation zum einen aus der Story und der Spielwelt, zum anderen aber auch aus der clever verzahnten Progression. Im Mittelpunkt steht dabei die Goromaru: Gesammelte Ressourcen investiert ihr in Verbesserungen und könnt das Schiff so mit Flammenwerfern oder sogar Laserkanonen ausstatten.
Quelle: Medienagentur plassma / Olaf Bleich
Außerdem verschönert ihr die Fregatte mit Mustern, Segeln und anderen Accessoires. Die Rohstoffe, die ihr auf euren Kaperfahrten entdeckt, bringt ihr ebenfalls in Julies Werkstatt. Sie stellt daraus exklusive Waffen oder Ringe her, die Majimas Eigenschaften verbessern. Wir können an Bord sogar Netze vertauen oder Gemüse zum Kochen anpflanzen.
Die Abenteuer auf hoher See liefern stetige Belohnungen und treiben so den eigenen Fortschritt voran. Allerdings hatten wir im Test auch den Eindruck, dass Like A Dragon: Pirate Yakuza in Hawaii durch die schiere Masse an Extras bereits auf der mittleren Stufe schnell zu leicht wird. Sowohl Schatzsuchen als auch Kopfgeldjagden spülen Unmengen an Rufpunkten und Dollars in die Kasse.
Dadurch gerät die Spielbalance schnell aus dem Gleichgewicht und spätere Bosskämpfe und Seeschlachten innerhalb der Kampagne und im Kolosseum werden zum Spaziergang im Park. Hier stimmt das Balancing also nicht ganz. Richtig knifflig wird Like A Dragon: Pirate Yakuza in Hawaii meist erst in den Massenschlachten.
Vor allem, wenn dann noch Distanzschützen hinzukommen, die Majimas Flow unterbrechen, kann es zu Problemen kommen. Insgesamt hätten wir uns aber eine stärkere Differenzierung des Schwierigkeitsgrades gewünscht.
Quelle: Medienagentur plassma / Olaf Bleich
Doch so sehr uns dieses Manko gerade gegen Ende der Kampagne störte, so sehr haben wir die 15 bis 25 Stunden, die wir mit Like A Dragon: Pirate Yakuza in Hawaii verbracht haben, genossen. Denn Ryu Ga Gotoku füllte diese Reise mit den gewohnten Stärken der Like-A-Dragon-Reihe, und auch, wenn das Piraten-Setting und seine Möglichkeiten anfangs etwas befremdlich wirkten, rundeten sie das Gesamterlebnis doch sehr gut ab.
Fazit
Like A Dragon: Pirate Yakuza in Hawaii ist zweifellos ein wilder Action-Cocktail - aber auf die gute Art. Das Freibeuter-Abenteuer ist zu keiner Sekunde langweilig, motiviert zum Weiterspielen und glänzt mit gewohnt schrägen Ideen. Probleme in der Benutzerführung und der Spielbalance kosten jedoch Punkte!
Like A Dragon: Pirate Yakuza in Hawaii ist ab dem 20 Februar 2025 erhältlich und entert neben dem PC auch die PlayStation 5 und der Xbox Series X/S auch die Last-Gen-Konsolen PS4 und Xbox One. Eine Version für die Nintendo Switch existiert nicht. Transparenzhinweis: Die Testversion wurde vom Publisher zur Verfügung gestellt.
