Dieses Mal rockt Lips die Party und steuert 40 kultige Klassiker dazu bei. Doch gibt es auch neue Innovationen?
Freestyle-Modus
Sollte man tatsächlich einige wichtige Songs vermissen und bietet auch der Online-Shop diese nicht an, so muss man sich eben seine eigene Musik auf Lips ziehen. Dazu steckt man einfach einen USB-Stick mit den gewünschten Titeln in die Xbox360 oder schließt eine externe Festplatte, das Handy oder andere Geräte an. Schon kann man zu jedem denkbaren Song munter mitträllern. Dabei wird allerdings weder der Text noch die Balken angezeigt und das Originalvideo, sowie die Möglichkeit Medaillen zu gewinnen, gibt es ebenfalls nicht. Dieses nette Feature ist nicht neu, denn auch in den "Vorgängern" war das bereits möglich. Im ersten Teil war es aber noch so, dass diese "MP3-Titel" zu den ganzen normalen Tracks hinzugefügt wurden, aber leider nicht mit dem Album-Cover dargestellt werden konnten. Wenn man mehrere hundert Songs hinzugefügt hat, dann litt die Übersicht und man musste eine Weile suchen, bis man fündig wurde. Deshalb wurde der Freestyle-Modus eingeführt. In diesem kann man nach Herzenslust seine eigenen Songs auswählen und singen. Und nur diese. Dafür bleibt die normale Songauswahl davon unberührt und es werden nur die 40 Titel aus "Lips: Deutsche Partyknaller" angezeigt.
Gibt's was Neues?
Leider ist diese Frage schnell beantwortet: Nein! Wirklich neu ist eigentlich nichts, mal abgesehen von den Songs. Allerdings gibt es noch immer die lustigen Avatare. Zum einen werden diese als Bild angezeigt, damit die Zuweisung der Mikros einfacher läuft und zum anderen tauchen sie hier und da mitten im Spiel auf. Wenn man das Mikro wie eine Luftgitarre schwingen soll, dann macht euer Avatar diesen Move erst einmal genau vor. Am Ende eines Songs sehr ihr euer Abbild dann auch unter der Bewertung eurer Leistung stehen. Wer besonders herausragende Leistungen abliefert, der darf sich darüber freuen, dass der Avatar am Ende einen Pokal in die Hände gedrückt bekommt und jubelt. Je nach Punkten gibt es natürlich auch wieder die verschiedene Pokale (z.B. Bronze, Silber...). Doch nicht nur das. Man kann sogar Accessoires für sein Alter Ego abstauben. Das motiviert ungemein und bringt ein bisschen mehr Pepp ins Spiel. Normalerweise muss man diese nämlich teuer für Microsoft Points kaufen.
In gewissem Sinne "neu" sind einige Achievments. Allerdings gibt es mit jedem weiteren Lips keine 1000 Gamerscores abzustauben, sondern lediglich 250. Das ist somit auch eher wieder ein Minuspunkt und stellt leider keine Innovation dar. Doch eines ist an den Achievments in "Lips Party Classics" hervorzuheben. Man bekommt Punkte dafür, dass man drei Songs aufzeichnet und anschaut. Was mich direkt zum nächsten Punkt bringt.
"Leistungen aufzeichnen" - ein Mysterium?
Lips: Party Classics
Nachdem ein Achievment das Aufzeichnen von Leistungen verlangt, wird so manch einer zum ersten Mal registrieren, dass es in Lips eine solche Option anscheinend geben muss. Nun werden sich 99% aller Lips-Fans fragen "Leistungen aufzeichnen? Wie soll das denn gehen?" und diese Frage ist mehr als nur berechtigt. Weder die Anleitung verliert auch nur ein Wort darüber, noch wird man nach dem Singen eines Titels darauf hingewiesen. Was hat es also mit diesem seltsamen Achievment auf sich? Bislang haben wir es schmerzlich vermisst, dass man nach einem besonders gut gemeisterten Titel kein Replay seiner eigenen Leistung anschauen konnte. Dieses gibt es noch immer nicht, aber es gibt tatsächlich die Möglichkeit seine Leistung aufzuzeichnen. Und das bereits seit "Lips Number 1 Hits". Das ist jedoch höllisch umständlich. Nachdem man seine Wertung für den Gesang erhalten hat (beispielsweise Universum, Urknall oder dergleichen) muss man die Start-Taste betätigen. Jetzt eröffnet sich die Möglichkeit, seine Leistung aufzuzeichnen. Der Satz "Leistung speichern" befindet sich aber ganz unscheinbar unter weiteren Optionen wie etwa "nochmal singen" und fällt damit kaum auf. Hat man ihn aber dennoch entdeckt und sich für diese Möglichkeit entschieden, darf man pro Song sogar gleich drei besonders schöne Interpretationen abspeichern. Um sich diese nun wieder anzuschauen muss man den Titel erneut anwählen und unter "Leistung" lässt sich dann das komplette Video mit dem abgespeicherten Gesang finden.
Viele wissen nichts von dieser Option, weil sie zum einen ganz gut versteckt ist und weil man offensichtlich nicht besonders viel nachgedacht hat, als man sich für diese Bezeichnung entschieden hat. "Leistung speichern" wird von den meisten Spielern eher so verstanden, dass die Punkte, Medaillen oder Pokale abgespeichert werden, aber dass dadurch quasi eine Wiederholung der erbrachten Gesangesleistung aufgezeichnet wird, erschließt sich den wenigsten. Andere preisen irgendwelche Features groß an - Microsoft versteckt diese (zumindest bei Lips).
