Little Big Planet im Gamezone-Test

Test Andreas Keser

Sackboy is back! Schrille Basteloptik, skurrile Charaktere und ein sympathischer Held verzaubern die PSP.

Kamelfahrten, Schafe scheren und Affen verfolgen

Little Big Planet Little Big Planet Wer nach der PS3-Version von "Little Big Planet" gedacht hat, dass alle verrückten Ideen nun verbraucht wären, der irrt sich gewaltig. Auch auf der PSP haut man einen Brüller nach dem anderen raus. Besonders lustig fanden wir das Scheren von Schafen. Diese werden euch einzeln vor die Nase gesetzt und ihr sollt euch nun darum kümmern, dass sie ihre ganze Wolle verlieren. Mit einem Jet-Pack ausgestattet fliegt ihr zum entsprechenden Schaf, greift es, schwingt es rüber zur Schermaschine und überlasst es dort seinem Schicksal. Irgendwann kommt es dann vollkommen nackig heraus und will von euch wieder zurückgebracht werden. Habt ihr das erledigt, werdet ihr dafür belohnt. In dieser Zeit steht aber meist schon das nächste Schaf bereit. Und das nächste und das nächste und... Irgendwann läuft das total aus dem Ruder und die Schafe stapeln sich so langsam. Sobald aber eines verloren geht und in die Tiefe stürzt ist Schluss. Dieses "Minigame" eignet sich bestens um auf Highscore-Jagd zu gehen und mit Freunden (oder online) Rekorde auszutauschen.

Little Big Planet Little Big Planet Doch in LBP gibt es noch viele andere Tiere. In einer späteren Mission müsst ihr Zitrusfrüchte pflücken und diese in die passenden Vertiefungen legen, damit Ronan (ein gefangenes Kamel mit Rädern) befreit werden kann. Dann dürft ihr aber auch auf ihm reiten und über die Lava hinweg brausen. Aber immer schön festhalten! Doch nicht genug... Es gibt auch noch Affen. Ein besonders frecher hat dem Sultan die Wunderlampe gestohlen und ihr sollt sie ihm wieder abnehmen. Das Ganze endet in einer dramatischen Verfolgungsjagd, in der euch der Affe einige Fallen stellt, über Stacheln scheucht und dunkle Abgründe auf euch warten. Ihr seht also: Bekloppte Ideen gibt es auch auf der PSP noch genügend.

Kleine Hoppser und Ebenenwirrwarr

Little Big Planet Little Big Planet Was es auf der PSP leider ebenfalls noch gibt, ist das ungenaue Sprungverhalten. Da es keinen Doppelsprung gibt, kann man auch nicht mit einem zweiten Sprung in der Luft "korrigieren". Das ist ein großer Kritikpunkt, denn uns hat die Steuerung an einigen Stellen ein wenig den Spaß verdorben. Selbiges gilt für die Ebenenautomatik. Man steuert Sackboy auf drei Ebenen (vorne, mittig, hinten). Wenn auf der vorderen Ebene Kisten stehen, dann kann man entweder über diese springen oder einen Schritt in den Hintergrund (mittlere Ebene) machen und daran vorbeilaufen. Sofern auch auf der mittleren Ebene ein Hindernis steht, über das man nicht springen kann, muss man nochmals einen Schritt in den Hintergrund machen (hintere Ebene), um auch daran vorbeizugelangen. Das Problem ist nun der Wechsel von einer Ebene zur anderen. Normalerweise kann man diesen selbst bestimmen, indem man schlichtweg mit dem Analog-Stick nach oben oder unten tippt. Meist macht Sackboy das aber gleich automatisch. Er weicht einem Hindernis aus, wenn ihr auf der mittleren Ebene dagegen laufen würdet. Wenn man dieses nun aber greifen möchte, um es zu verschieben, kann es passieren, dass ihr zunächst immer daran vorbeilauft, anstatt das Objekt anzufassen. Bei Gegnern kann dies ebenfalls zum Problem werden. Angenommen man befindet sich in der vorderen Ebene und ein Fiesling lauert eine oder zwei Ebenen weiter im Hintergrund. Wenn man nun zum Sprung ansetzt (im Wissen, dass der Gegner ja eigentlich weiter hinten steht) landet man dennoch auf (oder evtl. direkt vor) diesem. Im Sprung wurde also automatisch die Ebene gewechselt. Das kann manchmal negative Konsequenzen haben und nervt somit.

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