LocoRoco im Gamezone-Test

Test Andreas Keser

Endlich wird die PSP wieder mit einer kreativen Innovationsbombe versorgt. Erfahrt hier, warum wir von Loco Roco so angetan sind.

Knuffiger Look und Happy Songs

LocoRoco LocoRoco "Loco Roco" ist vermutlich das süßeste Spiel, das es momentan auf der PSP gibt. Mit einem extrem farbenfrohen Stil kommt es so bunt daher wie man es sonst eher von Mario und Co. gewohnt ist. Das Geschehen wird aus einer 2D-Perspektive dargestellt und erinnert optisch ein wenig an Yoshi's Story. Auch der Sound würde in ein Spiel mit dem grünen Dino passen. Fröhliche Stimmen singen in einer unverständlichen Sprache auf kindische Art und Weise eine Melodie und erzeugen den totalen Happy-Flash. Das Lustige an der Sache: Alles was gesungen wird kommt direkt von den Loco Rocos. Man kann sogar sehen wie sie den Mund bewegen und kräftig die Stimmbänder anstrengen. Anfangs kommt es daher öfter vor, dass man sich vor Lachen kaum halten kann. Irgendwann gewöhnt man sich allerdings an diese witzigen Klänge und summt fröhlich mit. Je nachdem welche Farbe euer Loco Roco hat, trällert er auf seine ganz individuelle Art und Weise. Musikalisch wird da von der französischen Diva über den afrikanischen Eingeborenen so einiges geboten. Die Gesänge und Melodien sind also wirklich verdammt gut gelungen, wenngleich sie mit Sicherheit nicht jedermanns Geschmack treffen. Auch die Grafik hat ihren ganz eigenen Charme, der eine Menge zum Flair beiträgt. Sie ist zwar ziemlich simpel, aber unheimlich liebevoll gestaltet und wurde sogar mit einem Hauch von Physik-Engine versehen. Wenn euer Blobb gequetscht wird oder an einer Kante steht, beeinflussen die Gegebenheiten seine Form. So kippt der Teil, der über die Kante hinausragt nach unten und zieht den Rest des Blobbs mit in die Tiefe.

Schwierigkeitsgrad und Umfang - der größte Kritikpunkt

LocoRoco LocoRoco "Loco Roco" hat fünf Welten mit jeweils acht Levels zu bieten. Insgesamt also 40 Szenarien, die durchforstet werden müssen. Ihr bekommt eisige Landschaften, bunte Blumenwiesen oder sogar das Innere von verschiedenen Tieren zu sehen. Je nach Untergrund rutscht euer Loco Roco besonders stark, muss sich an Zäpfchen und anderen Innereien vorbeiquetschen oder hüpft von Blume zu Blume. Die Art des Levels wiederholt sich aber immer wieder. Leider sind die 40 Abschnitte in sehr kurzer Zeit geschafft. Da es auch nicht besonders anstrengend ist, das Ziel zu erreichen, hat man nach wenigen Stunden alles komplett durchgespielt. Es bleibt ein kleiner Anreiz, überall die 20 Blumen und damit alle Blobbs zu finden oder die Mui Mui zu retten, aber wirklich motivierend ist das auch nicht. Es können auch noch Minispiele freigeschalten werden. Hier steuert ihr beispielsweise einen Kran, der als Greifarm fungiert und versucht damit Loco Rocos zu angeln. Außerdem darf das Loco-Haus nach euren Bedürfnissen eingerichtet werden. Im Laufe des Spiels findet ihr dafür Teile, mit welchen ihr schließlich einen eigenen Parcours basteln könnt. Schaut den süßen Wabbelhaufen dabei zu, wie sie diesen durchlaufen. Sowohl die Minigames, als auch das Loco-Haus sind aber alles andere als spannend und können die Langzeitmotivation daher nicht wirklich in die Höhe treiben. Das Manko der kurzen Spieldauer und des niedrigen Schwierigkeitsgrades wird damit also nicht ansatzweise ausgeglichen.

Meinung

Wertung zu LocoRoco (PSP)

Wertung:

8.7 /10
Pro & Contra
Simples und fesselndes SpielprinzipStil hat sehr viel Charmeeingängige Melodieneinfache Handhabungmal was Anderes
Schwierigkeitsgrad sehr niedriggeringer UmfangStil ist Geschmacksache
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