Lost Horizon im Gamezone-Test

Test Peter Grubmair

Ein Point & Click-Adventure wie es sein soll! Episch, spannend und ganz im Stil der bekannten Abenteurer.

Hongkong im Jahre 1936: Nachdem Fenton Paddock mit mehr oder weniger fadenscheinigen Begründungen aus der britischen Armee hinausgeworfen wurde, hält er sich nun mit allerlei Gaunereien über Wasser. Diese sind dann auch verantwortlich dafür, dass er sich mit der lokalen Tong Triade anlegt, die keinen Spaß versteht wenn es um ihr Revier geht und dessen Anhänger ihn deshalb kurzerhand in einer Kiste im Hafen versenken. Doch Fenton wäre nicht der Abenteurer für den er sich selbst hält, könnte er sich nicht ganz cool aus dieser unguten Situation befreien. Aber Fenton wäre auch nicht Fenton, wenn er nicht gleich ins nächste Abenteuer stürzen würde, vielleicht das größte Abenteuer seines ganzen Lebens.

Lost Horizon Lost Horizon Derweil wollte Fenton im Grunde nur seinem Freund helfen, der irgendwo in Tibet verschollen schien. Doch ehe er sich versah, befand er sich mit seiner Freundin Kim auf Weltreise auf der Suche nach einem Drachenauge, geleitet von geheimen Mythen und gejagt von den Nazis, welche ebenfalls das Geheimnis von Shambala zu ergründen suchen. Während es die einen für ein Königreich im Geiste, also eine Erfindung des tibetischen Buddhismus halten, glauben die anderen ganz fest an seine physische Existenz. Ganz besondere Kräfte sollen von diesem Ort ausgehen, weswegen sich auch die Nazis unter der Leitung von Gräfin Hanna von Hagenhild auf die Suche nach dem mysteriösen Ort gemacht haben.

Lost Horizon Lost Horizon Da kann es natürlich nicht lange auf sich warten lassen und Fenton und die Deutschen geraten aneinander. Denn er befindet sich im Besitz des Drachenauges, einem grünen Kristall, und die Nazis besitzen Piri Reis' Karte, auf welcher Shambala verzeichnet ist. Doch um es zu erkennen muss man die Karte durch das Drachenauge betrachten, was zu einem herrlichen Katz & Maus-Spiel zwischen Fenton, Kim und den Nazis führt. Dieses lässt uns den halben Planeten bereisen, von den Bergen Tibets bis zu den olympischen Spielen in Berlin treibt es uns, von der Wewelsburg bis nach Indien verfolgen wir die Spur, bis es zum großen Showdown zwischen den Nazis und unseren Helden.

Das Gameplay

Lost Horizon Lost Horizon Bei Lost Horizon handelt es sich um ein astreines Point & Click-Adventure, welches aber durch die vielen eingestreuten und recht Action reichen Zwischensequenzen sehr modern wirkt. Der intelligente Mauskursor zeigt uns bei jedem Objekt die möglichen Interaktionen an, also ob wir etwas nehmen, miteinander kombinieren oder anderweitig benutzen können. Zusätzlich kann man sich per Hotspot-Anzeige noch helfen lassen indem man sich alle interaktiven Objekte anzeigen lässt. Ein einfacher Klick genügt um den jeweiligen Charakter in Bewegung zu setzen und mit einem Doppelklick können wir einzelne Örtlichkeiten sofort verlassen. Soweit also alles bekannte Kost, bis hin zum Inventar, welches von Unten in den Bildschirm hinein klappt.

Die verwendete Technik ist es die Lost Horizon so modern wirken lässt. Sämtliche Örtlichkeiten im Spiel existieren in richtigen drei Dimensionen, auch bei den Charakteren handelt es sich um richtige 3D-Modelle. Diese hinterlassen auf entsprechenden Untergründen auch deutlich Spuren, im Schnee beispielsweise, die mit der Zeit sogar wieder verwehen. Und es wirkt so modern weil es viele schnelle Sequenzen im Spiel gibt, die manchmal als richtige Video-Zwischensequenz präsentiert werden und manchmal in Ingame-Grafik.

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