Lost: Das Spiel im Gamezone-Test

Test Goreminister

Ein recht kurzer Aufenthalt auf der Pazifikinsel, der sich ganz klar an die Fans der Serie wendet, weniger an Quereinsteiger.

"Ich habe ins Auge der Insel gesehen und was ich sah, war..." - John Locke

Lost: Das Spiel Lost: Das Spiel Gerade wenn wir uns in den Dschungel begeben, zeigt sich Lost von seiner grafisch besten Seite. Die Flora wurde sehr schön in Szene gesetzt und wenn man sich anhand von Trümmern, Flaggen oder einem Kompass durch die Wildnis bewegen muss, kommt das Feeling der Serie gut zur Geltung. Leider übersieht man auf seinem Streifzug durch das Unterholz manche Objekte, da diese doch sehr klein dargestellt wurden. Man sollte seine Augen also stets nach Wasserflaschen, Konserven- oder Bierdosen, bzw. Schokoriegel aufhalten, da diese gegen andere nützliche Gegenstände wie z.B. Fackeln eingetauscht werden können um stockfinstere Höhlen zu durchqueren. Beispielsweise Sayid, Charlie oder Michael stehen hierbei als willige Tauschpartner zur Verfügung und versorgen uns mit wichtigen Gegenständen, die sich bei der jeweiligen Aufgabe als hilfreich erweisen. Und da wir gerade bei den Charakteren angelangt sind sei gesagt, das einige der virtuellen Gestalten ihren realen Vorbildern sehr gut nachempfunden wurden, andere wiederum nicht. Besonders Kate, Jack, Locke und Hurley sehen ziemlich authentisch aus, was man von Michael, Juliet oder Desmond leider weniger behaupten kann. Da man aber nicht allzu oft mit diesen in Kontakt kommt, kann der geneigte Fan eventuell gnädig darüber hinwegsehen.

Gestaltet sich der Dschungel als Schmuckstück des Spiels, sieht es am Strand und speziell im Camp der Überlebenden schon etwas anders aus. Hier neigt das Spiel dazu etwas zu ruckeln und es kommt bei erhöhter Weitsicht zu unschönen Pop-Ups. Dafür sorgen die Lichteffekte im Dschungel wieder für eine schöne Grundstimmung, da es einfach sehr atmosphärisch wirkt, wenn das Licht der Sonne durch das dichte Blätterdach fällt. Auch die Animationen der verschiedenen Protagonisten, speziell die von Elliot, können sich sehen lassen und sind, bis auf einige wenige Ausnahmen, durchweg im grünen Bereich.

Das Brummen im Walde

Lost: Das Spiel Lost: Das Spiel Im Gegensatz zur englischen Version des Spiels, kommen die deutschen Spieler bei Lost in den Genuss sämtlicher Originalstimmen. Zwar haben einige Schauspieler ihren virtuellen Abbildern der englischen Version die jeweiligen Stimmen geliehen, doch wurden einige von anderen, unbekannten Sprechern synchronisiert. Unsereins hingegen kann sich u.a. auf die Stimmen von Peter Flechtner (Jack), Gerrit Schmidt-Foß (Hurley), Johannes Baasner (Sawyer) oder Ernst Meincke (Locke) freuen, was dem Spiel natürlich ein weiteres Maß an Authentizität verleiht; auch wenn die Lippenbewegungen nicht immer 100% synchron sind. Dazu gesellt sich natürlich auch der Soundtrack von Michael Giacchino, der übrigens kein Unbekannter in der Videospielszene ist und auch bereits Spielen wie Call of Duty einen passenden, musikalischen Anstrich verpasst hat. Von seichten Klavier- und Violinenklängen über synthetische Soundteppiche bis hin zur atmosphärischen Titelmelodie ist hierbei alles zu hören, was dem Fan so vertraut erscheint. Nicht zuletzt das brummende Geräusch des schwarzen Rauches, welches Beklemmung auslöst und den Spieler immer wieder dazu anhält die schützenden Banyan-Bäume aufzusuchen um dort mit pochendem Herz zu warten, bis die Gefahr vorüber ist.

Meinung

Wertung zu Lost (X360)

Wertung:

7.4 /10
Pro & Contra
Die Dschungelatmosphäre wurde grafisch gut gelöst und versprüht das Feeling der SerieAlle deutschen Original-Synchronsprecher an BordGroßzügige Vergabe von Gamerscore PunktenOriginal Lost-SoundtrackEinige Charaktere wurden ihren realen Vorbildern gut nachempfunden
andere Charaktermodelle hingegen nichtViel zu kurze Spielzeit und zu wenig verschiedene RätselTeils nervige LadezeitenZwischensequenzen lassen sich nicht abbrechenManche Gegenstände werden schnell übersehenNicht unbedingt für "Lost-Unwissende" geeignet
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