Müder Aufguss oder erneut ein audiovisuell faszinierendes Puzzleerlebnis? Erfahrt mehr in unserem Review.
Der Sequenzer erstellt das Hauptthema des Konzertabends, begleitende Geräuschkulissen durch das Spielen der einzelnen Blöcke sind leider vorgeben. Das künstlerische Thema, die Farbgestaltung und die Soundeffekte basieren auf der jeweilige Auswahl, in der man den eigenen Song geladen hat. Eigentlich schade, dass dem ideenreichen Spieler hier nicht die vollkommene Freiheit gegeben wird. Immerhin kann die Darstellung den eigenen Wünschen angepasst werden. Von der Farbe des Rahmens bis hin zur Optimierung der Anzeigen können reichlich Aspekte im Optionsmenü verändert werden.
Atemberaubende Präsentation
Die umfangreiche Auswahl an Songs und Skins sorgt unweigerlich dafür, dass einzelne Varianten nicht den Geschmack aller Spieler treffen - das ist bei einem musikalischen Spiel kaum vermeidbar. Dies beeinträchtigt das audiovisuelle Erlebnis aber keineswegs. Nach belieben können die einzelnen Skins zu einem Bündel zusammengefasst und als gemeinsame Sammlung im freien Modus genossen werden. Die gespeicherte Zusammenstellungen lassen sich jederzeit optimieren und anpassen, sollten neue Songs hinzugekommen sein oder sich einzelne Kandidaten als ungeeignet herausstellen. Nachteilig erweist sich nur die fehlende Möglichkeit, die Songs im Auswahlmenü nochmals anhören zu können. Zusammen mit den eigenen Songs und der bevorzugten Darstellung der Spielfläche schafft ihr euch dennoch ein individuelles Spielerlebnis, welches sich sowohl optisch als auch musikalisch nach den eigenen Wünschen richtet.
Weitaus mehr als nur Klötzchenstapeln
Als Kernstück von "Lumines 2" kehrt der "Herausforderungsmodus" wieder zurück. Immer wieder neue Skins, welche im Laufe des Spiels ganz automatisch wechseln, werden automatisch damit freigeschaltet. Oberste Zielsetzung ist es, möglichst lange durchzuhalten, möglichst viele Spielsteine aufzulösen und letztendlich die beste Highscore zu ergattern. Das Spielende in Form einer vollen Spielfläche ist aber recht schnell erreicht. Um das Unweigerliche ein wenig heraus zu zögern, ist das Wissen aus etlichen Spielstunden gefragt. Die Grundlagen des Spieles bekommt ihr in einem kleinen Tutorial erläutert, während einzeln aufrufbare Tipps verraten, wie mit unhandlichen Blöcken umgegangen wird.
Ein kompletter Stapel wird sich auflösen
Abermals kämpft ihr wieder im obligatorischen "Time-Attack-Modus" um die meisten abgebauten Blöcke und bekommt im "Puzzle-Mode" massig Denkaufgaben vorgesetzt. Mit den ankommenden Spielsteinen müssen nach wie vor immer komplexer werdende Figuren kreiert werden. Dabei ist es essentiell, dass sich bestimmte Konstruktionen nicht durch die Zeitlinie auflösen und erfordert deshalb ein gut überlegtes Vorgehen. Leider wurden alle Aufgaben aus dem Vorgänger übernommen, können nun aber frei angewählt werden. Dazu gesellen sich zusätzlich noch viele neue und komplexere Rätsel, welche die alten Bauten eines Hundes, UFOs oder Krokodils fast schon harmlos aussehen lassen.
Während im "Puzzle-Modus" darauf geachtet werden muss, dass keine Blöcke verschwinden und die Figuren entsprechend der Vorgaben passen, erweisen sich die Aufgaben des neuen "Missions-Modus" als eine eher klassische Varianten im Puzzle-Genre. Eine begrenzte Anzahl an Spielsteinen muss so gestapelt werden, dass sie letztendlich mittels Kettenreaktionen alles in der Spielfläche kombinieren und vom Bildschirm fegen. Hinzu gesellen sich deutlich schwerere Missionen wie das Freilegen einer kompletten Spalte oder einer geforderten Anzahl vernichteter Blöcke innerhalb einer gegeben Zeit. Generell gilt auch beim zweiten Ableger, dass selbst erfahrene Spieler ins Schwitzen kommen werden, auch wenn der Einstieg sehr leicht fällt.
Das Duell gegen ...
Die Trennlinie deutlich erkennbar
... einen menschlichen (dank der WiFi Verbindung), aber auch sehr starken CPU-Gegner ist als Training gar nicht mal so ungeeignet. Schnelligkeit, Gewandtheit und vor allem die Kombinationsfähigkeit ist hier gefragt, um den Gegenspieler schachmatt zu setzen. Das Spiel gegen eine zweite Person unterscheidest sich zwar spielerisch kaum von den anderen Varianten - nach wie vor müsst ihr klassisch die Blöcke türmen und schaut darauf, dass sich diese wieder auflösen - beide Spieler nutzen aber eine gemeinsame Fläche. Der Bildschirm ist in der Mitte geteilt und das Ziel besteht nun darin, die eigene Hälfte durch gut überlegtes Spielen zu vergrößern. Vernichtet ihr deutlich mehr Blöcke als euer Kontrahent, wird sich die Trennlinie ein Stück weiter in das Feld des Gegners hinein bewegen und schafft somit mehr Platz für die eigenen Spielsteine. Irgendwann geht dem Gegner (hoffentlich) der Platz aus und er muss sich trotz seiner Bemühungen geschlagen geben. Die ersten paar Runden gegen die CPU gestallten sich wie ein Spaziergang, schnell aber agiert der Computer deutlich ungestümer und fordert euer komplettes Geschick heraus. Dann ist es gar nicht mehr so einfach, als Sieger aus dem Duell gehen.
Deutlich erweitert zeigen sich auch die Statistiken, welche sich in einem gesonderten Menü aufhalten. Angefangen von der Spieldauer, über die Resultate der einzelnen Modi bis hin zur Freischaltrate bietet "Lumines 2" alles wissenswerte über das aktuelle Spiel. Die Tabellen und Highscores motivieren und sorgen für einen ständigen Trieb, immer besser zu werden. Aber vor allem die bis zu 100 Skins, die es zu entdecken gibt, sorgen für einen lang anhaltenden Spielspaß.
