Taktisch wie ein Schachspiel, in der Steuerung aber dennoch einfach: Das brutalste Schach der Welt ist MMA!
Schönheit gerät ins Stocken
MMA: Mixed Martial Arts
Generell kann MMA mit seiner direkten Konkurrenz auch im Bereich Technik locker mithalten. Die muskulösen Körper der Fighter, auf dem Weg zum Ring und dann auch im Ring, glänzen schweißüberzogen im hellen Scheinwerferlicht und die Kampfhandlung vermittelt die nötige Kraft und Härte des zu bestaunenden Wettbewerbs. Schläge, Würfe und Klammergriffe sind dem Genre würdig inszeniert und treffen auch in Sachen Kollisionsabfrage voll ins Schwarze. Diese Treffer sind dann vor allem im Gesicht der Kämpfer abzulesen. Platzwunden, Cuts, Schwellungen und Blutergüsse wie sie in "Fight Night" schon nicht gerade selten vorkamen, haben auch hier wieder ihren schmerzhaften Auftritt. Rund um das Geschehen im Ring wissen zwar sowohl Kampf- als auch Trainingsarena mit ihrem jeweils eigenen Flair zu überzeugen, auf optische Wunder sollte man sich dennoch nicht einstellen. Im Test kamen uns auf beiden Systemen trotz Installation häufiger derbe Ruckler, lange Ladezeiten und teils unschöne Framerate-Einbrüche unter die Augen. Der Titel läuft gesamt besehen zwar einwandfrei, ärgerlich und störend sind diese Unfeinheiten aber dennoch. Der Sound des Spiels gibt sich hingegen keine Blöße. Fetzige Rockstücke verschiedenster Größen des Musik-Business geben sich hier das Plektrum in die Hand und begleiten euch durch das Hauptmenü, die Karriere und schließlich auch zum Ring. Besonderes Lob gilt den Ring-Kommentatoren. Diese verrichten eine tadellose Arbeitsleistung neben dem Käfig und warten durch die Bank mit rhetorisch sinnvollen Sprüchen auf. Auch die aufgenommenen Ansprachen der MMA-Legenden sind für sich gesehen ohne jeglichen Fehler. Jedoch sind diese leider weit davon entfernt auch nur annähernd synchron mit den Lippen der vertonten Figur zu sein!
You are the Main Event!
MMA: Mixed Martial Arts
Ganzer Stolz der Entwickler gilt den Online-Spielern. Neben normalen Matches und absehbaren Titelmatches kommt ein System mit dem Namen "Live Broadcasting" zum Tragen. Hierzu müsst ihr euch auf der Homepage des Spiels anmelden und dann immer schön Wind um euch machen - Ein abgefahrenes Video auf besagter Website hier, oder eine atemberaubende Kampfstatistik da. Habt ihr für genug Aufsehen gesorgt und genügend Anhänger, welche euren Werdegang verfolgen, werden die Entwickler auf euch aufmerksam. Und das ist dann der Schlüssel zum einmal im Monat veranstalteten Pay-Per-View. Dort habt ihr im besten Fall eine Chance auf einen virtuellen Titel, oder kämpft einfach gegen einen ähnlich starken Gegner. Doch dort hört der Spaß noch lange nicht auf. Diesen Kampf können Menschen rund um den Globus live verfolgen und hören zudem die Stimmen zweier Live-Kommentatoren durch die Boxen klingen. Da diese Prozedur leider etwas lang dauert und erstmal als Pilotprojekt in den USA durchgeführt wird, können wir bedauerlicherweise zu diesem frühen Zeitpunkt knappe vier Tage nach EU-Release keine genauen Angaben, geschweige denn einen Test dieses Mammutprojektes veröffentlichen. Aber auch ohne dieses Großereignis hatten wir online schon das eine oder andere packende Match und können dieses Erlebnis nur wärmstens empfehlen.
